Moguer

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Gemeinde Moguer
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Moguer
Moguer (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Huelva
Comarca: Comarca metropolitana de Huelva
Koordinaten 37° 16′ N, 6° 50′ W37.266666666667-6.833333333333351Koordinaten: 37° 16′ N, 6° 50′ W
Höhe: 51 msnm
Fläche: 204 km²
Einwohner: 21.209 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 103,97 Einw./km²
Postleitzahl: 21800
Gemeindenummer (INE): 21050 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Juan Jose Volante Padilla (PP)
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Map of Moguer (Huelva).png
Pfarrkirche Nuestra Señora de la Granada

Moguer ist eine spanische Stadt in der Provinz Huelva, in der Autonomen Region Andalusien. Am 1. Januar 2013 lebten dort 21.209 Einwohner. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 204 km² und eine Bevölkerungsdichte von 104 Ew./km². Der Ort liegt 51 m über dem Meeresspiegel und 19 Kilometer von der Provinzhauptstadt Huelva sowie 80 km von Sevilla entfernt.

Moguer ist der Geburtsort des Nobelpreisträgers Juan Ramón Jiménez.

Geschichte[Bearbeiten]

Das arabische Mogauar oder Moquer wurde um 1240 vom Santiagoorden erobert und zunächst unter dessen Gerichtsbarkeit gestellt. Später war der Ort von Niebla abhängig.

Im 14. Jahrhundert entwickelte er sich zur Kleinstadt. Die Burg aus Almohadenzeit wird erweitert und das Kloster Santa Clara angelegt. Ende des 15. Jahrhunderts wurde hier die Karavelle „La Niña“ vom Stapel gelassen und einige Einwohner der Stadt nahmen an Kolumbus' Entdeckungsreisen teil.

1642 erhielt Moguer von Philipp IV. die Stadtrechte.

Beim Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 wurden auch hier die meisten Häuser zerstört. Nur Teile der Burg und des Klosters Santa Clara blieben erhalten

Im 19. Jahrhundert verlor Moguer den Wettstreit um den Titel der Provinzhauptstadt.

Am 24. Dezember 1881 wurde hier der Poet Juan Ramón Jiménez geboren, der 1956 den Literaturnobelpreis erhielt. Sein bekanntestes Werk ist „Platero und ich“.

Im 20. Jahrhundert erlitt der Weinanbau aufgrund einer Reblaus-Plage einen wirtschaftlichen Niedergang. Erst in den 1970er Jahren stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage wieder, nachdem Erdbeerplantagen angelegt wurden. Heute ist die Stadt der Haupterzeuger für Erdbeeren in Spanien.

1993 besuchte Papst Johannes Paul II. im Rahmen seiner Spanienreise auch die Stadt Moguer.

Moguer / Ansicht 1

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Convento de Santa Clara: das Kloster wurde 1337 gegründet.
  • Pfarrkirche Nuestra Señora de la Granada: aus dem 18. Jahrhundert Sie wurde nach dem Erdbeben von Lissabon anstelle ihrer Vorgängerin – einer Kirche im Mudéjar-Stil aus dem 14. Jahrhundert – errichtet.
  • Rathaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
  • Convento de San Francisco: das Kloster wurde Ende des 15. Jahrhunderts begonnen und in den 70er Jahren des 16. Jh. vollendet. Retabel aus dem 18. Jahrhundert.
  • Burg: von den Almohaden erbaut und im 14. Jahrhundert restauriert und erweitert.
  • Geburtshaus von Juan Ramón Jiménez.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moguer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Moguer – Statistische Daten der Regionalregierung von Andalusien (spanisch)