Mohammed Atta

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Dieser Artikel beschreibt den Attentäter Mohammed Atta. Der Gouverneur der afghanischen Provinz Balkh ist unter Atta Mohammad Noor zu finden.
Führerschein-Foto von Mohammed Atta

Mohammed Atta (mit vollem Namen Muḥammad Muḥammad al-Āmir ‘Awaḍ as-Sayyid ‘Aṭā' - arabisch ‏محمد عطا السيد‎, DMG Muḥammad ʿAṭṭā as-Sayyid, * 1. September 1968 in Kafr asch-Schaich, Ägypten; † 11. September 2001 in New York) war ein islamistischer Terrorist und einer der Attentäter der Terroranschläge am 11. September 2001.

Leben[Bearbeiten]

Mohammed Atta als Student (links)

Atta wurde in Kafr asch-Schaich geboren, einer ägyptischen Stadt im Nildelta. Sein Vater war Rechtsanwalt. Er besaß auch einen saudi-arabischen Pass. Atta wuchs in Kairo auf und schloss ein Architekturstudium mit einem Diplom ab. Danach zog er nach Deutschland und studierte unter dem Namen Mohamed el-Amir von 1992 bis 1999 Städtebau/Stadtplanung an der Technischen Universität Hamburg-Harburg; er beendete das Studium als Diplomingenieur für Stadtplanung. Das Thema der Diplomarbeit war Khareg Bab-en-Nasr. Ein gefährdeter Altstadtteil in Aleppo. Stadtteilentwicklung in einer islamisch-orientalischen Stadt, die Betreuer waren Dittmar Machule und Wolfram Droth. Von 1998 bis 2001 wohnte Atta gemeinsam mit Ramzi Binalshibh und Said Bahaji, die mutmaßlich ebenfalls der Hamburger Terrorzelle angehörten, in der Marienstraße 54 in Eißendorf.[1]

Anschläge des 11. September 2001[Bearbeiten]

Atta war einer der fünf Entführer von American-Airlines-Flug 11, des ersten Flugzeugs, das bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten um 8:46 Uhr in den Nordturm des World Trade Center gesteuert wurde. Die anderen waren Abdulaziz al-Omari, Satam al Suquami, Wail al Shehri und Waleed al Shehri.[2] Vermutlich war Atta ihr Anführer und flog das Flugzeug. Er kam bei dem Anschlag ums Leben. Wie alle Terroristen des 11. Septembers gehörte Atta der salafistischen Richtung des Islam an.[3] Das US-amerikanische Senate Intellegence Comittee stellte später fest, dass es keine Prager-Verbindung zwischen dem Irak unter der der Regierung Saddam Husseins und Mohammed Atta gegeben habe[4].

Popkultur[Bearbeiten]

In der zweiteiligen Miniserie The Path to 9/11 – Wege des Terrors wird Atta von Martin Brody dargestellt. Darin wird die Handlung des Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 und die der Terroranschläge am 11. September 2001 rekonstruiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Steven A. Atkins: Mohamed Atta. In Peter Chalk (Hrsg.): Encyclopedia of Terrorism. ABC-Clio, Santa Barbara, Denver und London 2012, S. 68 ff.
  • Thomas H. Kean (Hrsg.): The 9/11 Commission Report. W W Norton & Co, New York 2004, ISBN 0-393-32671-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mohammed Atta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prüfungsbescheinigung der TUHH
  2. The FBI releases 19 photographs of individuals believed to be the hijackers of the four airliners that crashed on September 11, 01 - Pressemitteilung des FBI National Press Office vom 28. September 2001
  3. Süddeutsche Zeitung: Radikal-islamische Missionierung. Im Auftrag des Herrn, vom 9. April 2012, abgerufen am 10. April 2012
  4. http://www.mcclatchydc.com/2008/06/05/39963/senate-committee-bush-knew-iraq.html