Mobile (Alabama)
| Mobile | |
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| Spitzname: The Port City, Azalea City, The City of Six Flags | |
Skyline von Mobile |
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Siegel |
Flagge |
| Lage von Mobile in Alabama | |
| Basisdaten | |
| Gründung: | 1702 |
| Staat: | Vereinigte Staaten |
| Bundesstaat: | Alabama |
| County: | |
| Koordinaten: | 30° 42′ N, 88° 3′ W30.694444444444-88.0430555555563Koordinaten: 30° 42′ N, 88° 3′ W |
| Zeitzone: | Central Standard Time (UTC−6) |
| Einwohner: – Metropolregion: |
195.111 (Stand: 2010) 412.992 (Stand: 2010) |
| Bevölkerungsdichte: | 639,1 Einwohner je km² |
| Fläche: | 412,9 km² (ca. 159 mi²) davon 305,3 km² (ca. 118 mi²) Land |
| Höhe: | 3 m |
| Vorwahl: | +1 251 |
| FIPS: |
01-50000 |
| GNIS-ID: | 0155153 |
| Webpräsenz: | www.cityofmobile.org |
| Bürgermeister: | Samuel Jones |
| Mobile, Alabama | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Mobile (Ausspr. [mɔʊ 'bi:l]) ist der Verwaltungssitz vom Mobile County im US-Bundesstaat Alabama, USA. Es liegt an der Mündung des Mobile River in die Mobile Bay und ist die größte Hafenstadt Alabamas.
Inhaltsverzeichnis |
Namensgebung[Bearbeiten]
Sowohl der Name des Countys, des Flusses, der Bucht als auch der Stadt leiten sich von Fort Louis de la Mobile, einer französischen Festung gegründet im Jahre 1702 (nahe dem heutigen Axis (Alabama)), ab.[1] Es wird angenommen, dass das Wort "Mobile" von "moeli" für "Paddler" aus einer Sprache der Choctaw Indianer abgeleitet wurde.[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Die Besiedlung durch Europäer begann bereits 1702 durch französische Einwanderer unter Führung von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville. Die Siedlung, die eine der ersten im Süden der heutigen USA war, lag circa 43 km nördlich von der heutigen Stadt; sie erwies sich jedoch als eher ungeeignet, da sie häufig vom Mobile River überflutet wurde.[3] Daher entschied man sich im Jahr 1711, flussabwärts zu ziehen, und gründete Dauphin Islands, eine Stadt, die 1718 sogar eine Zeitlang Hauptstadt des Louisiana-Territoriums war. Von 1724 bis 1735 wurde in Mobile das Fort Condé errichtet. Im Jahr 1763 verließen die Franzosen Fort Condé, und erst die Engländer, dann die Spanier und letztendlich die Amerikaner übernahmen die Stadt.
Im August 1864 wurde in der Schlacht in der Mobile Bay des amerikanischen Bürgerkriegs einer der letzten Häfen der Konföderierten von den Nordstaaten erobert.
Hurrikan Katrina[Bearbeiten]
Auch Mobile hatte unter Hurrikan Katrina zu leiden, der die Küste des Golfs von Mexiko am 29. August 2005 traf. Verglichen mit den Hafenstädten Waveland und Biloxi fielen die Schäden jedoch eher gering aus. Dennoch wurden Hunderte Häuser durch den starken Wind und die Überflutungen beschädigt oder zerstört. Zudem starben mindestens zwei Menschen in Autounfällen, die durch Hurrikan Katrina verursacht worden waren. Die elf-Kilometer lange erhöhte Bucht-Brücke („Bay Way“) musste geschlossen werden, weil die Sechs-Meter-Wellen die Straße zu überschwemmen drohten.
Jedoch entlang den Ufern der Mobile Bay (Bucht) war die Beschädigung sehr umfangreich: Hunderte Häuser wurden überschwemmt, und Tausende Boote und Docks wurden zerstört. Das Wasser war zwei bis sieben Meter hoch entlang den Ufern der Bucht.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Der Hafen von Mobile, der durch die Inseln am südlichen Bay sehr gut geschützt war, entwickelte sich zu einem der größten Seehäfen im Süden der USA. Durch die Baumwollverschiffung und die Navy-Präsenz gelangte die Stadt schon im 19. Jahrhundert zu Wohlstand. Heute noch ist der Hafen der wichtigste Wirtschaftsfaktor Mobiles.
Im Februar 2007 hat Airbus einen eigenen Entwicklungsstandort (Airbus Americas Engineering) in Mobile eröffnet. Diese Anlage, die mit 35 Mitarbeitern begann, ist auf einem Personalbestand von 220 (Stand: Juli 2012) gewachsen.[4] Die Gründe für den Aufbau dieses ersten Entwicklungsstandortes außerhalb von Europa liegt zum einen in der Strategie die Dollarschwankungen auch im Bereich der Entwicklung abzufedern, zum anderen soll die Verstärkung der Aktivitäten von Airbus und dem Mutterkonzern EADS die Chancen für den Absatz von zivilen und militärischen Fluggeräten in den USA verbessern. Im Juni 2012 bestätigte Airbus den geplanten Bau einer Produktionsstätte für die A320-Familie, welche in Mobile errichtet und ab dem Jahr 2016 Flugzeuge ausliefern soll.[5]
Ebenfalls in der Stadt angesiedelt ist die Mobile Refinery mit einer Kapazität von 16.700 Barrel pro Tag.[6]
Verkehr[Bearbeiten]
Im Süden von Mobile liegt die Interstate 10, die den Mobile River im George Wallace Tunnel unterquert. Im Südwesten beginnt die Interstate 65, die nach Norden bis fast nach Chicago reicht. Durch die Stadt verlaufen außerdem die U.S. Highways 43, 45, 90 und 98. Fünf Kilometer südlich der Innenstadt liegt der Mobile Downtown Airport.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Historische Architektur[Bearbeiten]
Mobile hat neoklassizistische, neugotische, italienisch anmutende und kreolische Antebellum-Architektur – also vor dem Sezessionskrieg entstandene Gebäude. Zu den späteren Architekturstilen, die in der Stadt noch häufig vertreten sind, gehören viktorianische Bauwerke, Shotgun Houses, Colonial Revival, Tudor Revival, Spanish Colonial Revival und Beaux-Arts. Anfang 2009 gab es in der Stadt neun historische Distrikte: Old Dauphin Way, Oakleigh Garden, Lower Dauphin Street, Leinkauf, De Tonti Square, Church Street East, Ashland Place, Campground, und Midtown.[7]
Über das Stadtgebiet von Mobile sind eine Reihe weiterer historischer Bauwerke verstreut. Zu den historischen Kirchenbauwerken gehören Christ Church Cathedral, die Cathedral of the Immaculate Conception, Government Street Presbyterian Church und Trinity Episcopal Church. Zwei historische römisch-katholische Klöster, Convent and Academy of the Visitation und Convent of Mercy, haben die Zeit überdauert. Die Stone Street Baptist Church ist eine in den 1840er Jahren von Afroamerikanern gegründete Kirche. Die Barton Academy ist ein historisches neoklassizistisches Schulgebäude an der Government Street. Das Bishop Portier House und das Carlen House sind zwei Beispiele von Creole Cottages in der Stadt. Das Mobile City Hospital und das United States Marine Hospital und das 1851 erbaute Washington Firehouse No. 5 sind jeweils neoklassizistische Bauwerke, die vor dem Sezessionskrieg entstanden. Das Hunter House ist ein Beispiel italienisch anmutender Architektur und wurde von einer im 19. Jahrhundert erfolgreichen afroamerikanischen Geschäftsfrau erbaut. Das Shepard House ist ein Beispiel des Queen Anne Styles. Der Scottish Rite Temple ist das einzige in Mobile noch bestehende Beispiel des Egyptian Revival Styles. Das Gulf, Mobile, and Ohio Passenger Terminal wurde im Mission Revival Style erbaut. Das Conde-Charlotte House war das erste Courthouse in Mobile und entstand auf dem Gelände des in den 1840er Jahren abgebrochenen Fort Condé.
Außerdem sind in der Stadt mehrere historische Friedhöfe vorhanden, die nach der Kolonialzeit gegründet wurden und Mobiles Campo Santo ersetzt haben, von dem keine Spuren mehr vorhanden sind. Der Church Street Graveyard hat eine Fläche von mehr als 1,6 Hektar und wurde 1819 begründet, auf dem Hohepunkt der Gelbfieberepidemien.[8] Der 1836 gegründete Magnolia Cemetery war die Hauptbegräbnisstätte in Mobile während des 19. Jahrhunderts, etwa 80.000 Bestattungen fanden hier staat.[9] Der Catholic Cemetery entstand 1848 auf Initiative der Erzbistum Mobile. Neben Bestattungen römisch-katholischer Ordensbrüder und -schwestern fanden hier einige weitere historisch bedeutende Personen ihre letzte Ruhestätte.[10] Mobiles jüdische Gemeinde besteht seit den 1820er Jahren und im Stadtgebiet gibt es zwei jüdische Friedhöfe, Ahavas Chesed Cemetery und Sha'arai Shomayim Cemetery.[11]
Botanik[Bearbeiten]
In Mobile befinden sich die Mobile Botanical Gardens, ein 404.656 m² großer botanischer Garten.
Flüsse der Stadt[Bearbeiten]
- Catfish Bayou
- Chickasaw Creek
- Milkhouse Creek
- Moore Creek
- Rattlesnake Bayou
- Red Creek
- Spring Creek
- Stone Branch
Partnerstädte[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
Vier Söhne der Stadt sind in der Baseball Hall of Fame (Ruhmeshalle des Baseballs) verewigt: Hank Aaron, Willie McCovey, Satchel Paige und Ozzie Smith.
- Hank Aaron, ehemaliger Spitzenspieler des US-Profibaseballs
- Gregory Benford, Science-Fiction-Autor und Physiker
- Yolande Betbeze, Miss America 1951
- BJ Papa, Jazzpianist
- Robert Brazile, American-Football-Spieler
- Alvin Burroughs, Jazzdrummer
- Joseph Paul Franklin, Serienmörder
- Ethan A. Hitchcock, US-Innenminister
- Robert William Howard, Profi-Wrestler (Hardcore Holly)
- Orlando Jones, Comedian und Schauspieler
- Leon Lett, American-Football-Spieler
- William A. Moody, ehemaliger Profi-Wrestler und Manager
- Fayard Antonio Nicholas, Tänzer, Sänger und Schauspieler
- Sonny Phillips, Soul Jazz-Musiker
- Ted Radcliffe, Profi-Baseballspieler und früher ein Star der Negro Leagues
- JaMarcus Russell, American Football-Spieler
- Maurice Richards, Rapper (Rich Boy)
- Eugene Sledge, Soldat, Autor und Hochschullehrer
- Ward Swingle, Leiter der Swingle Singers
- Fred Wesley, Jazzposaunist
- Cootie Williams, Jazztrompeter
Sonstiges[Bearbeiten]
- Der Country- und Rockabilly-Sänger Curtis Gordon setzte der Stadt 1956 mit dem Titel Mobile, Alabama ein musikalisches Denkmal.
- Mobile ist eine der exemplarisch ausgewählten US-Kleinstädte in Ken Burns’ Dokumentarreihe The War über den Zweiten Weltkrieg.
Quellen[Bearbeiten]
- ↑ Mobile County, Alabama history. Alabama Department of Archives and History (ADAH), abgerufen am 4. September 2012.
- ↑ John R. Swanton: The Indian Tribes of North America. Genealogical Publishing Com, 1952, ISBN 978-0806317304, S. 159.
- ↑ Jesse O. McKee; Ada Elizabeth Deer: The Choctaw. Chelsea House Publishers, 2009, ISBN 1-4381-0370-0, S. 17.
- ↑ EADS Global Website - Where we operate: Mobile, Alabama, USA. eads.com, abgerufen am 4. September 2012.
- ↑ Gesche Wüpper: Expansion: Airbus will europäische Jobs mit US-Werk sichern. Welt online, 2. Juli 2012, abgerufen am 4. September 2012.
- ↑ U.S. Energy Information Administration: Liste einiger US-Ölraffinerien (PDF; 46 kB)
- ↑ Historic Districts Maps from the Mobile Historical Development Commission. In: Alabama Historical Commission. Abgerufen am 15. Dezember 2010.
- ↑ John Sturdivant Sledge: Church Street Graveyard. In: The Alabama Review. 55, April 2002, S. 96–105.
- ↑ "Welcome to the Magnolia Cemetery Website". In: "Magnolia Cemetery website". Abgerufen am 15. Dezember 2010.
- ↑ John Sturdivant Sledge: Cities of Silence: A Guide to Mobile's Historic Cemeteries. University of Alabama Press, Tuscaloosa, Alabama 2002, S. 66–79.
- ↑ John Sturdivant Sledge: Cities of Silence: A Guide to Mobile's Historic Cemeteries. University of Alabama Press, Tuscaloosa, Alabama 2002, S. 80–89.
- ↑ a b c d e f g h i j k l Online Directory: Alabama, USA. In: SisterCities.org. Abgerufen am 5. Mai 2007 (PDF; 2,3 MB).
- ↑ Mobila Bay 2006 - An Economic Overview. In: MobileChamber.com. Abgerufen am 2007 (PDF; 2,3 MB).