Mohamoud Ahmed Nur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mohamoud Ahmed Nur (* 1956) ist ein somalischer Politiker und seit Herbst 2010 (Stand 2013) Bürgermeister von Mogadischu.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Exil[Bearbeiten]

Nur emigrierte nach Beginn des Somalischen Bürgerkriegs. In seinen fast 20 Jahren Exil arbeitete er u. a. als Personalberater für die Stadt London,[3] wo er auch als Stadtrat für die Labour Party kandidierte.[1]

Bürgermeister von Mogadischu[Bearbeiten]

Ahmed Nur setzte am Beginn seiner Bürgermeisterschaft zwei öffentliche Gärten und ein Frauenbasketballteam in dem vom Bürgerkrieg geprägten Mogadischu durch. Er rief auch Bürgerinitiativen gegen den Müll ins Leben und versuchte die Straßenbeleuchtung wieder zu aktivieren.[3]

Er bekommt regelmäßige Drohungen der islamistischen Organisation Al-Shabaab.[3]

Im Februar 2011 organisierte er ein Musikfestival. Dabei kam es zu Schießereien, bei denen somalische Soldaten drei Zivilisten erschossen. Dies soll auf Befehl seines Amtsvorgängers Mohammed Omar Habeb Dhere passiert sein. Dieser wurde anschließend von Soldaten der Afrikanischen Union verhaftet.[3]

Im Zusammenhang mit der Hungerkrise am Horn von Afrika 2011 verbot Ahmed Nur ausländischen Angehörigen von Nichtregierungsorganisationen das Betreten, der von der al-Shabaab beherrschten Gebiete. Diese seien nicht sicher für die Helfer.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Johannes Dieterich: Lichtblicke in Somalia. In: Frankfurter Rundschau. 7. Juni 2011, abgerufen am 7. Juni 2011 (deutsch).
  2. Der Bürgermeister der Hölle Süddeutsche Zeitung Magazin, Heft 16, 2012, abgerufen am 28. August 2013.
  3. a b c d Christian Putsch: Wie Somalias Bürger den Gotteskriegern trotzen. In: Die Welt. 15. Juni 2011, abgerufen am 17. Juni 2011 (deutsch).
  4. Zu gefährlich zum helfen. In: die tageszeitung. 18. September 2011, abgerufen am 19. September 2011 (deutsch).