Modekrankheit

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Als Modekrankheiten werden Erkrankungen mit häufig unscharf definierten Symptomen verstanden, die wie eine Mode räumlich oder zeitlich begrenzt gehäuft auftreten.[1] Häufig wird dieser Begriff abwertend-kritisch verwendet.

Ursache[Bearbeiten]

Modekrankheiten entsprechen häufig dem Lebensgefühl einer Zeit. Einigen Autoren zufolge ist mit einer Modekrankheit immer ein erheblicher Krankheitsgewinn verbunden.[2] Krankheiten können aber auch scheinbar gehäuft auftreten, weil durch vermehrte mediale Präsenz ihre Symptome schneller als sonst der Krankheit zugeordnet werden.

Krankheiten, die Folge allgemeiner Lebensgewohnheiten sind (z.B. Wohlstandsdiabetes), werden eigentlich als Zivilisationskrankheiten bezeichnet. Obwohl solche Krankheiten sich klarer diagnostizieren lassen, werden sie manchmal trotzdem wegen ihres gehäuften Auftretens zu den Modekrankheiten gezählt.

weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Degler / Christian Kohlroß (Hg.): Epochen/Krankheiten. Konstellationen von Literatur und Pathologie. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2006. ISBN 978-3861103745.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. verschiedene Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 (Zugriff am 2. August 2010): „Mo/de/krank/heit, die: nach Art einer Mode verbreitete Krankheit (mit eingebildeten od. unklaren Symptomen).“
  2. Rolf Löchel: Mode- und Epochenkrankheiten. Abgerufen am 2. August 2010.