Moderne hebräische Literatur

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Die Moderne hebräische Literatur geht auf das 18. Jahrhundert zurück und ist in der modernen hebräischen Sprache verfasst. Sie ist heute die Literatur des jüdischen Volkes.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Hebräische, die Sprache der Tora, zunehmend von einer Sakralsprache zu einer gesprochenen Nationalsprache, dem Iwrith, und wurde von diesem Zeitpunkt an auch zum Schreiben moderner Prosa, Dichtung und Dramatik verwendet.

Diese Entwicklung fand zunächst außerhalb von Israel, hauptsächlich unter den Juden in Osteuropa, statt. Der Beginn der hebräischen Literatur in Erez Israel wird mit der zweiten Alija (1904-1914) angesetzt, als eine Gruppe von literarischen Vordenkern wie Samuel Agnon, Josef Chaim Brenner, Mosche Smilansky, David Shimoni und Jakob Fichmann einwanderten. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde hebräische Literatur hauptsächlich in Osteuropa geschrieben. Nach dem Krieg und der Oktoberrevolution emigrierten viele hebräische Schriftsteller nach Palästina, so dass zu dieser Zeit die hebräische Literatur in Palästina im Wesentlichen eine Fortsetzung der europäischen Tradition bildete.

1921 gründeten 70 Autoren in Tel Aviv die "Vereinigung der hebräischen Schriftsteller", mit dem erklärten Ziel, zum Schutz und zur Förderung der hebräischen Literatur und geistiger Interessen zusammenzuarbeiten. In dieser Zeit erschienen die ersten Literaturzeitschriften: Ha-Adamah („Die Erde“), herausgegeben von Brenner, und Ma'abarot („Übergangslager“), herausgegeben von Fichmann. Seit den 1920er Jahren wurde Palästina zum beherrschenden Zentrum des hebräischen literarischen Schaffens. Dies umso mehr, als sich der Zionismus, die Idee der Rückkehr nach Zion, von einer Glaubensvorstellung in eine politische Kraft umzuwandeln begann. Die bedeutenden Schriftsteller der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Bialik, Achad Ha'am, Tschernichowski - verbrachten alle ihre letzten Lebensjahre in Tel Aviv, und obwohl diese Zeitspanne nicht den Höhepunkt ihrer Kreativität darstellte, übten sie auf jüngere Autoren in Israel einen großen Einfluss aus.

Zur zweiten Schriftstellergeneration gehören unter anderem Uri Zvi Greenberg und Abraham Shlonsky, welche sich nicht mehr in erster Linie auf europäische Wurzeln beriefen, sondern im Land Israel das erwünschte Gegenmittel zur Wurzellosigkeit in der Diaspora fanden. Die dritte Generation, mit Autoren wie S. Yizhar und Mosche Schamir, begann ihr Wirken zur Zeit des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948. Eine Gruppe namens "Kanaaniter" versuchte zu dieser Zeit den Zusammenhang zwischen Israelis und sonstigen Juden zu bestreiten. Wichtige Autoren aus dieser Zeit sind ebenfalls Nathan Alterman und Leah Goldberg.

Das Siegesgefühl nach dem gewonnenen Krieg 1948 wich bald einer Leere, in der neue Werte gesucht wurden. Seit den Sechzigerjahren wird die israelische Kultur in einen größeren Zusammenhang gestellt, wobei weniger die einzigartigen Aspekte des jüdischen Lebens und Israels, als vielmehr universale Werte hervorgehoben werden.

Einige israelische Schriftsteller sind in Übersetzungen, darunter auch im Deutschen, bekannt. Zu ihnen zählen A.B. Yehoshua, Amos Oz, Ephraim Kishon, Batya Gur, David Grossman, Eli Amir, Zeruya und Meir Shalev, Etgar Keret und viele andere. Israels Literatur weist mit Shmuel Yosef Agnon auch einen Träger des Literaturnobelpreises auf.

Literatur[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Zeitschriften[Bearbeiten]

  • Gershon Shaked (Hrsg.): Modern Hebrew Literature: MHL.
  • Prooftexts: A Journal of Jewish Literary History.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]