Moirygletscher

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Moirygletscher
Moirygletscher von Norden

Moirygletscher von Norden

Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Walliser Alpen
Typ Talgletscher
Länge 5,2 km (2011)[1]
Fläche 6,1 km² (1995)[2]
Exposition Nord
Höhenbereich 3'845 m ü. M. – 2'410 m ü. M. (2005)[3]
Neigung ⌀ 18,8° (34%) [4]
Eisvolumen 0,33 ± 0,08 km³ (1993)[2]
Koordinaten 612333 / 10268346.0755555555567.59805555555563127.5Koordinaten: 46° 4′ 32″ N, 7° 35′ 53″ O; CH1903: 612333 / 102683
Moirygletscher (Wallis)
Moirygletscher
Entwässerung Gougra, Navisence, Rhone

Der Moirygletscher (französisch Glacier de Moiry) ist ein Gletscher in den Walliser Alpen im Talabschluss des Val de Moiry, einem Seitental des Val d'Anniviers. Er liegt ungefähr fünf Kilometer südlich des Lac de Moiry. Der Gletscher ist 5,2 km lang[1] und bedeckt eine Fläche von ungefähr 6,1 km²[2], die Exposition ist Nord.

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Moirygletscher an der Nordflanke des Grand Cornier auf rund 3'800 m Von hier fliesst er nach Norden, flankiert von der Pointe de Bricola (3'658 m ü. M.) und der Tsa de l'Ano (3'368 m ü. M.) im Westen sowie von den Bouquetins (bis 3'627 m ü. M.) und der Pigne de la Lé (3'396 m ü. M.) im Osten. Am Westfuss der Pigne de la Lé überwindet der Gletscher eine steile Felskante, sonst hat er eine relativ gleichmässige Neigung von 15 bis 20 %. Die Gletscherzunge endet derzeit auf einer Höhe von etwa 2'400 m[3]. Der Moirygletscher speist die Gougra, die im Lac de Moiry gestaut ist und danach in die Navisence mündet. Diese fliesst durch das Val d'Anniviers und erreicht bei Sierre die Rhône.

Ende des 19. Jahrhunderts reichte der Moirygletscher noch etwas mehr als einen halben Kilometer weiter talabwärts[1]. An einem Felshang östlich oberhalb des Gletschers steht die Cabane de Moiry, von der aus der Gletscher gut zu sehen ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Moirygletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF, abgerufen am 30. Januar 2014).
  2. a b c Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB).
  3. a b WGMS: Fluctuations of Glaciers Database. World Glacier Monitoring Service, Zurich 2013 (DOI:10.5904/wgms-fog-2013-11), abgerufen am 11. Dezember 2013
  4. Andreas Linsbauer, Frank Paul, Wilfried Haeberli: Modeling glacier thickness distribution and bed topography over entire mountain ranges with GlabTop: Application of a fast and robust approach. In: Journal of Geophysical Research., Band 117, F03007, 2012, doi:10.1029/2011JF002313 (online)