Moabiter Markthalle

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Zunfthalle
Moabiter Markthalle
Berlin Moabit market hall.jpg
Daten
Ort Berlin-Moabit
Architekt Hermann Blankenstein
Bauherr Stadt Berlin
Baujahr 1890/1891
Grundfläche 5644 m²
Koordinaten 52° 31′ 40″ N, 13° 20′ 19″ O52.52777777777813.338611111111Koordinaten: 52° 31′ 40″ N, 13° 20′ 19″ O
ZunfthalleMoabiter Markthalle (Berlin)
ZunfthalleMoabiter Markthalle

Die Moabiter Markthalle, als Markthalle X 1891 eröffnet, wurde nach den Plänen des Architekten Hermann Blankenstein innerhalb von nur einem Jahr errichtet. Der Haupteingang der Markthalle befindet sich an der Arminiusstraße im Berliner Ortsteil Moabit. Umgeben wird das Gebäude von der Bremer Straße (West), der Bugenhagenstraße (Nord) und der Jonasstraße (Ost).

Zur besseren Lagekennzeichnung erhielt die Halle auch den Namen Arminiushalle oder Markthalle Arminiusstraße. Der Name der Straße und der Halle leitet sich vom Cheruskerfürsten Arminius ab, der erfolgreich die Varusschlacht bestritt. Seit November 2010 heißt das Gebäude Zunft[halle] Arminiusmarkthalle. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebäude ist das zehnte von vierzehn überdachten Markthallen, die nach einem 1881 ergangenen Beschluss des Berliner Magistrats die als unhygienisch geltenden offenen Märkte ablösen sollten. Der schnelle Bau der Gebäude war möglich, weil vorgefertigte Bauteile sowie eine für die damalige Zeit moderne Eisenkonstruktion angewendet wurden.

Blick in den Hauptgang, 1896

In der Halle befanden sich 425 Stände in zehn Verkaufsgängen. Ein zwölf Meter breiter Mittelgang erschließt die jeweils 2,48 Meter breiten Seitengänge. Durch diese Anordnung konnten Pferdefuhrwerke, Handkarren oder Hundegespanne die Waren unmittelbar bis zu den Ständen bringen. Die Halle, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Der Senat hat die Halle 1982 als Baudenkmal ausgewiesen und ließ sie zu ihrem 100-jährigen Bestehen 1991 umfangreich renovieren. Fünf Jahre später erfolgte die Restaurierung der Inneneinrichtung in Anlehnung an die historischen Stilelemente. Am 20. November 2010 wurde die Arminiusmarkthalle als Zunfthalle neu eröffnet.[2]

Seither befinden sich in der Markthalle neben einer Norma-Filiale wieder fast ausschließlich freie Händler. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Blumen gibt es Gastronomie-, Musik- und Eventangebote. Bis Ende 2013 gab es auch unmittelbar in der Markthalle die Brauanlage der Brauerei BrewBaker, deren Ausschank sich aber nach wie vor dort befindet.[3] Bemerkenswert ist die Kunstinstallation Gebetomat von Oliver Sturm im Hauptgang. Der einem Fotoautomaten nachempfundene Automat kann über 330 Gebete in mehr als 65 Sprachen wiedergeben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markthalle X (Berlin), Moabiter Markthalle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Markthalle mit dem merkwürdig geschriebenen neuen Namen
  2. Arminiusmarkthalle als Zunfthalle neu eröffnet. Im Kiezmagazin MoabitOnline
  3. http://brewbaker.de/