Monastero Bormida

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Monastero Bormida
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Monastero Bormida (Italien)
Monastero Bormida
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Asti (AT)
Koordinaten: 44° 39′ N, 8° 20′ O44.6494444444448.3277777777778191Koordinaten: 44° 38′ 58″ N, 8° 19′ 40″ O
Höhe: 191 m s.l.m.
Fläche: 14 km²
Einwohner: 978 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einw./km²
Postleitzahl: 14058
Vorwahl: 0144
ISTAT-Nummer: 005068
Volksbezeichnung: Monasteresi
Schutzpatron: Julia von Korsika
Website: Monastero Bormida
Monastero Bormida
Burg
Monastero Bormida

Monastero Bormida (auf piemontesisch Monasté an Bormia) ist eine Gemeinde mit 978 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Asti (AT), Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten]

Monastero Bormida liegt am Unterlauf der Bórmida di Millésimo zwischen den Landschaften der Langhe und des Monferrato.

Die Nachbargemeinden sind Bistagno, Bubbio, Cassinasco, Denice, Loazzolo, Ponti, Roccaverano und Sessame.

Geschichte[Bearbeiten]

Ungefähr um das Jahr 1050 rief Aleramo, der Markgraf von Monferrato, Benediktinermönche aus der Abtei Fruttuaria in San Benigno Canavese ins Bormidatal, um die Landschaft, nach den Verwüstungen durch die Sarazenen, wieder urbar zu machen. Möglicherweise ließen sich die Mönche an einer Stelle nieder, an der schon ein älteres Kloster und eine antike Ansiedlung bestanden hatte. Das Kloster (ital. monasterio) gab der Ortschaft den Namen. 1393 wurde das Kloster aufgelöst und die Mönche zogen in das Kloster San Bartolomeo in Azzano d’Asti.

Die Adelsfamilie del Carretto übernahm die Klostergebäude und baute sie in eine Burg um. 1484 beanspruchte Sixtus IV. Burg und Dorf für seine Familie, die della Rovere , die die Burg bis ins 19. Jahrhundert behielten.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Ambrogio Spiota ist seit 27. Mai 2013 Bürgermeister der Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Umstand, dass die Burg von Monastero Bormida als einzige in der Provinz Asti nicht auf einem Hügel errichtet wurde, geht auf die Geschichte zurück. Der Bau wurde im 11. Jahrhundert als Kloster am Ufer der Bormida errichtet. Von der Kirche dieser Zeit ist noch der 27 Meter hohe, freistehende Nordturm erhalten, der über einen Rundbogen, der das Kirchenmittelschiff bezeichnet, mit der Burg verbunden ist. Der Ausbau zu einer repräsentativen Burg und der Abriss der Kirche begann 1394. Der Komplex wurde sowohl in der Renaissance als auch im Barock umgestaltet. Davon zeugen noch Deckengemälde im Inneren. Heute dient die Burg unter anderem als Rathaus.

Im Anschluss an die Burg überspannt eine romanische Bogenbrücke aus dem 12. Jahrhundert, mit einer kleinen Kapelle in der Mitte, den Fluss. Nach dem katastrophalen Hochwasser 1994 wurde sie grundlegend erneuert.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

In Monastero Bormida werden Reben für den Dolcetto d’Asti, einen Rotwein mit DOC-Status angebaut. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden. Die Muskateller-Rebe für den Asti Spumante, einen süßen DOCG-Schaumwein mit geringem Alkoholgehalt sowie für den Stillwein Moscato d’Asti wird hier ebenfalls angebaut. Aus der Rebsorte Brachetto wird der liebliche Schaumwein Brachetto d’Acqui hergestellt. In Monastero Bormida werden auch Reben der Sorte Barbera für den Barbera d’Asti, einen Rotwein mit DOCG-Status, sowie den Barbera del Monferrato angebaut.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Schomann: Reclams Kunstführer Italien Band 1,2. Stuttgart 1982, ISBN 3-15-010305-3
  • Beccaria, Grimaldi, Pregliasco (Hrsg.): Piemont – Langhe und Roero, Hügel der Mühen und der Feste. Omega Edizioni, Turin 1998, ISBN 88-7241-321-4

Weblinks[Bearbeiten]