Mochau (Oberglogau)

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Mochau
Mochów
Mochau  Mochów führt kein Wappen
Mochau  Mochów (Polen)
Mochau  Mochów
Mochau
Mochów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Prudnik
Gmina: Oberglogau
Geographische Lage: 50° 21′ N, 17° 50′ O50.35722222222217.840833333333Koordinaten: 50° 21′ 26″ N, 17° 50′ 27″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Ortsbild mit Kapelle mit Glockenturm
Wegkreuz
Ortsbild

Mochau (polnisch: Mochów) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Mochau liegt in der Gemeinde Oberglogau (Głogówek) im Powiat Prudnicki (Kreis Neustadt O.S.) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Mochau liegt drei Kilometer nordwestlich vom Gemeindesitz Oberglogau, 20 Kilometer östlich von der Kreisstadt Prudnik (Neustadt O.S.) und 35 Kilometer südlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln).

Östlich vom Ort fließt die Hotzenplotz.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Mochau sind im Westen Deutsch Müllmen (Wierzch), im Nordwesten Polnisch Müllmen (Mionów), im Norden Blaschewitz (Błażejowice Dolne) und Leschnig (Leśnik), im Osten die Stadt Oberglogau und im Süden Dirschelwitz (Dzierżysławice).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1358 urkundlich als "Mochow" erwähnt.[1] 1388 wurde das Dreifaltigkeitsklosters gegründet.[2] Mochau bestand lange Zeit aus drei zusammenhängenden Teilen: Mochau-Freiherrlich, Mochau-Pauliner und Mochau-Gräflich. 1865 hatte Mochau-Freiherrlich 13 Bauern-, 20 Gärtner- und 8 Häuslerstellen. Der Ort besaß eine Mühle und einen Kretscham (Gaststätte). Mochau-Pauliner hatte 10 Gärtner- und 17 Häuslerstellen. Mochau-Gräflich hatte eine Bauernstelle und 3 Gärtner- und 5 Häuslerstellen, sowie eine Mühle und einen Kretscham.[1]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 548 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 31 für Polen.[3] Mochau verblieb beim Deutschen Reich. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Mochów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und seit 1999 gehört er zum Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Oberglogau, der Mochau angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Mochau.

Sehenswürdigkeiten und Denkmale[Bearbeiten]

  • Gebäude des ehemaligen Paulinerklosters mit einer Kirche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Umbau von 1910 bis 1911
  • Wegkapelle mit Glockenturm aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Wegkapelle mit einer Figur des Heiligen Nepomuk
  • Mehrere Wegkapellen
  • Mehrere Wegkreuze
  • Bildstöcke
  • Sonnenuhr

Vereine[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mochau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  2. Internetseite der Gemeinde, abgerufen im Dezember 2011
  3. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921