Mobilgarden (Frankreich)

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Überschneidung mit Artikel Mobilgarde; 2. Wahl des Lemmas fragwürdig, auch wenn sie umgangssprachlich oft "Les mobiles" genannt wurde lautet der offizielle Namen "Garde nationale mobile" (definitiv ein Singular) und die wörtliche Übersetzung lautet 'mobile Nationalgarde'; --Re probst (Diskussion) 11:46, 11. Okt. 2012 (CEST)


Die Mobilgarden Frankreichs (Garde nationale mobile, oft kurz les Mobiles oder familiär Les Moblots) genannt, wurden per Gesetz vom 1. Februar 1868 gegründet als Hilfstruppen für die französische Armee bei der Verteidigung von Festungen, Städten, Landschaften, der Staatsgrenze sowie zur Aufrechterhaltrung der öffentlichen Ordnung im Kriegsfall. Im Deutschen wird der Begriff meist im Plural – Mobilgarden – verwendet.

Heute würde man sie wohl als paramilitärische Einheiten bezeichnen. Damals war im deutschen Sprachraum dafür der Begriff Landwehr verbreitet; heute spricht man auch von 'Territorialstreitkräften' oder Territorialheer. Die Mobilgarden als ein 'Vorläufer' der "Infanterie territoriale", die im Ersten Weltkrieg aufgestellt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Deutsch-Französischer Krieg 1870/71[Bearbeiten]

Le Bourget (Seine-Saint-Denis)

Als im Juli 1870 der französischen Kaiser Napoléon III. den Krieg erklärte (es gab noch kein Deutsches Kaiserreich), gab es die Mobilgarden nur auf dem Papier und im Bewusstsein der Bevölkerung (so äußerte es Marschall Edmond Le Bœuf), der 1870 Kriegsminister war. Die Mobilgarden waren mäßig bewaffnet und trainiert. Den Einheiten fehlte es oft an Zusammenhalt und Schulung. Zwei Monate nach der Niederlage in der Schlacht von Sedan (1. und 2. September 1870) hatte die eigentliche Armee etwa 90 % ihrer Soldaten verloren Die Mobilgarden waren in dieser Situation das 'letzte Aufgebot'. Sie widerstanden den deutschen Truppen, die Paris belagerten mehrere Monate.

Nach dem Fall von Paris waren die Stadt Belfort und die Zitadelle von Bitsch die letzten belagerten Orte in Frankreich. Hier kam es zu den letzten größeren Gefechten des Krieges. Bei der Belagerung von Belfort bestand die Garnison aus 12.800 Mobilgarde-Soldaten.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg wurden Einheiten der Mobilgarden wieder aufgestellt. Im Waffenstillstand von Compiègne (22. Juni 1940) wurden der französischen Armee 95.000 Soldaten erlaubt; davon 180 Offiziere und 6000 Mannschaften in den Mobilgarden; 3584 Offiziere und 84.516 Soldaten in anderen Einheiten.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Seconde Guerre Mondiale (1939-45) (französisch) quid.fr. Archiviert vom Original am 1. April 2009. Abgerufen am 18. Mai 2013.