Mol (Belgien)

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Mol
Coat of arms of Mol.jpg Flag of Mol, Belgium.svg
Mol (Antwerpen)
Mol
Mol
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Antwerpen
Bezirk Turnhout
Koordinaten 51° 11′ N, 5° 7′ O51.1852785.10861127Koordinaten: 51° 11′ N, 5° 7′ O
Fläche 114,26 km²
Einwohner (Stand) 34.827 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 305 Einw./km²
Höhe 27 m
Postleitzahl 2400
Vorwahl 014–011
Bürgermeister Paul Rotthier (CD&V)
Adresse der
Kommunalverwaltung
Molenhoekstraat 2
2400 Mol
Webseite www.gemeentemol.be

lblels

Die belgische Gemeinde Mol liegt in der Provinz Antwerpen. Sie hat 34.827 Einwohner (Stand: 1. Januar 2012).

Industrie und Forschung[Bearbeiten]

Mol beherbergt das Studienzentrum für Kernenergie (SCK•CEN), das größte und bedeutsamste Kernforschungszentrum des Landes. Über 600 Wissenschaftler und Techniker sind dort hauptsächlich auf den Gebieten Nukleare Sicherheit, Forschung im Entsorgungssektor, Strahlenschutz und Safeguards beschäftigt. Das Zentrum wurde am 9. April 1952 gegründet und 1957 in eine Einrichtung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Die nichtnuklearen Aktivitäten des Zentrums wurden 1991 in das Flämische Institut für Technologische Forschung (VITO) verlagert. Von 1967 bis 1974 wurde in Mol die Wiederaufarbeitungsanlage Eurochemic betrieben. Neben den Forschungseinrichtungen des SCK•CEN sind auch die noch in Betrieb befindlichen Brennelementfabriken für Uran- und Mischoxid-Brennelemente in Mol angesiedelt.

In der zur Gemeinde gehörenden Ortschaft Gompel steht eine Glasfabrik.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Im äußersten Norden der Gemeinde, an der Grenze zu den Niederlanden, liegt in einer waldreichen Umgebung das Dorf Postel. Es ist bekannt für die über 900 Jahre alte Abtei gleichen Namens, wo das berühmte Posteler Abteibier gebraut und feiner Käse hergestellt wird. Die Abtei kann unter Führung besichtigt werden und verfügt über ein kleines Restaurant.
  • Auch andernorts in der Gemeinde kann man in Wäldern und Heidegebieten schöne Wanderungen machen.
  • Im nahe gelegenen Weiler Achterbos gibt es einen Kreuzweg mit 15 weißgetünchten Gedächtniskapellen.
  • Ezaart gibt eine historische Windmühle (1856) und eine Kreuzwegkapelle mit Linden. Ezaart erhielt auch eine alte Kapelle der heilige Willibrord. Das genaue Gebäudedatum ist unbekannt, aber Dokumente von 1494 erwähnt bereits diese Kapelle.
  • In der Ortsmitte von Mol steht die massive, sehenswürdige Petri- und Paulikirche (15. Jahrhundert); vor ihr steht das Rathaus (18. - 19. Jahrhundert). Andere historische Bauten gibt es im Ort Mol nur noch vereinzelt.
  • Jeden Sonntag findet ein Tiermarkt, der sogenannte Konijnenmarkt („Kaninchenmarkt“) auf dem Marktplatz bei der Corbiestraat statt. Der Konijnenmarkt findet schon seit 1880 auf diesem Marktplatz statt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Mol unterhält seit 1980 eine Partnerschaft mit dem deutschen Kall und seit 2007 mit dem nigrischen Karakara.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Mol ist eine flächenmäßig große Gemeinde und besteht außer Mol-Zentrum noch aus weiteren elf Ortsteilen, dazu gehören Achterbos, Donk, Ezaart, Ginderbuiten, Gompel, Heidehuizen, Millegem, Rauw, Sluis, Wezel sowie dem sehr dünn besiedelten Ortsteil Postel im Norden des Gemeindegebietes, das lediglich durch eine schmale Straße mit dem Zentrum der Gemeinde verbunden ist.

# Name Fläche
(km²)
Einwohner
(31/12/2007)
Bevölkerungsdichte
Einw/km²
I Centrum 3,97 6.676 1.682
II Achterbos 5,41 3.752 694
III Donk 6,62 1.614 244
IV Ezaart 7,61 3.074 404
V Ginderbuiten 2,61 3.180 1.218
VI Gompel 2,92 1.470 503
VII Heidehuizen 2,65 2.190 826
VIII Millegem 11,92 3.370 283
IX Rauw 13,91 2.871 206
X Sluis 6,82 2.219 325
XI Wezel 5,32 2.762 519
XII Postel 44,43 220 5

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mol, Belgium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien