Moguai

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Moguai (2011)

Moguai ist das Pseudonym von André Tegeler. Er ist Musikproduzent, DJ und Radiomacher aus Marl. Er ist der Ehemann der Schauspielerin Birte Glang.

Moguais DJ-Sets sind ein Mix aus Tech-House, Progressive House, Big Beat und Electro House, wobei er immer zwischen den verschiedenen Genres springt und hierbei die Hörer auf eine musikalische Reise mitnimmt. Anfang der 1990er Jahre gab sich Tegeler den Namen Moguai und startete mit selbstorganisierten Partys im Ruhrgebiet und Münsterland seine Karriere als DJ. Moguai war durch seinen frühen Start mit der elektronischen Tanzmusik einer der ersten "Techno DJs" in Deutschland und somit neben Paul van Dyk, WestBam und Sven Väth einer der Pioniere.

Mittlerweile gehört Moguai zu den erfolgreichsten deutschen DJs auf internationalem Terrain und spielt weltweit in Clubs und auf Festivals, wie unter anderem beim Sun Burn Festival (Goa/Indien), beim EDC (Las Vegas/USA), auf der offizielle Abschlusskundgebung der Love Parade (Deutschland) vor 750.000 Menschen, Womb (Tokio/Japan), Razzmatazz (Barcelona/Spanien), Mondays Social (Los Angeles/USA), auf der Summer Days Festival Tour (Australien), NRG (Amsterdam/Niederlande), Bed Bangkok (Thailand), Kaballah Festival (Sao Paulo/Brasilien), Mansion (Miami/USA), Supermarket (Zürich/Schweiz), auf der Nature One (Deutschland), Club Volume (Seoul/ Südkorea) oder im Zouk (Singapur/Singapur und Kuala Lumpur/Malaysia).

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Moguai und Birte Glang (Life Ball 2013)

Moguai absolvierte nach seinem Realschulabschluss eine zweijährige Metzgerlehre im elterlichen Betrieb und wurde der jüngste Metzgergeselle in Nordrhein-Westfalen. Hiernach setzte er seine schulische Laufbahn fort, machte das Abitur am Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Recklinghausen und begann nach dem Zivildienst das Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Zeitgleich fällt auch der Start seiner musikalischen Laufbahn.

1994 bereits produzierte Moguai zusammen mit Jürgen Driessen seine erste Platte Best Before End EP, die auf dem Essener Label Important Records veröffentlicht und in Ramon Zenkers Studio (Produzent von Hardfloor und Bellini) in Düsseldorf aufgenommen wurde. 1995 arbeitete Moguai mit Phil Fuldner zusammen und gründete mit ihm ein eigenes Studio, die sogenannten PUNX Studios. Ihre größten Erfolg feierten die beiden Musiker mit The Final, ihrer Version der Titelmelodie der Kult-Mangaserie Captain Future, sowie dem Drumtitel Beatbox, der es als erster instrumentaler Drumtitel überhaupt schaffte, sich 10 Wochen in den deutschen Top40 von Media Control zu halten.

Auch als Remixer machte sich Moguai in dieser Zeit einen Namen: Er arbeitete für hochrangige und bekannte Künstler wie Giorgio Moroder, Yves de Ruyter, Timo Maas, Planet Funk, Talla 2XLC, Cosmic Baby, B.B.E., Fischerspooner und 2raumwohnung.

Als Produzent arbeitete er 2002 und 2003 unter anderem mit den zwei international erfolgreichsten, britischen Girlbands Sugababes und Girls Aloud zusammen. Beide produzierten Titel In the Middle (Sugababes) und Something kinda oooh (Girls Aloud) basieren auf Moguais Singles U Know Y" und "Get On. Für beide Projekte wurde Moguai mit Doppel-Platin-Schallplatten in England ausgezeichnet.

Durch seine Arbeit als Remixer kam es unter anderem auch es zu einer Zusammenarbeit zwischen Moguai und 2raumwohnung. Die daraus entstandene Single Sasha (Sex Secret) erreichte mit dem dazugehörigen Album "Es wird Morgen" 2005 Goldstatus.

Eine neue Phase Moguais Schaffens begann 2009. Seitdem veröffentlicht Moguai seine Musik auf dem Label des kanadischen Super-Star DJs und Musikproduzenten Deadmau5, dessen Markenzeichen ein Mauskopf ist und mit dem dieser auch auftritt.

Im April 2010 veröffentlichte Moguai sein Debütalbum We Ar Lyve mit den Single Auskopplungen Impereal, Nyce und Oyster. Damit gehört Moguai neben Deadmau5 und Skrillex, der 2012 drei Grammys gewonnen hat, zu den ersten Acts des Labels Mau5trap, die ein Album veröffentlicht haben.

Im März 2011 erschien in Kooperation zwischen den Labels Mau5trap und Beatport Moguais Lyve from Beta-Musikcompilation. Bei dieser ist es dem Hörer möglich, das DJ-Set, das Moguai in Denver (USA) in dem Club Beta aufgenommen hatte, mithilfe der Musiksoftware Ableton nachzuspielen, umzustrukturieren oder Teile zu ersetzen. Das ganze Setup enthält nur eigens produzierte Titel von Moguai, der diese Titel in allen einzelnen Spuren (Bass, Drums, Melodien, Gesang) zur Verfügung stellte. Dieses Projekt brachte Moguai dazu, seine DJ-Sets und Auftritte mit Live-Elementen zu kombinieren, so dass er in diesem Bereich einer der wenigen DJs ist, die das DJing mit dem Live spielen verbinden.

Mit dem Release des Album, der Kompilation und des internationalen Tourings wurden verstärkt auch immer mehr internationale Stars und Acts auf Moguai aufmerksam, so dass er seither auch als Remixer für Künstler wie Britney Spears, Beyoncé, Fatboy Slim, Underworld, Afrojack oder Felix da Housecat tätig wurde.

Moguais zweites Album namens "Mpire", für das er unter anderem mit Kosheen, Fiora Cutler, Polina und Tommy Trash zusammenarbeitete, erschien im Januar 2012 ebenfalls auf dem Label Mau5trap.

Radio[Bearbeiten]

Seit 2000 ist Moguai als Radio-DJ und Moderator bei 1 Live (Westdeutscher Rundfunk/WDR) ein fester Bestandteil des Formats 1LIVE Rocker, das jeden Sonntag von 00:00 bis 2:00 zu hören ist. Hierbei spielt Moguai immer die ersten 60 Minuten, wobei die zweite Stunde einem immer wechselnden Gast-DJ gehört. Gäste waren beispielsweise: Avicii, Paul van Dyk, Ferry Corsten, Digitalism oder die Turntable Rocker.

Beim Radiosender MDR Sputnik ist Moguai seit 2007 Teil der Sendung Sputnik Residents und dort jeden dritten Samstag im Monat im Programm zu hören.

2008 startete Moguai seinen eigenen monatlichen Podcast Punx Up The Volume, der auch als Radiosendung unter anderem in den UK, den USA, Australien, Russland oder Brasilien zu hören ist. Über 15.000 Abonnenten laden und lauschen monatlich seinem einstündigen Podcast. Seit 2009 gibt es zudem jeden vierten Donnerstag ein gleichnamiges, zweistündiges Format beim deutschen Radiosender Sunshine Live.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2002 Magazin Raveline Shooting Star
2002 Magazin Raveline National Best Top 5 DJ
2002 Magazin Raveline Single U Know Y Best Track
2003 Public Propaganda Award U Know Y Best Selling Vinyl
2004 Bester internationaler elektronischer Artist in Neuseeland
2004 Universal Records Doppel-Platin Schallplatten für In the Middle (Sugababes)
2005 BMG Goldene Schallplatte für das Album Es wird morgen (2raumwohnung)
2006 Universal Records Doppel-Platin Schallplatten für Something Kinda oooh (Girls Aloud)

Diskografie[Bearbeiten]

Moguai während der Abschlusskundgebung der Loveparade 2007 in Essen
Moguai während der Abschlusskundgebung der Loveparade 2007 in Essen
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Three (Sugababes mit der von Moguai produzierten Single "In The Middle")
  DE 10 27.10.2003 (28 Wo.)
  AT 21 27.10.2003 (14 Wo.)
  CH 9 27.10.2003 (25 Wo.)
  UK 3 27.10.2003 (39 Wo.)
Es wird Morgen (2raumwohnung mit der von Moguai produzierten Single "Sascha (Sex Secret)")
  DE 2 30.08.2004 (14 Wo.)
  AT 15 30.08.2004 (7 Wo.)
  CH 24 30.08.2004 (7 Wo.)
Singles
The Final
  DE 7 25.03.1998 (13 Wo.)
  AT 10 03.05.1998 (12 Wo.)
  CH 16 12.04.1998 (11 Wo.)
S-Express
  DE 73 07.12.1998 (1 Wo.)
Beat Box
  DE 45 03.08.1998 (9 Wo.)
Miami Pop
  DE 41 20.08.2001 (7 Wo.)
  CH 83 23.09.2001 (6 Wo.)
U Know Y
  DE 35 19.08.2002 (9 Wo.)
Get:On
  DE 76 28.07.2003 (2 Wo.)
Sasha (Sex Secret) (2raumwohnung & Moguai)
  DE 96 04.04.2005 (2 Wo.)
Something Kinda Oooohh (Girls Aloud)
  UK 3 28.10.2006 (15 Wo.) [1]
Mammoth (mit Dimitri Vegas & Like Mike)
  DE 90 12.07.2013 (… Wo.)
[2]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Artist Label
2010 We Ar Lyve MOGUAI Mau5trap
2012 Mpire MOGUAI Mau5trap

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Artist Label
1994 Best Before End EP MOGUAI Important Records
1995 Torque Flight MOGUAI Important Records
1997 Suicide Commando Echopark Fuel/Eastwest
1998 Beatbox/Higher Dial M for MOGUAI Superfly/Kosmo
1998 Bang the Drum Dial M for MOGUAI Superfly/Kosmo
1998 The Final Phil Fuldner Superfly/Kosmo
1999 Go high/Are you different Dial M for MOGUAI Punx/Kosmo
1999 King of Rock Dial M for MOGUAI Kosmo
1999 S Express Phil Fuldner Punx/Kosmo
2000 Into Another Talla 2XLC calls MOGUAI Tetsuo
2000 Miami Pop Phil Fuldner Kosmo
2001 Supernatural Nature One Inc. Fuel/Eastwest
2001 The Rock MOGUAI pres. Punx PUNX/Eastwest
2001 U Know Y MOGUAI PUNX/BMG/ Ministry of Sound Australien
2002 Get:On MOGUAI PUNX/Superstar/ Ministry of Sound Australien
2003 Gipsy Gipsy Polo/Silly Spider
2003 Freaks MOGUAI PUNX/Superstar/ Ministry of Sound Australien
2004 In the Middle Sugababes Universal/World
2004 Old N New/ Go ahead MOGUAI PUNX/Superstar
2005 Y.E.A.H. PUNX PUNX
2005 Live at the Kink Australia Romeo Engine PUNX
2005 Sasha (Sex Secret) MOGUAI & 2raumwohnung Punx/It Sounds/Sony BMG
2006 I want, I need, I love MOGUAI for Sensation White PUNX/ID & T/ Kontor
2006 Tonight MOGUAI PUNX
2006 Ataque MOGUAI PUNX
2007 Freaks 2007 MOGUAI & Tocadisco Superstar
2007 Robot Soul MOGUAI Superstar
2007 Something Kinda ooh Girls Aloud Universal
2007 Fling Girls Aloud Universal
2007 The Beat Goes On Guiamo Hope
2008 Diamond Back/Ray MOGUAI & Zenker BluFin
2008 Kick Out The Jam MOGUAI PUNX/IO Music
2008 Sittin On Chrome MOGUAI Kontor
2008 Still Sittin On Chrome MOGUAI vs. Sebastian Ingrosso Refune
2008 Wild Thing MOGUAI vs. Tone Loc Delicious Vinyl
2008 Beat Box Dial M for MOGUAI PUNX
2009 The Trip MOGUAI Toca 45
2009 ZYVOX MOGUAI Mau5trap
2009 Lyve/Impereal MOGUAI Mau5trap
2009 I.D.Y. (I Dance You) MOGUAI PUNX
2009 Oyster MOGUAI Mau5trap
2010 Nyce/Blau MOGUAI Mau5trap
2010 8001/Stay Planetary EP MOGUAI Mau5trap
2010 Get Fresh MOGUAI Skint Records
2010 We Want Your Soul MOGUAI Size Records
2011 Original Hardcore MOGUAI & WestBam Skint Records
2011 Optinuum MOGUAI Mau5trap
2011 Beat Of The Drum feat. SOFI MOGUAI Mau5trap
2011 Ya Mama (Push The Tempo) Fatboy Slim vs. MOGUAI Skint Records
2011 Oxygen feat. Fiora MOGUAI Mau5trap
2012 Mpire MOGUAI Mau5trap
2012 Lyme (MOGUAI's Crushed Lyme Mix) MOGUAI Mau5trap
2012 In n'Out (Tommy Trash Club Mix) MOGUAI & Tommy Trash Mau5trap
2012 Brunette AN21 & Max Vangeli vs. MOGUAI SIZE Records
2013 Mammoth Dimitri Vegas, MOGUAI & Like Mike Spinnin Records
2013 Champs MOGUAI Size Records
2013 PunkOmat MOGUAI Punx Records
2013 When I Rock MOGUAI Punx Records
2013 Can't Stop feat. Niles Mason MOGUAI Spinnin Records
2014 ACIIID MOGUAI Spinnin Records

Remixe[Bearbeiten]

Jahr Titel Artist Label
1999 Sketches in the Spring Cosmic Baby Intercord
1999 To the Rhythm Yves Deruyter Bonzai Records
1999 Too Much Rain United DJs for Central America CDL
1999 Overdrive DJ Sandy vs. Housetrap Kosmo
2000 Feel It Inaya Day Positiva UK
2000 The Baguio Track Luzon Yoshitoshi Records
2000 Light Speed Oliver Lieb DATA
2001 7Colours Lost Witness EMI
2001 Island Orinoko Dance Division
2001 I`m Not Homesick Santos ZYX Music
2002 Emerge Fischerspooner Ministry Of Sound USA
2002 Ich und Elaine 2raumwohnung It Sounds/Sony BMG
2002 Xpress 2 vs. David Byrn Lazy Skint Records
2003 Who Said (Stuck in the UK) Planet Funk Illustrious/Sony UK
2005 Die Nacht Schiller & Thomas D Universal Music
2005 Geht`s noch Roman Flügel Cocoon Recordings
2006 Casino NU NRG Vandit Records
2006 Nichts von alledem (tut mir leid) Rosenstolz Universal Music
2006 Sweet Child of Mine Flat Pack We Play
2008 1, 2, 3... Alexander Marcus Kontor
2008 Cracks Meat Katie Lot49
2008 Tabasco Kohlbecker & Eilmes We Play
2009 This Must Be It Röyksopp Wall of sound
2009 Hell Yeah UAF Anthem Sony Music AU
2009 Release Me Agnes Warner Music
2009 Leave Me Amor Ryskee We Play
2009 Float My Boat Lazy Jay Big&Dirty/We Play/News
2009 Supply and Demand Fischerspooner DIM MAK USA
2009 Slide Funkerman Flamingo Records
2009 Quadrillion Big World feat. Markus Binapfl PUNX
2009 Let`s Get Bleeped Tonight Dada Life Big & Dirty
2009 One Time We Lived Moby Little Idiot
2010 Dynamik Michael Woods Mau5trap
2010 Song for a Girl Moonbeam Blackhole Recordings
2010 Black Magic The Green Children Knightingale
2011 Get on You Xpress 2 Skint Records
2011 Zaman Felix Da Housecat Doorn Records
2011 Bangduck Afrojack Wall Recordings
2011 Diamond Jigsaw Underworld OM Recordings
2011 I Wanna Go Britney Spears JIVE
2011 Never Will Be Mine Rye Rye & Robyn Interscope USA
2011 Best Thing I`ve Never Had Beyoncé JIVE
2012 I'm not leaving feat. Martha Reeves and the Funk Bros. The Crystal Method Tiny E Music
2012 Keep Running the Melody feat. Kreesha Turner Wally Lopez EMI Spain
2012 Dark Side Kelly Clarkson RCA Records
2012 Steve Jobs feat. Angger Dimas Steve Aoki Ultra Records
2012 Extreme Ways (Bourne's Legacy) Moby Little Idiot

Moguai-Compilations[Bearbeiten]

Release Titel Artist Label
1996 The Club Tribune MOGUAI SPV
1999 Cosmonauts by MOGUAI MOGUAI BMG
1999 Dorian Grey Techno Club MOGUAI Sony Music
2002 Headliners MOGUAI Ministry of Sound
2002 Live at the Kink Australia MOGUAI Ministry of Sound Australia
2005 Worldleague Vol. I MOGUAI Silly spider
2007 Sea of Love Vol. I MOGUAI Big City Beats
2008 I Am X MOGUAI PUNX/Kontor
2009 Punx Up the Volume MOGUAI Ministry Of Sound
2011 Lyve from Beta Denver MOGUAI Mau5trap

SAMPLE Packs[Bearbeiten]

Release Titel Artist Label
2009 The Sample Boutique MOGUAI pres. Loopmasters Loopmasters
2011 Lyve Elements MOGUAI Mau5trap/Sample to Sample

Komplette Diskografie von Moguai bei Discogs (englisch)

Fernsehen[Bearbeiten]

Moderator von...

MTV:

  • Chillout Zone
  • Party Zone
  • Select
  • In touch

VIVA:

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://chartarchive.org/r/32529
  2. Chartquellen: Deutschland

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moguai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien