Mogwai (Fabelwesen)

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Ein Mogwai (aus dem Kantonesischen 魔怪 „mo gwai“ mit der Bedeutung „Monster“, „böser Geist“, „Teufel“ oder „Dämon“) ist ein Fabelwesen der chinesischen Mythologie.

Nach der traditionellen chinesischen Auffassung handelt es sich bei Mogwais um dem Menschen feindlich gesinnte Dämonen, die oftmals Böses im Schilde führen. Man erzählt, dass die Kreaturen eigene Paarungszeiten verfolgen, die im jahreszeitlichen Verlauf auf die Regenzeit fallen.[1] Heutzutage beschreibt Mogwai für gewöhnlich einen bösen Geist oder eine Kreatur. In daoistischen Exorzismusritualen werden Schwerter, die aus Pfirsichbaumholz gefertigt wurden, zur Abwehr von Mogwais verwendet. Ebenso werden vielerorts zur Abwehr der Dämonen (falsche) Geldscheine verbrannt und somit als Opfer dargebracht, um weiteres Unheil abzuwenden.

In der westlichen Kultur wurde im Film Gremlins – Kleine Monster von 1984 ein Mogwai namens Gizmo gezeigt. Bei Gizmo handelt es sich um eine kleine, flauschige Kreatur, die neugierig und freundlich ist, jedoch bei falscher bzw. unsachgerechter Behandlung Verheerendes anrichten kann.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Qiguang Zhao, Chinese Mythology in the Context of Hydraulic Society, Asian Folklore Studies, Vol. 48, No. 2 (1989), S. 231–246.