Modell der Stadt Osnabrück

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Ein Vorbild für das Stadtmodell war die nicht genordete Karte Wenzel Hollars aus dem Jahr 1633 mit der Petersburg unten links
Modell der Altstadt am Domhof
Koordinaten52.2776318.043559

Das Modell der Stadt Osnabrück ist eine dreidimensionale Darstellung der niedersächsischen Stadt Osnabrück.

Das Modell ist im Obergeschoss des Osnabrücker Rathauses ausgestellt. Es zeigt die Stadt im Maßstab 1:600 während des Dreißigjährigen Kriegs.

Angefertigt wurde das Modell zwischen 1955 und 1957 von dem Genremaler und Bühnenbildner Heinrich Bohn (1911–1990). Als Vorlage diente ihm neben anderen Darstellungen aus der Zeit der schwedischen Belagerung der Stadt eine Karte von Wenzel Hollar aus dem Jahr 1633. Der Kupferstich befindet sich im Kulturhistorischen Museum.

Im Zentrum des Modells stehen der Dom St. Peter und die Kirche St. Marien sowie das Rathaus der Stadt. Auch der charakteristische Bucksturm ist dargestellt. Es zeigt außerdem die von Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg im Zuge der Gegenreformation zur Überwachung der Stadt errichtete Petersburg, die von den Einwohnern der Stadt nach dem Westfälischen Frieden 1648 niedergelegt wurde.

Das Modell hatte einen Vorgänger, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.[1]

Für das Kulturgeschichtliche Museum der Stadt entstand anlässlich der Europaratsausstellung des Jahres 1998 unter dem Titel „1648 – Krieg und Frieden“ ein weiteres Stadtmodell im Maßstab 1:500.

Im öffentlichen Raum Osnabrücks befindet sich außerdem ein Modell der Altstadt auf dem Domhof. Es wurde von den drei Rotary Clubs Osnabrücks gestiftet und soll insbesondere Blinden einen Eindruck vom Stadtbild ermöglichen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Osnabrücker Museumsgeschichte, Kapitel 3, S. 165 (PDF-Datei; 755 kB)
  2. Modell der Altstadt auf dem Domhof

Koordinaten52.2776318.043559