Mojo (Hoodoo)

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Mojo bezeichnet eigentlich ein magisches Amulett, wird aber auch als Synonym für Glück oder Glücksbringer verwendet. Das Wort Mojo ist afrikanischen Ursprungs und kam mit den Sklaven nach Amerika. Gegen Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Wort in den englischen Sprachgebrauch über.

Glücksbehälter[Bearbeiten]

Ein Mojo war üblicherweise ein Stoffbeutel, der als Talisman unter der Kleidung versteckt getragen wurde. Gefüllt mit Kräutern und magischen Pulvern, gelegentlich einer Münze und anderen geeigneten Gegenständen, versehen mit einem Hoodoo-Zauber, sollte das Mojo vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen.

Rezeption[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Am bekanntesten wurde der Begriff Mojo durch seine häufige Verwendung im Blues bzw. im Rock’n’Roll, der die alten Blues-Songs wieder aufgriff. Auf diese Weise verbreitete sich das Wort zwar weltweit, aber die ursprüngliche Bedeutung war nur wenigen geläufig. So kam es zur Verwendung des Wortes Mojo mit grundsätzlich anderen Bedeutungen, etwa als Umschreibung der Libido oder des Penis. Ein prominentes Beispiel, das diese Entwicklung förderte, lieferte Jim Morrison von den Doors, der im Song L.A. Woman das Pseudonym „Mr. Mojo Risin’“ benutzte – ein Anagramm von „Jim Morrison“.

Zu den vielen Blues-Songs, die das Wort Mojo im Titel haben, gehören z. B. Low-down Mojo von Blind Lemon Jefferson, I Got My Mojo Working von Ann Cole, das oftmals Muddy Waters zugeschrieben wird, bzw. Paul Butterfield, oder Pick Up On My Mojo von Johnny Winter. In dem Beatles Song “Come Together” (LP Abbey Road, 1969) wird ebenfalls auf Muddy Waters’ Mojo Bezug genommen: in der vierten Strophe heißt es “He Got Muddy Water, he one Mojo Filter, he say ‘one and one and one is three’…”.

Der Begriff „Mojo“ kommt auch in dem Lied LeRoy von Wheatus vor, wo er in dem Zusammenhang „Leroy is the Mojo-Man tonight“ gebraucht wird. Jeff Buckley benutzte den Begriff in seinem mit Gary Lucas geschriebenen Song Mojo Pin („If only you’d come back to me, if you laid at my side, wouldn’t need no mojo pin to keep me satisfied“; zu Deutsch: „Wenn du nur zu mir zurückkämst, dich an meiner Seite hinlegtest, bräuchte ich keine Mojo-Nadel, um zufrieden zu sein“). Damit ist wahrscheinlich eine Heroinspritze gemeint.

Film[Bearbeiten]

Ebenfalls wurde das „Mojo“ in der Austin-Powers-Trilogie thematisiert, in der der Held Austin Powers nicht an seine eigenen Kräfte, sondern an die seines Mojos glaubte, was ihm zum Verhängnis wurde.

Spiel[Bearbeiten]

Im MMO-Spiel World of Warcraft hinterlassen die jamaikanisch angehauchten Trolle oft Mojos, wenn sie getötet werden. Auch im Action-RPG Diablo 3 kommen Mojos zum Einsatz, etwa durch die Figur des Hexendoktors.[1]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. Blizzard Entertainment (2011): Was ist neu in Diablo III?, gepr. 2011-0915-1611 (ed. 2011), Abs. Monster und Gegenstände.