Mobb Deep

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Mobb Deep
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore-Rap, Gangsta-Rap
Gründung 1992
Aktuelle Besetzung
Prodigy
Havoc

Mobb Deep ist ein US-amerikanisches Rap-Duo, bestehend aus Prodigy und Havoc. Das New Yorker Duo ist seit 1992 aktiv und hat insgesamt sieben Alben veröffentlicht, von denen mehrere mit Gold- oder Platin-Schallplatten ausgezeichnet wurden. Beide Rapper veröffentlichten auch Soloalben.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Havoc (* 21. Mai 1974 bürgerlich Kejuan Muchita) und Prodigy (* 2. November 1974, bürgerlich Albert Johnson) wuchsen in der New Yorker Sozialwohnungssiedlung Queensbridge, aus der auch andere Hip-Hopper wie Nas, Onyx und Big Noyd stammen, auf. Sie lernten sich an der Graphic Arts High School in Manhattan kennen und entdeckten ihr gemeinsames Interesse an Hip-Hop. 1993 wurden sie von einem Unterlabel von Island Records unter Vertrag genommen [1] und veröffentlichten dort ihr Debütalbum Juvenile Hell mit Produktionen von DJ Premier und Large Professor. Der Rolling Stone bezeichnet den Stil des Albums als die „bösen Zwillinge von Kris Kross[2]. Das Album war kommerziell nicht erfolgreich.

Mobb Deep kam zwei Jahre später mit dem Album The Infamous bei Loud Records wieder auf den Markt. Auf dem Album ist die erste erfolgreiche Single Shook Ones Pt. II enthalten, die in den amerikanischen Billboard Top 100 den 59. Platz erreichte.[3] Insgesamt wird das Album, das Gastbeiträge von Nas und Raekwon enthält, als dunkler und rauer beschrieben.[1] Harte Bässe mit Klaviereinsätzen und vielen Loops bestimmen die Musik.[4]

Das 1996 folgende Album Hell on Earth wurde wieder bei Loud veröffentlicht. Es enthält mit dem Song Drop a gem on 'em einen Disstrack gegen 2Pac, welcher Mobb Deep auf der Single Hit 'em up disste. Stilistisch wird das Album als Fortsetzung des bisherigen Stils beschrieben.[5][1]

Drei Jahre später erscheint das vierte Album des Duos Murda Muzik. Darauf sind Gastbeiträge von Nas, auf der Single It's mine (Hot Rap Singles #25)[3], Lil’ Kim, auf der Single Quiet Storm (Hot Rap Singles #17)[3], Raekwon und Eightball enthalten. Stilistisch bringt auch dieses Album nichts Neues.[1] Nach dem Album veröffentlicht Prodigy 2000 sein Soloalbum H.N.I.C.

Erst auf dem 2001 erschienenen Album Infamy kommt es zu einer Stil-Änderung durch die Aufnahme von R'n'B-Elementen. Dies zeigte sich in der Single Hey Luv, die zusammen mit der Sängergruppe 112 aufgenommen wurde.[3] Es ist das letzte Album bei Loud. 2003 unterschreiben Mobb Deep einen Plattenvertrag bei Jive Records. Dort veröffentlichen sie 2003 die Single Gangstaz Roll, auf der auch ein Song mit 50 Cent ist, als Ankündigung für das 2004er Album Amerikaz Nightmare. Das Album war kommerziell nicht erfolgreich und blieb das einzige Album bei Jive.[5]

Nachdem Havoc 2003 schon für 50 Cent und dessen G-Unit produzierte und Mobb Deep nun ohne Plattenvertrag war, kam es zu Verhandlungen mit G-Unit Records, die aber erst Mitte 2005 abgeschlossen waren. Das dort 2006 erschienene Album Blood Money enthielt viele Gastauftritte von Künstlern des Labels. Kommerziell war das Album erfolgreich, es erreichte Platz 3 der Charts. [6]

Nach diesem Album veröffentlichten beide Rapper Soloalben. Havoc veröffentlichte 2007 sein Debütalbum The Kush. Prodigy 2007 sein zweites Album Return of the Mac und 2008 H.N.I.C. Part 2. Im Februar 2009 erschien dann auch Havocs zweites Soloalbum Hidden Files. Im April 2009 erschien das achte gemeinsame Studioalbum der Gruppe unter dem Titel The Safe Is Cracked.[7] Die erste Single daraus ist Don't Play. Die Geschäftsbeziehungen zu G-Unit Records endeten im November 2009.[8]

Nach Prodigys Haftstrafe[Bearbeiten]

Nach einer dreijährigen Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes kam Prodigy dann 2011 wieder auf freien Fuß und veröffentlichte seine Autobiografie und dann das Soloalbum H.N.I.C.3 im Juli 2012. Im April 2012 tauchten auf Havoc's Twitterseite einige verbale Attacken auf, welche sich gegen seinen Partner Prodigy richteten. Havoc dementierte später, dass diese "Tweets" von ihm stammten und erklärte, dass er sein Mobiltelefon verloren hatte und die "Tweets" so entstanden sind. In mehreren Interviews dementierten die beiden, dass es Streit geben würde und erklärten, dass sie fleißig am nächsten Album arbeiteten. Innerhalb der Rap-Community entstanden eine Menge Gerüchte darüber, was bei den beiden wohl hinter der Bühne abläuft. Darauf folgte eine im Internet veröffentlichte Aufzeichnung, in welcher Ferg Brim (Havoc's Cousin) mit Prodigy telefoniert und die beiden darüber sprechen, dass Prodigy Ferg Brim an die Polizei verraten haben soll. "FOBEZDVD" veröffentlichte daraufhin ein Interview mit Ferg Brim, in welchem Ferg darüber spricht, dass Prodigy ihn verraten haben soll und er Liebesbriefe an einen ehemaligen Mithäftling geschrieben haben soll. Wenig später folgte dann wieder ein Interview mit Havoc, in welchem dieser darüber berichtet, dass es bei Mobb Deep eine "Unterbrechung auf unbestimmte Zeit" (Zitat Havoc) geben wird. Weiterhin verteidigte Havoc sich gegen einige Gerüchte über ihn und unterließ es die angeblichen "Liebesbriefe" zu bestätigen oder zu dementieren. Er bestätigte, dass es bei Mobb Deep Schwierigkeiten gibt, diese aber intern geregelt werden sollen und verweigerte die Bekanntgabe weiterer Details.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[9] Status[10]
DE AT CH US UK
1993 Juvenile Hell
1995 The Infamous 18 Gold
1996 Hell on Earth 6 Gold
1999 Murda Muzik 67 3 Platin
2001 Infamy 22 Gold
2004 Amerikaz Nightmare 96 55 4
2006 Blood Money 38 42 3
2009 The Safe Is Cracked
2011 Black Cocaine EP
2014 The Infamous Mobb Deep 49

Singles[Bearbeiten]

1993
  • „Hit It from the Back“
  • „Peer Pressure“
1995
  • „Survival of the Fittest“
  • „Shook Ones Part II“
  • „Give Up the Goods (Just Step)“
  • „Temperature’s Rising“
1996
  • „Front Lines (Hell on Earth)“
  • „G.O.D Part 3“
  • „Still Shinin’“
  • „Drop a Gem on ’Em“
1999
  • „Quiet Storm“
  • „It’s Mine“ (feat. Nas)
  • „U.S.A. (Aiight Then)“
2001
  • „The Learning (Burn)“ (feat. Noyd & Vita)
  • „Hey Luv (Anything)“ (feat. 112)
  • „Get Away“
  • „Solidified“
  • „Double Shots“ (feat. Noyd)
2004
  • „Gangstaz Roll“ (Vorab-Single aus dem Jahre 2003; nicht auf Album enthalten)
  • „Real Gangstaz“ (feat. Lil Jon)
  • „Got it Twisted“
2006
  • „Have a Party“ (feat. 50 Cent & Nate Dogg)
  • „Put Em in Their Place“
  • „Outta Control(Remix)“ (feat. 50 Cent)
  • „Give It to Me“ (feat. Young Buck)
2009
  • „Don’t Play“

Mixtapes[Bearbeiten]

  • 2002: The Dunn Language Part.1
  • 2002: The Dunn Language Part.2
  • 2003: Free Agents: The Murda Mix Tape
  • 2004: Infamous Allegiance Part One
  • 2004: The Mixtape Before 911
  • 2005: Mobb Deep: From Queensbridge To Kingston
  • 2006: G-Unit Radio Part.17 (The Best in the Bizznezz)
  • 2006: G-Unit Radio Part.20 (Still the Best in the Bizznezz)
  • 2006: More Money, More Murda
  • 2007: Infamous Archives

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d MTV.com: Mobb Deep Music Artists, zugegriffen 30. Oktober 2008 (englisch)
  2. Rolling Stone: Mobb Deep Biography: „On Juvenile Hell the duo of Prodigy and Havoc come off as Kris Kross' twisted evil twins“
  3. a b c d Billboard.com: Artists Chart History - Mobb Deep - Singles (Version vom 29. September 2007 im Internet Archive) (englisch)
  4. Rolling Stone: Mobb Deep Biography: „noisy drum samples with eerie piano and string loops“
  5. a b Laut.de: Biographie von Mobb Deep
  6. Billboard.com: Artists Chart History - Mobb Deep (Version vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive) (englisch)
  7. The Safe Is Cracked bei Amazon
  8. sixshot.com: 50 Cent Collabos With Beanie Sigel, Drops Mobb Deep From G-Unit, 11. November 2009 (englisch)
  9. Quellen: DE, AT, CH
  10. RIAA: Durchsuchbare Datenbank (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]