Modist

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Dieser Artikel behandelt den Handwerksberuf. Zum frühneuzeitlichen Modista oder Modist genannten Schreiblehrer und Kalligraphen siehe Schreibmeister.
Damenhutgeschäft um 1900 als Puppenkaufladen

Ein Modist oder eine Modistin, früher auch Putzmacherin genannt, fertigt heutzutage Kopfbedeckungen für Damen und ist insofern das Pendant zum Hutmacher (Herstellung von Herrenhüten). Der Beruf wird überwiegend von Frauen ausgeübt, dennoch gibt es auch berühmte männliche Modisten, wie beispielsweise Philip Treacy und Stephen Jones.

Die Produktpalette eines Modistenateliers umfasst beispielsweise Filzhüte für den Winter, Strohhüte für den Sommer, Haargestecke für verschiedene Anlässe (Hochzeit, Trauer, Feierlichkeiten), Stoffhüte und -kappen sowie Pelzmützen.

Der Beruf der Modistin umfasste früher weitere Betätigungsfelder. So befasste sie sich insbesondere in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit der modischen Ausstattung von Kleidern. Auf Grund der zeitaufwendigen und teuren Herstellung der von Schneidern gearbeiteten Kleider konnte ein Kleid von einer Modistin durchaus auch mehrfach in seinen modischen Details überarbeitet werden.

Bekannte Modistinnen waren Rose Bertin, deren wichtigste Kundin die französische Königin Marie Antoinette war, Goethes Ehefrau Christiane und die Schauspielerin Evelyn Meyka. Die wohl berühmteste war Coco Chanel.

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