Momčilo Perišić

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Momčilo Perišić vor dem Internationalen Strafgerichtshof, 2011

Momčilo Perišić (* 22. Mai 1944 in Koštunići, zu Gornji Milanovac, Serbien) ist ein serbischer Militärangehöriger, zuletzt im Rang eines Generaloberst. Er war von 1993 bis 1998 Generalstabschef der Jugoslawischen Volksarmee.[1]

Vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien war Perišić im Jahr 2005 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Bosnien und Kroatien angeklagt worden. Anders als andere Angeklagte stellte sich Perišić umgehend dem Haager Tribunal. Er wurde im ersten Prozess am 6. September 2011 vom Haager Tribunal wegen seiner führenden Rolle bei der Belagerung von Sarajewo, für einen Raketenangriff auf Zagreb und politischer Beteiligung am Massaker von Srebrenica zu 27 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht unter dem Vorsitz Bakone Moloto sah die Vorwürfe der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit als erwiesen an.[1][2]

Er wurde im Berufungsverfahren am 28. Februar 2013 von allen Anklagepunkten freigesprochen, das Urteil ist rechtskräftig.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 27 Jahre Haft für Ex-Generalstabschef Perisic. In: ORF. 6. September 2011, abgerufen am 6. September 2011 (deutsch).
  2. Fall IT-04-81
  3. HAG: Oslobođen general Perišić. In: [Kurir-info.rs]. 28. Februar 2013, abgerufen am 28. Februar 2013 (serbisch).