Moby Prince

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Moby Prince
Die Moby Prince im Hafen von Bastia im August 1987

Die Moby Prince im Hafen von Bastia im August 1987

p1
Schiffsdaten
andere Schiffsnamen
  • Koningin Juliana
  • Holland Trade Ship
  • Koningin Juliana
Schiffstyp Fähre
Bauwerft Cammell, Laird & Company, Birkenhead
Stapellauf 2. Februar 1968
Verbleib nach Brand verschrottet
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
131,02 m (Lüa)
Breite 20,48 m
Tiefgang max. 5,10 m
Vermessung 6.682 BRT / 3.475 NRT
Maschine
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
14.592 kW (19.840 PS)
Geschwindigkeit max. 21 kn (39 km/h)
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 1.290 tdw
Zugelassene Passagierzahl 1200
Sonstiges
Registrier-
nummern

IMO-Nr. 6808806

Die Moby Prince war ein italienisches Fährschiff der Navarma Lines (der heutigen Moby Lines). Am 10. April 1991 kollidierte sie mit einem Tanker und geriet in Brand. Bei dem Unglück starben 140 Menschen.

Die Fähre wurde 1967/1968 unter der Baunummer 1331 auf der englischen Werft Cammell, Laird & Company in Birkenhead unter dem Namen Koningin Juliana gebaut. Die Kiellegung fand im April 1967, der Stapellauf am 2. Februar 1968 statt. Die Fähre wurde von der holländischen Reederei Stoomvaart Maatschappij Zeeland bis 1984 auf der Verbindung HarwichHoek van Holland eingesetzt.

Der Unglückshergang[Bearbeiten]

Um 22.23 Uhr des 10. April 1991 kollidierte die Moby Prince 2 Seemeilen vor der Hafeneinfahrt von Livorno mit dem dort auf Reede liegenden Öltanker Agip Abruzzo und fing Feuer. Bei dem Unglück starben 140 Menschen, nur ein Seemann konnte von der brennenden Fähre gerettet werden.[1] Nicht alle kamen direkt durch das Feuer um; eine Vielzahl der Passagiere kam im Hauptinnenraum, in den sie sich geflüchtet hatten, durch Rauchvergiftung ums Leben.

In massive Kritik geriet die Organisation der Rettungsmaßnahmen. So wurde der sehr schwache Hilfefunkspruch der Moby Prince offensichtlich von den Beamten der Hafenbehörde von Livorno überhört. Zudem wurden die Rettungsmannschaften nur auf die Agip Abruzzo entsandt, deren Kapitän annahm, mit einem kleinen Lastkahn zusammengestoßen zu sein. Lediglich einige wenige Freiwillige schafften es, das Deck der Moby Prince zu erreichen und einen Seemann zu retten. Obwohl dieser von weiteren Überlebenden berichtete, wurden keine weiteren Anstalten unternommen, auf die brennende Fähre zu gelangen. Als die Rettungsteams am nächsten Morgen in das Wrack vordrangen, fanden sie nur noch Leichen vor.

Die Unfallursache blieb unklar. Starker Nebel, wie zunächst angenommen, wurde durch Amateuraufnahmen als Ursache ausgeschlossen.

Das Wrack wurde später in der Türkei verschrottet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rohstoff als Bombe, Spiegel Online, 15. April 1991

Weblinks[Bearbeiten]