Mobius Motors

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Das Emblem der Automobilmarke Mobius ist im Design sehr eng an dem des einstigen Renault-Diamanten wie auch des späteren Relief-Logos angelehnt.

Das Unternehmen Mobius Motors ist ein in Mombasa, Kenia ansässiger Automobilhersteller. Das Unternehmen existiert seit 2010 und wurde vom Informatiker Joel Jackson gegründet. Im Sommer 2011 machte das Unternehmen erstmals mit zwei Prototypen auf sich aufmerksam.

Mit dem neuen Unternehmen möchte Joel, der zuvor als Direktor beim sozialen Unternehmen namens Komaza tätig war, die Lücke der fehlenden öffentlichen Verkehrsmittel in den afrikanischen Ländern füllen. Die wichtigste Erkenntnis, welche er während seiner Arbeitszeit bei Komaza gewann, war die, dass besonders in den afrikanischen Ländern die ländliche Bevölkerung durch Unterversorgung auf Grund unzureichender Verkehrsmittel benachteiligt ist. So wird die sozio-ökonomische Entwicklung dadurch stark gehemmt, woraus sich wiederum ein extremer Engpass für künftiges Wachstum und wachsenden Wohlstand bildet. Eines der größten Probleme ist dabei im Bereich der Bildung entstanden. Viele Kinder müssen zahlreiche Kilometer zu Fuß zurücklegen, um am Unterricht der nächsten Schule teilzunehmen. Ebenso der Transport von Gütern, wie zum Beispiel der von Nahrungsmitteln, fällt für die Familien und Bauern durch die fehlenden Transportmittel sehr schwer. So sind diese gezwungen, diese Waren kilometerweit auf ihren Köpfen zu tragen. Die Transportschwierigkeiten haben aber ebenso Gemeinden, Ärzte und Krankenhäuser, bei denen durch das Fehlen der entsprechenden Verkehrsmittel eine wirtschaftliche Schwächung auftritt und bei medizinisch-ärztlichen Einrichtungen eine Unterversorgung nicht selten sogar den Tod zufolge hat.

Um für diese Zielgruppen entsprechende Verkehrsmittel anzubieten, wird besonders auf den Preis geachtet. Chinesische wie auch europäische Fahrzeuge sind für viele Bürger auf Grund der luxuriösen und teuren Sicherheitstechnik unerschwinglich. Zwar legt Mobius Motors auch einen erhöhten Stellenwert auf die Sicherheit, dennoch stehen Funktionalität und Erschwinglichkeit an erster Stelle des Kundeninteresses. Eine Kleinserienfertigung will das Unternehmen bis spätestens 2012 aufnehmen. Die Großserie, so hofft die Geschäftsleitung jedenfalls, soll gegen 2020 starten. Währenddessen sollen gelegentlich weitere Prototypen folgen.

Das erste entwickelte Modell ist der Kastenwagen bzw. Kombinationskraftwagen, mit der Bezeichnung Mobius One. Dieser baut auf einem Stahlrohr-Monocoque auf, welcher zugleich als Überrollkäfig ausgelegt ist und damit für die strukturelle Stetigkeit und Stabilität sorgt. Zur Sicherheit der Insassen existiert eine vordere und hintere Knautschzone, um Aufprallkräfte im Falle einer Kollision zu absorbieren. Auf allen fünf Sitzplätzen sind Sicherheitsgurte wie auch Nacken- und Kopfstützen vorhanden. Die Bremsanlage verfügt sowohl vorne als auch hinten über eine Einzelradaufhängung, um die erforderliche Redundanz in der Folge eines mechanischen Versagens zu gewährleisten. Das Fahrzeug ist explizit für die Bedürfnisse der afrikanischen Verbraucher konzipiert worden. So besitzt das Fahrzeug eine gute Federung, die bei unbefestigten und degradierten Straßen unerlässlich ist. Als Offroader ist das Fahrzeug mit seinen 14-Zoll-Reifen jedoch nicht anzusehen, da die Einsatzfähigkeit nur bei flacher und leicht hügeliger Landschaft liegt. Das Fahrwerk ist direkt ans Chassis montiert. Obwohl das Modell über einen großen Kofferraum verfügt, soll das Modell standardmäßig mit einem Dachgepäckträger ausgeliefert werden, um so auch den sicheren Transport größerer Gegenstände zu ermöglichen. Der verwendete Motor hat einen Hubraum von 2.000 cm³ und stammt aus dem Hause Toyota. Ebenso stammen das Getriebe, die Lenkung und die Bremsen aus dem japanischen Haus.

Der Mobius Two besitzt dasselbe Design und dieselbe technische und mechanische Ausstattung wie der One. Unterschiede liegen hier in der Motorisierung wie auch in einigen Bauteilen. So kommt hier zum Beispiel eine andere Federung zum Einsatz. Des Weiteren wird auch die Verwendung von Aluminiumblechen deutlich reduziert, die sich in der Verarbeitung als zu kostenintensiv herausstellten. Der hier verwendete Motor hat zwar ebenfalls einen Hubraum von 2.000 cm³, ist in seiner Gesamtgröße aber weitaus geringer als der des Vorgängers, um Gewicht einzusparen.

Das dritte Konzeptfahrzeug mit dem Namen Mobius Three befindet sich zurzeit in der Entwicklung. Welches Modell das erste Serienfahrzeug der Marke wird, steht momentan noch nicht fest. Der festgelegte Preis soll jedenfalls mit rund 445.000 Kenia-Schillingen noch unter dem der aus Asien importierten Autorikschas liegen.

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