Mohammed Nadir Schah

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Dieser Artikel bezieht sich auf einen afghanischen Schah des 20. Jahrhunderts, für den gleichnamigen persischen Herrscher des 18. Jahrhunderts siehe Nadir Schah
König Mohammed Nadir Schah

Mohammed Nadir Schah, (Paschto: ‏محمد نادر شاه‎‎; * 10. April 1883 in Dehradun (Heutiges Indien); † 8. November 1933 in Kabul) war von 1929 bis zu seiner Ermordung König von Afghanistan .

Nadir Schah war unter Amanullah Khan Kriegsminister gewesen und spielte eine große Rolle im afghanischen Krieg gegen Großbritannien von 1919, der schließlich zur vollständigen Unabhängigkeit des Landes 1922 führte. Kurz danach fiel er in Ungnade und ging ins Exil nach Frankreich.

Als Abkömmlinge einer Nebenlinie Amanullahs erhoben sich Nadir Schah und drei seiner Brüder (darunter Sardar Mohammed Hashim Khan, Sardar Mohammed Aziz Khan und Sardar Schah Mahmud Khan) 1929 zum Sturz des nur kurz regierenden Königs Habibullah Kalakâni. Habibullah hatte König Amanullah mit Hilfe einer Meuterei einiger Ulama und Stammesführer zur Abdankung gezwungen und eine nicht-paschtunische Herrschaft errichtet. Mit britischer Unterstützung wurde Habibullah aus Kabul vertrieben. Mohammed Nadir Schah ließ sich zum König ernennen und begann umgehend mit überstürzten Programmen zur ökonomischen und sozialen Modernisierung des Landes, was zum Konflikt mit der orthodoxen Ulema führte. Nach der Ermordung von Nadir Schah im Jahr 1933 durch einen Studenten bestimmten Nadirs Brüder dessen Sohn Mohammed Sahir Schah zum Nachfolger, für den sie bis 1953 die Regentschaft führten.

Die Dynastie, die Vater und Sohn begründeten, wird auch Musahiban-Dynastie genannt, nach ihrem Zweig der Familie der Mohammedzai (auch Mohammadzai oder Mohamedsai), einem Unterclan der Baraksai.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mohammed Nadir Schah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien