Molinis
| Molinis | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Graubünden |
| Bezirk: | Plessur |
| Kreis: | Schanfigg |
| Gemeindenummer: | 3927 |
| Postleitzahl: | 7056 |
| Koordinaten: | 768721 / 18813846.8239.651041Koordinaten: 46° 49′ 23″ N, 9° 39′ 0″ O; CH1903: 768721 / 188138 |
| Höhe: | 1'041 m ü. M. |
| Fläche: | 13.21 km² |
| Einwohner: | 132 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.molinis.ch |
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Molinis von Nordosten. Links die Rungser Rüfi, rechts im Hintergrund das Dorf Tschiertschen |
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| Karte | |
Molinis (rätoromanisch Molinas = Mühle) ist eine politische Gemeinde im Kreis Schanfigg, Bezirk Plessur des Schweizer Kantons Graubünden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Molinis liegt im Schanfigg, 10 km (Luftlinie) östlich von Chur. Als einzige Siedlung des Tals liegt das Haufendorf nicht auf einer Hangterrasse, sondern unten im engen Talboden unmittelbar am rechten Ufer der Plessur. Auf der rechten (nördlichen) Talseite umfasst das Gemeindegebiet nur einen rund 2 km langen schmalen Streifen zwischen dem Flusslauf und der gut 100 m oberhalb verlaufenden Bahnlinie. Wesentlich ausgedehnter ist das Territorium auf der gegenüberliegenden Schattenseite. Es erstreckt sich von der Plessur über den grossteils bewaldeten, von Tobeln und Rüfen zerfurchten Hang zu den ausgedehnten Alpweiden der Ochsenalp an der Nordflanke des Aroser Weisshorns. Kurz unterhalb des Gipfels wird der mit 2'544 m ü. M. höchste Punkt der Gemeinde erreicht.
Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort die Hofsiedlungen Gadenstett, Usser Zana und Inner Zana auf der linken Talseite.
Nachbargemeinden sind St. Peter-Pagig, Peist, Arosa, Tschiertschen-Praden und Lüen.
[Bearbeiten] Geschichte
Der 1335 als Mulina erwähnte Ort gehörte in den Drei Bünden zum Gericht Ausserschanfigg des Zehngerichtenbundes.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In Blau goldenes Mühlrad.
Redendes Wappen als Hinweis auf den auf mulin (romanisch für «Mühle») zurückgehenden Ortsnamen. Farben des Zehngerichtenbundes.
[Bearbeiten] Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 1980 | 1990 | 2006 |
| Einwohner | 135 | 106 | 137 | 83 | 133 | 138 |
[Bearbeiten] Sprache
Der Name des Orts geht auf das rätoromanische Wort mulin «Mühle» zurück. Tatsächlich gehörte Molinis wie das gesamte Schanfigg ursprünglich zum rätoromanischen Sprachgebiet. Erst seit dem 16. Jahrhundert ist Molinis deutschsprachig; die Bevölkerung spricht einen Walser Dialekt, der sich vom weiter flussaufwärts liegenden Langwies aus talabwärts ausbreitete.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Gemeinde bietet einige wenige Arbeitsstätten in der Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie im Dienstleistungssektor. Es gibt ein Restaurant, aber kein Ladengeschäft für den täglichen Gebrauch mehr.
[Bearbeiten] Verkehr
Molinis erreicht man durch die auf halber Höhe zwischen Molinis und St. Peter gelegene Station St. Peter-Molinis der Bahnstrecke Chur–Arosa der Rhätischen Bahn oder über eine Strasse hinauf nach St. Peter, das an der Schanfiggerstrasse liegt und von der Postautolinie Chur–Peist bedient wird.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche.
[Bearbeiten] Literatur
- Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich, 2003. ISBN 3-7253-0741-5.
- Peter Masüger: Vom Alträtoromanischen zum "Tschalfiggerisch", in: Terra Grischuna, 48. Jahrgang, Heft 1, Terra Grischuna Verlag, Chur 1990, ISSN 1011-5196.
- Christian Patt: Schanfigger Wörter - Eine Ergänzung zum Davoser Wörterbuch, Verlag Walservereinigung Graubünden, Chur 1986.
- Hans Danuser/Walser-Vereinigung Graubünden (Hrsg.): Alte Wege im Schanfigg, Verlag Walser-Vereinigung Graubünden, Splügen 1997.
- E. Rud: Das Schanfigg, Buchdruckerei AG Arosa, Arosa o.J. (um 1920).
- Dr. C. Fischer: Land und Leute im Tale Schanfigg, Manatschal Ebner & Cie., Chur 1905.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
Arosa | Calfreisen | Castiel | Langwies | Lüen | Maladers | Molinis | Peist | St. Peter-Pagig
Ehemalige Gemeinden: Pagig | St. Peter
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