Moin

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Dieser Artikel befasst sich mit der Begrüßung „Moin“. Für andere Bedeutungen, siehe Moin (Begriffsklärung).

Moin ist ein vor allem in Norddeutschland, in Luxemburg (abgewandelt in „Moien“) und dem Süden Dänemarks (Südjütland) – dort üblicherweise Mojn geschrieben[1][2] – verbreiteter Gruß, der zu jeder Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann.[3] In einzelnen Regionen wird moin auch als Abschiedsgruß verwendet – in anderen Regionen nur als Morgengruß.

Abweichende Schreibweisen sind neben Mojn[4] auch Meun (in den Werken Gorch Focks und bei Georg Droste[5]), Moi'n (B. Sonntag, 1889), (gun) Moign bei Otto Mensing[6], Otto Ernst[7] Ludwig Frahm, der Moign auch als Abschiedsfloskel verwendet[8] und später bei diversen anderen Schriftstellern.[9] Moign-Grußformeln sind auch aus südlichen Regionen des deutschsprachigen Raumes bekannt.[10] Als weitere Schreibweisen lassen sich wohl auch das Moiën/Moien in Luxemburg [11] und das Moins im Raum Bern hinzurechnen.[12]

Beiderseits der deutsch-dänischen Grenze wird Moin (bzw. Mojn) heute in allen ansässigen Sprachen samt deren Varietäten und Dialekten verwendet.[13] Mittlerweile hat der Gruß vom Norden ausgehend auch in vielen anderen Teilen Deutschlands Verbreitung gefunden. Es gibt allerdings regional unterschiedliche Konventionen zur Verwendung, was etwa die Tageszeit, den formellen Aspekt oder die Verdopplung („Moin moin“) betrifft.[14]

Spuren im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Moin taucht 1924 im Hauskalender Ostfreesland auf. Dieser Hauskalender wird oft als erster schriftlicher Beleg für den Moin-Gruß gewertet.[15] Schriftliche Spuren reichen aber weiter zurück: Nach Abtretung Nordschleswigs 1920 an Dänemark wurde dort Mojn-Verbot gefordert; der Gruß selbst sei – nach dieser Quelle – um 1900 als Kurzgruß Morgen in den Norden Schleswig-Holsteins durch Handwerker, Händler und Wehrpflichtige aus Berlin importiert worden.[16][17] Insgesamt gibt es für die Region beiderseits der heutigen deutsch-dänischen Grenze abweichende Angaben – unter anderem den Hinweis, dass der Gruß in Hovslund (deutsch: Haberslund) nördlich von Rødekro (deutsch: Rothenkrug) 1908 oder 1909 mit Arbeitskräften angekommen sei.[18] Für die Insel Helgoland ist 1909 neben den Grußformeln gu'n Morjen und gud Morjen auch Moin belegt.[19] In der Schreibweise Meun verwendete der Schriftsteller Gorch Fock zu Beginn des 20. Jahrhunderts in mehreren seiner Werke (unter anderem in Hein Godenwind de Admirol vun Moskitonien 1911) das Grußwort[20] und übersetzt den Gruß mit Guten Morgen.[21] Die Meun-Schreibweise verwendete auch Georg Droste (s. o.). Otto Ernst und Ludwig Frahm (s. o.) bevorzugten in ihren Werken (Ernst unter anderem in Die Kunstreise nach Hümpeldorf 1905; Frahm in Minschen bi Hamborg rüm 1919) die Schreibweise Moign. Arno Holz und Oskar Jerschke verwendeten Moin in ihrer tragischen Komödie Traumulus (1905)[22] und ebenfalls in Gaudeamus! (1908)[23]. Holz und Jerschke lebten in dieser Zeit in Berlin, wohingegen Joh. Mich Ranke, der ebenfalls 1908 Moin in De Lüde von’n Diek[24]benutzte, offenbar aus Bremen stammte.[25] In einigen Städten der Schweiz (wie beispielsweise in Basel, Bern, Biel, Zürich) ist der Gruß Moin im späten 19. und frühen 20.Jahrhundert vor allem unter Arbeitern, Schülern und Studenten belegt. In Zürich taucht er etwa 1875 auf.[26] Diese Grußformel verschwand in der Schweiz aber wieder – oder „überwiegend“ wieder, sofern das Moin in der Region Interlaken (vor allem im „Bödeli“) durchgängig bis heute verwendet wurde,[27] und/oder Moi in Graubünden ein Restbleibsel sein sollte. In der Zeitschrift für Volkskunde wird 1891 moin als „vulgärdeutsch“ und als „gewöhnlichste Form für guten Morgen“ beschrieben.[28] Dieses klingt nicht nach einem räumlich eng begrenzten Bekanntheitsgrad des Moin-Grußes zu jener Zeit; der Gruß Moin findet dementsprechend auch in den 1880er und 1890er Jahren in etlichen Publikationen Erwähnung, wie beispielsweise beim Schweizer Ernst Tappolet 1895[29] (Verkürzung von guten Morgen über gut-morn und gt-moin), bei Georg von der Gabelentz 1891[30] oder auch bei Hugo Ernst Mario Schuchardt 1885 (Verkürzung von Guten Morgen nach G’Moin und G’Mo).[31] 1886 und 1887 griffen dänischsprachige Werke bereits Schuchardts Verkürzungskette auf.[32] 1889 schrieb B. Sonntag in der Gartenlaube: Studenten und jüngere Offiziere haben das Vorrecht, den abgekürzten Gruß „guten Morgen“ noch zu verkürzen und zu allen Tages- und Nachtzeiten einander ihr „Moi'n! Moi'n!“ zuzurufen.[33] Für das an Ostfriesland angrenzende Ammerland (wo Oldenburger Platt, nicht Ostfriesisches Platt gesprochen wird) liegt ein Beleg aus dem Jahre 1888 vor, in dem Moin als Verkürzung des Guten Morgen-Grußes dargestellt wird.[34] Noch früher, nämlich 1828, sind Moin und Moin! – Moin! im Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik (als Gruß unter Offizieren) zu finden.[35] Auch in diesem Text wird Moin! mit Morgen! erklärt.

Nach diesem Stand existieren erste Belege für das Auftreten in Ostfriesland 1924, für das in Hovslund (Haberslund) und für das auf Helgoland 1909, wohl für das in Bremen 1908 (Joh. Mich Ranke), für das in Hamburg 1904 (Otto Ernst: A Comedy), für das im Ammerland 1888, für das in Zürich um 1875 und für das Auftreten in Berlin bereits 1828.

Herkunft[Bearbeiten]

Moin ist kein neues Grußwort, wie oft behauptet wird; es ist vielmehr seit knapp 200 Jahren nachweisbar (s. o.). Ein Auftreten des Grußes ist in der Vergangenheit auch nicht nur auf den norddeutschen Raum beschränkt gewesen, ein Auftreten in der Schweiz und in Berlin ist offensichtlich. Unter Hinzurechnung von ähnlichen Grußformeln wie unter anderen Morn, Moi, Mui, deren Verwandtschaft mit Moin vermutet wird aber nicht eindeutig belegt ist, kämen Gebiete in diversen europäischen Ländern hinzu. Unzweifelhaft hat das Grußwort seit den 1970er Jahren seine (Wieder-?)Ausbreitung in Norddeutschland begonnen (in einer Zeit, in der Belege des Bestehens auch aus Luxemburg, Westfalen,[36] der Schweiz und aus dem Berliner Umland vorliegen); möglicherweise trug auch die Comic-Figur Werner (Comics seit 1978[37], Filme seit 1990) zur Popularitätssteigerung des Grußes bei. Inzwischen ist der Gruß nicht nur in Norddeutschland bekannt,[38] sondern ist in Deutschland mittlerweile bis in den Süden verbreitet.[39] Die Etymologie bleibt demgegenüber trotz vieler Abstammungserklärungsversuche gegenwärtig letztlich im Dunkeln. Neben Friesisch und Plattdeutsch kommen auch andere Sprachen (z. B. Niederländisch), Dialekte (z. B. das Berlinerische) oder Soziolekte (z. B. die von Studenten, Soldaten, Seeleuten) als Wurzel in Betracht. Allem Anschein nach existierten um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert sechs voneinander getrennte Gebiete, in denen das Grußwort bekannt war: der Landesteil Schleswig in Schleswig-Holstein einschließlich des heutigen dänischen Teils, der Hamburger Raum, die relativ isoliert gelegene Insel Helgoland, das Gebiet zwischen Dollart und Weser (Ostfriesland, Ammerland, Bremen und andere), der Berliner Raum und die deutschsprachige Schweiz; ein Vorkommen in weiteren Gebieten zu dieser Zeit (z. B. in Luxemburg) ist möglich. Voneinander unabhängige Entstehungen sind nicht völlig auszuschließen.

  • Küppers’ Wörterbuch der deutschen Umgangssprache[40] diagnostiziert Soldatensprache um 1900, es sei aus „»Morgen« zusammengezogen“ und bedeute einen „Begrüßungsruf am Morgen“. Tatsächlich existieren mehrere Indizien für eine Herkunft aus dem Soldatenmilieu. Der angegebene Zeitpunkt ist aber widerlegbar; der erste Beleg stammt bereits aus dem Jahre 1828 (s. o.).
  • Eine plattdeutsche Etymologie, wonach es von moi (angenehm, gut, schön)[41][42] käme, ist nicht sicher belegt, scheint in manchen Regionen aber – unterstützt von diversen Publikationen[43] – als Volksetymologie zu funktionieren. Dieser Herkunftsbestimmung hat sich inzwischen, unter anderen, die Duden-Redaktion [44] angeschlossen; nach dem Duden sind die Wurzeln im ostfriesischen mōi und im mittelniederdeutschen moi(e) zu finden.
    • Für eine Herkunft aus dem Niederdeutschen und Friesischen scheint zu sprechen, dass Moin (und Moin Moin) als Grußformel bis in die 1970er Jahre fast nur im Norden Deutschlands verwendet wurde und hier vor allem in Ostfriesland, dem Emsland, Hamburg, im Oldenburgischen und in der nordfriesischen Regionen Schleswig-Holsteins sowie im Raum Flensburg eine Dominanz besaß; es mangelt allerdings am Nachweis eines Entstehens (unabhängig von möglichen parallelen Entwicklungen) in diesen Regionen. In den anderen Regionen Schleswig-Holsteins hingegen stand Moin teilweise zur üblichen informellen Grußformel „Tach!“ in Konkurrenz, teilweise wurde das Wort überhaupt nicht gebraucht (im Osten des Landesteils Holstein). Im Jahre 1977 ergab eine Untersuchung, dass am Nachmittag beim Betreten eines Geschäftes Moin auf der Insel Borkum sowie in den Städten Tönning, Husum, Flensburg, Schleswig, Eckernförde, Emden, Aurich, Leer, Cloppenburg und Delmenhorst üblich war[45], womit im Jahr 1977 zwei Ausbreitungsgebiete des Gebrauches nicht nur morgens zu konstantieren waren: zum einen der nördliche Landesteil Schleswig Schleswig-Holsteins, zum anderen Ostfriesland und angrenzender Gebiete. In Luxemburg wurden zu dieser Zeit allerdings Moin und Moiën auch schon ganztags als Gruß benutzt.[46] Die älteren Ostfriesen selbst sind davon überzeugt, dass „Moin“ die zusammengezogene Form des Grußes „Moi’n Dag!“ = „Schönen/guten Tag!“ sei, denn „Moi“ ist ein oft gebrauchtes Wort im ostfriesischen Platt für „schön“ oder „gut“. Auch ist „Dat is moi“ eine oft verwendete Redewendung im ostfriesischen Platt und wird mit derselben Bedeutung auch in den Niederlanden („mooi“) gebraucht, mit deren Sprache, zum Beispiel im Groninger Land das ostfriesische Platt sehr eng verbunden ist.
    • Gegen die Herleitung von Moin aus dem ostfriesisch-niederdeutschen mōj spricht allerdings die Tatsache, dass Moin das einzige Wort dieser Sprache ist, das den kurzen oi-Diphthong aufweist, der aufgrund phonologischer Gesetzmäßigkeiten nicht aus -ōj- hergeleitet werden kann. Eine weitere Annahme besagt, dass es sich hier um die Übernahme und später eigenwillige Umformung eines Morjen (Guten Morgen) preußischer Verwaltungsbeamter in Ostfriesland handelt, lässt aber die Frage des Überschwappens in andere Regionen unbeantwortet. Für den mehrsprachigen Landesteil Schleswig in Schleswig-Holstein wird teilweise ein direkter Import des kurzen Grußes Morgen aus dem Berliner Raum um 1900 (wo allerdings, s. o., es auch ein Moin gab) mit anschließender dialektaler Anpassung angegeben.[47]
    • Gegen die Herleitung aus dem Niederdeutschen Ostfrieslands spricht auch, dass dieser etymologische Ansatz dem mutmaßlichen Entstehungsgebiet angepasst zu sein scheint und dem Hauskalender Ostfreesland von 1924 dabei vielfach (auch von Sprachwissenschaftlern) die Rolle eines ersten Beleges zugeschrieben wurde. Dieser Deutungs-Ansatz ist gegenüber den älteren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert ein recht junger aus den frühen 1980er Jahren;[48] einer der Belege für Moin ist immerhin schon knapp 100 Jahre älter als dieser Hauskalender, stammt aus Berlin und erklärt den Gruß als Morgengruß (s. o.). Eher geeignet als der Hauskalender von 1924 wäre der Beleg aus dem Ammerland von 1888 (s. o.), eine Entstehung im Nordwesten des heutigen Bundeslandes Niedersachsen nahezulegen.
    • Die Verdoppelung zu Moin Moin (in Luxemburg: Moimoin) sei möglicherweise direkt aus dem friesischen moi moren entstanden, wird ebenfalls argumentiert. Der letzte Teil morn (Morgen)[49] bekäme in dieser Verwendung dann also die Bedeutung Tag, oder, wie der Norddeutsche gerne zu grüßen pflegt, Tach. Auffindbar ist die Verdoppelung hingegen bereits 1828 im Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik (s. o.).Vielfach wird argumentiert, dass das Wort nicht von Morgen oder Guten Morgen abstamme. Es wird aber von Nicht-Friesen meist als Bildung aus Guten Morgen (→ Morgen → Morjen → Mojen → Mojn → Moin) empfunden.
  • Zudem wird hingegen gerade eine direkte Entstehungsgeschichte aus Guten Morgen (bzw. Morjen) von diversen Autoren[50] publiziert – auch direkt aus dem Hochdeutschen. Auch in den frühen Belegen aus dem 19. Jahrhundert (unter anderem B. Sonntag, Br. v. Braunthal, Hugo Schuchardt, Ernst Tappolet s. o.) wird der Gruß Moin! mit (Guten) Morgen! erklärt oder aus Guten Morgen abgeleitet. Anna Zollinger-Escher (s. o.) wertet das Auftreten in der Schweiz als Nachahmung des berlinerischen ,(guten) Morgen'; Paul Geiger und Richard Weiss schreiben 1951 ebenfalls zum Auftreten in Städten der Ost-Schweiz, moin! sei eine Anleihe aus dem Berliner Grosstadtjargon.[51][52] Gleiches wird auch für den nördlichen Teil Schleswig-Holsteins behauptet (s. o.). Außer den (angeblich) aus dem Berliner Raum stammenden Morgengrußformeln als Ursprung des Moins ist auch an die regionalen niederdeutschen zu denken (unter anderem Morgen, Morn, Mornk). Das im Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch genannte, wohl auch im südlichen Teil des deutschen Sprachraumes vorkommende[53] und auch von Otto Ernst und Ludwig Frahm verwendete (gun) Moign könnte für diese Theorie als Zwischenstufe und damit als Beleg gewertet werden. Quellen zu Moin tauchen aber aus Zeiten vor Erscheinen des Bandes auf. Auch für diese Ursprungstheorie ist die Datenlage insgesamt zu gering. Ein aus Morgen entstandenes Grußwort Moin hätte letztlich einen indogermanischen Ursprung.
  • In Wiktionary wird auch auf die Möglichkeit des Abstammens aus dem Alt-Friesischen oder Alt-Dänischen mit der Bedeutung „Wind“ und „Glück“ hingewiesen[54]
  • Ungesichert ist die Etymologie des bündnerischen Grußes Moi und Moi-zäme (zäme für zusammen, in schweizerdeutschen Mundarten übliche Pluralbildung bei Grußformeln). Hier kann eine eigenständige isolierte Grußformbildung ebenso vorliegen wie der Ursprung des Grußes Moin zumindest in der Schweiz im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (vgl. dazu Anna Zollinger-Escher oben) wie auch ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Im Berner Raum existierten anscheinend bis in die 1950er oder 1960er Jahre hinein noch die Grußformeln Moin(s) und Moin(s) zäme,[55] wohl auch in Städten der Ost-Schweiz (Paul Geiger/Richard Weiss s. o.); in der Region Interlaken (insbesondere im Bödeli) könnten Moin, Moin zäme und auch Moin Moin eventuell sogar durchgängig bis heute Bestand gehabt haben.[56] Aus dieser Region kommt auch eine weitere Herkunftsdeutung hinzu: Moin sei aus dem englischen (good) morning entlehnt worden.[57] In der Schweiz existieren auch die Grußformeln Hoi und Hoi zäme – zu denen könnte ein etymologischer Zusammenhang bestehen.
  • Unklar ist auch die Herkunft von Moin (Moiën, Moien) in Luxemburg; das Luxemburger Wörterbuch (s. o.) weist einerseits auf eine (nicht mehr an eine Tageszeit gebundene) Entstehung aus Muergen („Morgen“) hin und andererseits darauf, dass Moin und Moiën veraltet Synonyme für Prosit waren. Im Kinderspiel Giisch(t) (Giischmei) ist Moin im Südwesten Luxemburgs auch eine Antwort.[58] In Luxemburg wird der Gruß im Deutschen wie im Luxemburgischen (neben Bonjour) verwendet; der explizite Morgengruß heißt Gudden moiën.[59]
  • Unklar bleibt bei der Beantwortung der Frage nach der Herkunft, ob sich tatsächlich auch Grüße wie „Mui“ (im Rheiderland, dort auch „Moi“, „Mai“ oder „Mäi“) und „Moi“ (unter anderem in Finnland, den Niederlanden, Rheiderland) hinzurechnen lassen. In den Niederlanden selbst gilt die Herkunft des Moi-Grußes ebenso als nicht eindeutig, wie in Deutschland. Eine Wechselwirkung mit der Niederländischen Sprache ist in beide Richtungen denkbar.
  • Mehrere Indizien führen nach Berlin als Ausgangspunkt des Moin-Grußes. Für Berlin ist eine Exististenz bereits 1828 belegt (s. o.). Die Etymologie des Grußes bliebe dann aber weiterhin ungeklärt: Ursprung im Berlinerischen (Mo(r)jen), Wort eines Soziolekts (nach dem Text von 1828 ist es ein Gruß unter Offizieren), Import aus dem Berliner Umland (in einem Wörterbuch des seit 1986 ausgestorbenen Telschet Platt von 1956[60] ist das Wort aufgeführt)?
  • Mehrfach wird auch ein Soziolekt indiziert, wobei vor allem mehrere Hinweise auf Soldaten (Offiziere; s. o. schon zu Küppers' Wörterbuch), Studenten und Kinder (Schüler) existieren.
  • Bei der uneindeutigen Etymologie ist weiterhin auch darauf hinzuweisen, dass es in etlichen Sprachen und Dialekten gleiche oder ähnliche Wörter gibt oder gab, die (unter Umständen als Verkürzung einer Verbindung mit anderen Wörtern oder als Verballhornung) Wurzel sein könnten, zum Beispiel das Irische (mojn und moin = Berg, Moos, Torf und andere – aber auch für: ausgedehnte Gemeinsamkeit)[61], das indogermanische Stammwort moin- mit der Ursprungsbedeutung Tausch und der späteren Entwicklung zu Gemeinsamkeit,[62] das Englische aus (Good) morning (s. o.) oder der Verkürzung morn, das Keltische (das moin und mun = sanft, ruhig, still soll nach einer der Etymologien bereits Namensgeber für die Altmühl gewesen sein)[63], das oberdeutsche moin (= mein; unter Umständen in einer Verbindung wie Moin Herr), das althochdeutsche, oberdeutsche wie niederdeutsche Morn (= Morgen) und andere. Insbesondere aus dem Französischen flossen bis ins 19. Jahrhundert sehr viele Wörter ins Deutsche und wurden dabei nicht immer dem ursprünglichen Sinn entsprechend entlehnt;[64] Wörter wie unter anderen moi (= ich, mir), mon (= mein), moins (= Wenigste), mois (= Monat, Monatsgehalt), moine (= Mönch), moyen (= Mittel, Weg, Kräfte) sind (vor allem in Verbindungen) nicht unbeachtet zu lassen. Die regional in den Niederlanden (Groningen, Twente) vorkommende Variante (des Niederdeutschen) amoin könnte als Indiz hierfür gewertet werten (z. B. à moi = mit/von mir, Hilfe!, vgl. Artikel Tschüs).

Verwendung[Bearbeiten]

Moin wird insgesamt verwendet:

  • als Grußwort am Morgen (inzwischen überregional)
  • als Grußwort den ganzen Tag über (regional, vor allem in Teilen Norddeutschlands und in Luxemburg, auch in der Schweiz anzutreffen)
  • als Abschiedsgruß (regional, in Teilen Norddeutschlands, in Teilen der Niederlande und in Süd-Dänemark)
  • als Grußerwiderung[65]
  • als Trinkspruch (regional, zumindest im Landesteil Schleswig des Landes Schleswig-Holsteins; veraltet in Luxemburg)
  • als Standardantwort eines Kinderspiels (im Südwesten Luxemburgs)

Abgesehen von abweichenden Schreibweisen (s. o.) existieren auch Abwandlungen:

  • Moin Moin – auch unter anderem Moinmoin geschrieben (v. a. in Norddeutschland), Moimoin (in Luxemburg)
  • Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme, Moinz (in der Schweiz, dort regional abweichend)
  • Moinsen (v. a. in Norddeutschland unter Jugendlichen)
  • Moiner, Moiners
  • gun Moign (veraltet in einem Teilgebiet Schleswig-Holsteins)

Im Gegensatz zum niederdeutschen goden Morgen wird Moin in vielen Regionen Norddeutschlands traditionell den ganzen Tag über verwendet, in anderen, in denen der Gruß erst in jüngerer Zeit üblich oder wieder üblich wurde, hingegen meist nur am (frühen) Morgen. Ähnlich wie das Moin in Norddeutschland wird das Luxemburgische Moin und Moiën nicht nur als „guter Morgen“-Gruß gebraucht, sondern im ganzen Tagesverlauf verwendet.

Moin Moin, Moinmoin, Moimoin[Bearbeiten]

Der Doppelgruß Moin Moin (auch Moinmoin und andere; Moimoin in Luxemburg) ist bereits 1828 in Berlin belegt (s. o.). Heute wird der Doppelgruß vor allem in Norddeutschland, aber auch in angrenzenden Regionen wie in Teilen Westfrieslands, in Nordschleswig (z. T. in anderen Schreibweisen), in der Schweizer Region Interlaken und in Luxemburg als Gruß benutzt. In Norddeutschland und Nordschleswig wird in einigen Gegenden „Moin“ und „Moin, Moin“ analog dazu ebenfalls auch zur Verabschiedung und teilweise als Trinkspruch benutzt. In manchen Teilen Norddeutschlands wird den Begriffen Moin und Moin, Moin allerdings weiterhin eine unterschiedliche Bedeutung zugesprochen: Während Moin lediglich als Grußformel betrachtet wird, enthält Moin, Moin zusätzlich entweder eine herzliche Komponente oder eine gesprächsanbahnende Komponente, sozusagen eine Aufforderung zum Smalltalk oder Norddeutsch Klönschnack. Vielfach wird Moin Moin als Grußerwiderung auf den Gruß Moin angewendet. In Hamburg ist die Doppelform des Grußes Standard; in anderen Teilen Norddeutschlands – wie in Ostfriesland – wird die Verdoppelung des Moins hingegen als zu geschwätzig empfunden. In Nordschleswig (Dänemark) wird der Doppelgruß (unter anderem Mojn Mojn) wohl ausschließlich als Abschiedsgruß verwendet.

Moinsen[Bearbeiten]

Inzwischen wird umgangssprachlich, vor allem unter Jugendlichen in Norddeutschland, auch Moinsen verwendet. Die Herkunft ist unklar. Vermuten kann man hier einen ironischen Hinweis auf die zahlreichen, mit "sen" endenden Namen in Norddeutschland, z. B. Petersen, Hansen, Jensen usw.

Moinsen findet im gleichen Zusammenhang wie Moin Anwendung, teilweise aber auch speziell wenn:

  • mehrere Leute auf einmal angesprochen werden (Moinsen als Kurzform für „Moin zusammen“)
  • das Moin besonders betont werden soll („ich grüße Dich besonders herzlich“)
  • auf ein Moin geantwortet wird („Moin zurück“).

Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme, Moinz[Bearbeiten]

Die Erweiterung zäme in den schweizerischen Grußformeln Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme bedeutet zusammen und wird auch bei anderen Grußformeln benutzt. Bei Moinz handelt es sich um eine Pluralform, die zumindest für die graubündische Stadt Chur belegt ist.[66]

gun Moign[Bearbeiten]

Im Erhebungszeitraum zum Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch ab 1902 wurde aus einem Teilgebiet Schleswig-Holsteins als Gruß gun Moign gemeldet. Zu dieser Zeit existierte im Norden des Landes (Landesteil Schleswig einschließlich des heutigen Nordschleswigs) auch bereits Moin/Mojn (s. o.) und ebenfalls auf Helgoland (s. o.), wo zugleich ein Gu'n Morjen und ein Gud Morjen anzutreffen war. Weitere gemeldete Formen bei Entstehung des Schleswig-Holsteinischen Wörterbuchs waren unter anderen Morgen, Morn, Mornk, Mornt und nach einer anderen Quelle grüßte man sich 1898 morgens auf Sylt mit gur mêern! – die Grußerwiderung lautete mêern gur!.[67][68] Ein Hinweis auf die Grußformel A guun Moign existiert aus der Oberpfalz (s. o.).

Morn, Moi[Bearbeiten]

Nicht gesichert ist, ob Grußformeln wie Morn und Moi (Moj, Mui) als Varianten des Moin-Grußes interpretiert werden können. Morn ist als regionaler expliziter Morgengruß des Niederdeutschen bekannt und ist außerdem außerhalb des deutschen Sprachraumes in Norwegen (als Ganztagesgruß), Schweden (als Morgengruß) und Dänemark (in der Aussprache des God morgen sowie in schriftlichen Verkürzungen des Morgengrußes) anzutreffen. Moi findet man im Bündnerdeutsch und außerhalb des deutschen Sprachraumes in den Niederlanden und Finnland (siehe folgenden Abschnitt).

Außerhalb des deutschen Sprachraumes[Bearbeiten]

Außerhalb des deutschen Sprachraumes trifft oder traf man in den Niederlanden, in Finnland, Lettland, Norwegen, Schweden und Dänemark auf ähnliche oder gleiche Grußformeln. Einzelne Hinweise auf gleiche Grußfloskeln aus weiteren Ländern bedürfen einer Überprüfung.[69]

  • Sprachgeschichtlich verwandt mit „Moin“ sei der norwegische Gruß morn, der nach Ansicht vieler Skandinavisten aus dem Mittelniederdeutschen der Hanse stammt; eine Verkürzung des Wortes morgen zu morn ist jedoch auch in oberdeutschen Dialekten anzutreffen,[70] teilweise auch im Niederdeutschen (alternativ zu Moin am Vormittag)[71] wie auch im Englischen (Morgen, Dämmerung, Tagesanbruch usf.)[72] und Alt- sowie Mittelenglischen (morn(e) = Morgen).[73] Im Gegensatz zu god morn oder god morgen (guten Morgen), das in Norwegen nur am Vormittag angebracht ist, ist morn informeller und kann den ganzen Tag bis in die Nacht (z. B.: statt god aften: guten Abend) verwendet werden.
  • Im Gegensatz zu Norwegen wird in Schweden morn und morn morn als Verkürzung von morgon bzw. morgon morgon nur als Morgengruß verwandt
  • Außer dem Mojn[74] in Nordschleswig gibt es in Dänemark gebietsweise diverse Verkürzungen des dänischen Morgengrußes god morgen (ausgesprochen: go morn): go’ morgen, go' morn, morgen, morn usf. Go'morn ist beispielsweise auch der Titel eines kurzen Weckliedes des dänischen Sängers Kristoffer Bøhrs.
  • In Finnland sagt man moi (moj) bzw. moi, moi (moj, moj), das aber ein stark umgangssprachliches Begrüßungswort ist, aber auch als Abschiedsgruß Anwendung findet. Seltener werden auch die Varianten Mojn (Moin) und (zumindest regional im Åboland) Moin moin (bzw. Mojn mojn) verwendet. Weitere Formen sind moins und moikka. Eine Verbindung mit dem Verb myödä (= geben; 1. Pers. Sin. Imperfekt: möin) ist nicht auszuschließen; Mikko Bentlin sieht aber für diese finnischen Grußwörter den Urspruch im Einfluss der niederdeutschen auf die finnische Sprache.[75]
  • In den Niederlanden werden gleiche und ähnliche Grußformeln sowohl in der niederländischen Sprache (Standard: moi – ein Ganztagesgruß) als auch in der westfriesischen Sprache und in den niederländischen Dialekten der niederdeutschen Sprache verwandt.[76] Neben moi sind regional diverse Varianten vor allem des Niederdeutschen bekannt, wie beispielsweise moin, moien, amoin, amoien, moien dag, moj, mojen, mojjes; die genaue Anwendung (Begrüßung, Abschied etc.) unterscheidet sich dort ebenso regional;[77] teilweise wird der Gruß eher als Abschiedsgruß anstelle einer Begrüßung verwendet (Groningen[78]). In Gronings ist „Moin dokter!“ auch ein Ausruf der Verwunderung oder des Erschreckens, vergleichbar dem „Jesus Maria (und Josef)!“ in deutschsprachigen Regionen.[79] Die Variante moin ist in der an Deutschland angrenzenden Region Achterhoek sowie in Twente anzutreffen. Der in den Niederlanden auch anzutreffende Gruß hoi ist jünger als moi.
  • In Lettland wurde Mitte des 20. Jahrhunderts der Gruß Moins unter männlichen Bekannten verwendet[80]; die lettische Schriftstellerin Anna Brigadere benutzte 1933 in Akmeņu Sprostā die Grußformel Mojn, mojn[81]

Sonstiges[Bearbeiten]

Moin sei auch in der Deutschen Marine als halbformelle Grußformel anerkannt, weil kameradschaftsfördernd. Auch bei Führungskräften aus Wirtschaft und Politik werde der Gruß benutzt, der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm habe Moin sogar als „die genialste Wortschöpfung aller Zeiten“ bezeichnet.[82] Auch die ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis verwende den Gruß auffallend oft. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erstreckte den Kampf ums Moin auch darauf, dass die Rechtschreibprüfung von Microsoft Office "Moin" endlich aufnähme.[83]

Gemäß Welt vom 4. August 2004 finden sich „die plattdeutschen Grußformeln "Moin" und "Moin, Moin" ... nach einer mehrjährigen Aufnahmeprozedur erstmals“ in der 23. Auflage des Rechtschreibe-Duden.[84] Der nach Abschluss der Rechtschreibreform nicht mehr verbindliche Duden Band 1 – Die deutsche Rechtschreibung in der 24. Auflage von 2006[85] führt als Lemma "moin, moin!, Moin, Moin!" und taxiert es als "norddeutsche Grußformel" nebst Vermerk, dass oft auch nur "moin" oder "Moin!" geschrieben werde. Damit sind die Schreibungen mit "j" oder ohne Ausrufezeichen nicht dudenkonform, allerdings auch der Duden nicht mehr maßgebend. Das Duden Deutsches Universalwörterbuch in der 6. Auflage von 2007[86] führt "moin [moin]; Moin [Moin]" ohne Ausrufezeichen als Lemma. Aber das verbindliche amtliche Verzeichnis von 2006 und dessen derzeit gültige Revision von 2011 kennt weder groß noch klein geschriebenes, weder verdoppeltes noch einfaches, weder mit Ausrufezeichen versehenes noch ausrufezeichenfreies Moin.[87]

Um das Wort „Moin“ im deutschen Sprachgebrauch zu erhalten, hat der private Bremer Radiosender Energy Bremen eine Wortpatenschaft beim „Verein deutsche Sprache“ für das Wort „Moin“ übernommen. Die Morgenshow des Senders wurde im August 2006 in „Moin!“ umbenannt. In Apenrade (Nordschleswig) ist der Privatsender Radio Mojn beheimatet, der überwiegend in Dänisch sendet, aber auch deutschsprachige Programmteile ausstrahlt.

Moin Moin ist des Weiteren der Name eines im niederdeutschen Raum bekannten Liedes der Gruppe Godewind, das 1980 auf der gleichnamigen Platte erschien sowie der Name eines Albums von Klaus und Klaus aus dem Jahre 1995; Moin! heißt ein Song der Gruppe Wise Guys und Møjn heißt auch ein Musikstück des dänischen Filmmusikkomponisten Mikael Simpson.

Literarische Belege[Bearbeiten]

Ältere literarische Belege sind kaum bekannt. Wenn auch der sprachartistisch auf Mundarten und alte Sprachtraditionen zurückgreifende Arno Holz nicht als Beleg für die Gemeinsprache herangezogen werden kann, zeigen doch seine Verwendungen die Sprachlust, die mit diesem Ausdruck in Verbindung gebracht werden kann. Hier eine Szene aus der Kritik am wilhelminischen Bildungsdrill im Traumulus:

LANDRAT in Pelz und Cylinder durch die Tür rechts. Moin, meine Herren!
MOLLWEIN. Moin, Herr Landrat!
MAJOR. Moin!
GOLDBAUM. Guten Morgen!
SANITÄTSRAT. Mahlzeit![88]

Literaturhinweise und Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: moin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. http://web.archive.org/web/20101108042156/http://www.region.de/wm316951
  2. im Deutschen Nordschleswigs neben Mojn auch Moin, im Südjütischen dort neben Mojn auch Møjn (veraltet auch: Måjn) geschrieben
  3. Moin zu jeder Tageszeit, Abruf: 11. Juli 2009.
  4. Mojn wird in Nordschleswig auch im Deutschen (deutsche Minderheit) verwendet
  5. in Ottjen Alldag 1914 hier
  6. Otto Mensing: Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch, Band 3, Wachholtz-Verlag, Neumünster, (1931)
  7. Otto Ernst (Schmidt) u. a. in: A Comedy (1904) [1], Die Kunstreise nach Hümpeldorf (1905), Tartüff der Patriot (1909) hier,
  8. in: Minschen bi Hamborg rüm (1919) hier
  9. wie z. B. bei Uwe Johnson in Jahrestage
  10. zu A guun Moign gibt es z. B. einen Hinweis aus Sulzbürg/Oberpfalz: [2]
  11. Moiën ist nach dem „Luxemburger Wörterbuch, Band III, Wörterbuchkommission der Großherzoglichen Luxemburgischen Regierung, P. Linden, Luxemburg 1965–1970“ eine andere Schreibweise von Moin [3]; Moien-Schreibweise ebenfalls üblich, auch in der Luxemburgischen Wikipedia-Ausgabe z. B. in w:lb:Kierch Lëtzebuerg-Zens
  12. siehe Eintrag bei [4], siehe auch Hinweis auf der Diskussionsseite zu diesem Artikel
  13. Hochdeutsch, Niederdeutsch, Dänische Sprache (incl. Sønderjysk, Sydslesvigdansk), Nordfriesisch, Petuh.
  14. ein Beispiel für eine regionale Konvention siehe unter Alexander Foken (der Autor stammt aus Wilhelmshaven)
  15. Jörg Peters (Germanistik-Professor) innerhalb eines Filmberichts des NWZ-TV (der Nordwest-Zeitung) vom 19. September 2012 online; siehe auch geschichte s–h unter Berufung auf: Jürgen Byl, Ostfriesland 1989/1, Seite 10 ff., Aurich, 1989, Ostfriesische Landschaft
  16. Region Sønderjylland-Schleswig
  17. nach der Quelle geschichte s–h unter Berufung auf Jürgen Byl, s. o., ist der Gruß in den Norden Schleswig-Holsteins hingegen aus Ostfriesland importiert worden
  18. Karen Margrethe Pedersen, Mojn – moin in Mål & Mæle, Ausgabe September 1997, Seite 5 nach einem Zeitzeugenbericht (dänisch) online (PDF)
  19. Karl Prause: Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 12 unter Berufung auf Theodor Siebs: Helgoland und seine Sprache, Beiträge zur Volks- und Sprachkunde, Cuxhaven/Helgoland 1909, Seiten 54 und 255
  20. unter anderem in Hein Godenwind de Admirol von Moskitonien (1911) unter anderem hier, Hamborger Janmooten (1913), Seefahrt ist not! (1913)
  21. [5]
  22. Arno Holz, Oskar Jerschke: Traumulus, Erstausgabe 1905, zitiert nach Digitale Bibliothek Band 95: Deutsche Dramen von Hans Sachs bis Arthur Schnitzler, S. 28929
  23. erschienen bei J. Sassenbach [6]
  24. erschienen im Rolandverlag H. Boesking [7]
  25. Joh. Mich Ranke soll ein Pseudonym des Bremers Heinrich Bösking gewesen sein [8]
  26. Anna Zollinger-Escher: Die Grußformeln der deutschen Schweiz, C. A. Wagner Buchdruckerei, Freiburg i. B. 1925, Seite 43
  27. Benedikt Horn Dialekte rund um Thuner- und Brienzersee [9] (PDF; 260 kB); siehe auch Einträge auf [10] und [11]
  28. [12]
  29. Ernst Tappolet: Die romanischen Verwandtschaftsnamen: mit besonderer Berücksichtigung der französischen und italienischen Mundarten; ein Beitrag zur vergleichenden Lexikologie, Verlag Karl J. Trübner, 1895, Seite 30
  30. Georg von der Gabelentz: Die Sprachwissenschaft, Verlag T. O. Weigel Nachfolger, 1891, Seite 411
  31. Hugo Ernst Mario Schuchardt: Über die Lautgesetze: Gegen die Junggrammatiker, Oppenheim, 1885, Seite 26
  32. In Nordisk tidsskrift for filologi, 1887, Seite 224 online; Kristoffer Nyrop: Adjektivernes kønsbøjning i de romanske sprog: med en indledning om lydlov og analogi, Verlag C.A. Reitzels, 1886, Seite 20
  33. B. Sonntag: Eine zweischneidige Tugend, Die Gartenlaube, 1889, Seite 330 online
  34. Wortkarg ist auch der Ammerländer in seinen Begrüßungen; statt „Guten Tag!" sagt er nur „Dag!" statt „Guten Morgen!" – „Moin," statt „Guten Abend!" – „’n Abend!"; Franz Poppe: Zwischen Ems und Weser: Land und Leute in Oldenburg und Ostfriesland, Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Druckerei, Oldenburg, Leipzig 1888, Seite 66
  35. Br. v. Braunthal, Berliner Conversation, in den Akademiesälen, Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik vom 14. Oktober 1828 [13] (bei dem Verfasser könnte es sich um Karl Johann Braun von Braunthal handeln, der sich auch in Berlin aufhielt und dort seit 1829 lebte [14])
  36. Im Roman von Hans Dieter Baroth: Aber des waren schöne Zeiten von 1978 heißt es auf Seite 48: Moin ist die westfälische Art von guten Morgen online
  37. zunächst im Pardon
  38. Artikel aus dem „Hamburger Abendblatt“ – Moin wird längst nicht mehr nur in Norddeutschland verstanden, Abruf: 11. Juli 2009.
  39. Welt-Online – „Moin“ ist bis in den Süden verbreitet, Abruf 11. Juli 2009.
  40. Der ersten Auflage 6. Nachdruck: Klett 1997, S 542 (eigenes Lemma). Auch in Band 36 der Digitalen Bibliothek. Berlin 2004
  41. Moi, moje bedeutet angenehm laut Johannes Saß: Kleines plattdeutsches Wörterbuch, Hamburg, Verlag der Fehrs-Gilde, 1977, 8. Ausgabe, S. 51.
  42. im ostfriesischen Platt bedeutet moi auch müde [15]
  43. Z. B. Walter Krämer/Götz Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer. 500 kapitale Missverständnisse, Vorurteile und Denkfehler von Abendrot bis Zeppelin, Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-0479-3
  44. http://www.duden.de/rechtschreibung/moin__moin_
  45. Untersuchung von Jürgen Eichhoff (Jürgen Eichhoff: Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bd. I/II, Francke, Bern 1977/78) zitiert in: Volodymyr Kalinkin: Konstrastive Analyse der Verwendung von Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Ukrainischen, Magisterarbeit 2007 an der Universität Duisburg-Essen, Seite 24, GRIN Verlag Norderstedt, ISBN 978-3-638-92888-5; zitiert ebenfalls in: Wacław Miodek, Die Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Polnischen, Julius Groos Verlag, Heidelberg 1994, Seite 57 [16]. Nach dem Atlas zur deutschen Alltagssprache der Universität Augsburg (Stand: 2011) hat sich das Gebiet inzwischen etwas ausgedehnt (vor allem innerhalb Schleswig-Holsteins) und es gibt auch Streubelege aus anderen Regionen wie Ost-Niedersachsen, Süd-Hessen und Süd-Sachsen [17]
  46. Luxemburger Wörterbuch, Band III (s. o.) von 1965 bis 1970
  47. Region Sønderjylland-Schleswig
  48. Jürgen Byl: Moin! Die lange Erklärung eines kurzen Grußes, In: Ostfriesland – Zeitschrift für Kultur, Wirtschaft und Verkehr, 1982 (H 2, Seiten 32–37)
  49. Morn für Morgen kommt allerdings auch im den oberdeutschen Dialekten vor, siehe bereits Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm [18] und ebenfalls im Englischen (für Morgen, Dämmerung, Tagesanbruch)[19] sowie Alt- Mittelenglischen (morn(e) für Morgen) [20]
  50. unter anderen: Horst Fuhrmann, Überall ist Mittelalter: Von der Gegenwart einer vergangenen Zeit, C. H. Beck, 3. Auflage, München 2010, Seite 37 [21]; Wacław Miodek, Die Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Polnischen, Julius Groos Verlag, Heidelberg 1994 [22]; Karl Prause, Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 10 [23]; Carola Otterstedt, Abschied im Alltag: Grußformen und Abschiedsgestaltung im interkulturellen Vergleich, Iudicum Verlag, München 1993, Seite 130 [24]
  51. Paul Geiger, Richard Weiß: Atlas der schweizerischen Volkskunde, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, 1951, Seite 7 online
  52. nicht völlig konform dazu die Universität Basel, die 1910 eine „mitteldeutsche Aussprechweise“ (aus: morjen) als Ausgangspunkt der Baseler Studentensprache jener Zeit attestierte – Universität Basel: Basler Studentensprache:Eine Jubiläumsgabe für die Universitaẗ Basel dargebracht vom Deutschen Seminar in Basel, Georg & Company, 1910
  53. siehe Hinweis aus Sulzbürg/Oberpfalz: A guun Moign [25]
  54. wikt:moin
  55. siehe Eintrag bei [26] und bei [27], siehe auch Hinweis auf der Diskussionsseite zu diesem Artikel
  56. Benedikt Horn, Dialekte rund um Thuner-und Brienzersee [28] (PDF; 260 kB); siehe auch Einträge auf [29] und [30]
  57. Benedikt Horn, s. o., Seite 208
  58. Luxemburger Wörterbuch, Band II, Wörterbuchkommission der Großherzoglichen Luxemburgischen Regierung, P. Linden, Luxemburg 1955–1962
  59. [31]
  60. Willy Lademann: Wörterbuch der Teltower Volkssprache (Telschet Wöderbuek), Akademie-Verlag, Berlin 1956
  61. [32]
  62. Sigmund Feist, Grundriss der gotischen Etymologie, Verlag Karl J. Trübner, Straßburg 1888, Seite 73
  63. Hans Weininger, Fremdenführer durch das Altmühltal – Von Kelheim bis Riedenburg, Alfred Coppenrath, Regensburg 1887, Seite 47 [33]; Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern, Band 5, 1856, Seite 372 [34]
  64. Z. B. französisch friser = kräuseln, franz. pincette = Feuerzange; vgl. auch Mutterseelenallein
  65. Gruß und Grußerwiderung sind nicht immer identisch, wie hier im Text das Beispiel der Insel Sylt von 1898 belegt; siehe Abschnitt gun Moign
  66. Oscar Eckhardt: Moi! und Moinz! – Wie man sich in Chur begrüsst und verabschiedet hier
  67. Karl Prause: Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 12 unter Berufung auf Theodor Siebs/Erich Johannsen:Sylter Lustspiele, Julius Abel Verlag, Greifswald 1898, Seite 199 (Anhang: Kurzgefasstes Sylter Wörterbuch)
  68. nach Karl Prause gab es recht unterschiedliche Morgengrußformeln im norddeutschen Raum, z. B. komounto! (Rostocker Raum), Na heft ji de Froköst al ut? (Probstei), goen onern! (Osnabrücker Raum, 1756)
  69. solche Einzelhinweise gibt es auf die kaschubische Sprache in Polen (mojn),auf die okzitanische Sprache Süd-Frankreichs (moins), auf das im spanischen Raum gesprochene Romanes (moy)
  70. Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm [35]
  71. http://www.plattmaster.de/moinmoin.htm
  72. [36]
  73. [37]
  74. auch:Moin,Møjn,Måjn, s. o.
  75. Mikko Bentlin: Niederdeutsch-finnische Sprachkontakte: der lexikalische Einfluss des Niederdeutschen auf die finnische Sprache während des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Dissertation an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Suomalais-ugrilainen Seura, Helsinki 2008
  76. etwa 500.000 Sprecher des Westfriesischen und 1,5 Mill. des Niederdeutschen (insofern liegen die nördlichen Niederlande nicht eindeutig außerhalb des deutschen Sprachraumes)
  77. siehe Auflistung in der Wikipedia-Ausgabe der niederdeutschen Dialekte in den Niederlanden (Nedersaksies)
  78. Siemon Reker: Goidag! Taalgids Groningen, In Boekvorm Uitgevers bv, Assen 2005 ISBN 9077548173 und ISBN 9789077548172
  79. [38]
  80. siehe lettische Wikipedia-Ausgabe
  81. online
  82. aus einem Artikel im „Hamburger Abendblatt“, Datum unbekannt, Abruf: 11. Juli 2009 und August 2013.
  83. Microsoft nimmt „Moin“ in den Office-Wortschatz auf, Abruf: 11. Juli 2009.
  84. Welt-Online – „Moin“ steht seit der 23. Auflage im Duden, Abruf: 11. Juli 2009.
  85. p. 699 linke Spalte
  86. p. 1160 Spalte 3
  87. das Regelwerk zum Download
  88. Traumulus. Eine tragische Komödie in 5 Akten, von Arno Holz und Oskar Jerschke, Erstausgabe 1905, zitiert nach Digitale Bibliothek Band 95: Deutsche Dramen von Hans Sachs bis Arthur Schnitzler, S. 28929. Weitere Belege finden sich in Holzens Sozialaristokraten.