Monbach

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Monbach
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Wasserfall in der Monbachschlucht

Wasserfall in der Monbachschlucht

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2384476
Lage Baden-Württemberg; Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Nagold → Enz → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Q. d. Maisgrabens: neben der L 179 vor dem südlichen Ortsende von Bad Liebenzell-Möttlingen
48° 45′ 18″ N, 8° 47′ 36″ O48.7548972222228.7932027777778535
Quellhöhe ca. 535 m ü. NHN[1]
Mündung an der Bahnstation Neuhausen-Monbach von rechts in die untere Nagold48.7978638888898.7285138888889310Koordinaten: 48° 47′ 52″ N, 8° 43′ 43″ O
48° 47′ 52″ N, 8° 43′ 43″ O48.7978638888898.7285138888889310
Mündungshöhe 310 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 225 m
Länge 9 km[2] mit Oberlauf Maisgraben
Einzugsgebiet 18,139 km²[3]

Der Monbach ist ein auf dem Hauptstrang neun Kilometer langer Bach am Ostrand des Nordschwarzwaldes im Landkreis Calw in Baden-Württemberg, der zwischen Bad Liebenzell und Unterreichenbach von rechts in die mittlere Nagold mündet.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Der Monbach entsteht etwa zwei Kilometer südlich der Ortsmitte von Neuhausen im Enzkreis aus seinen zwei über vier Kilometer langen Quellbächen Maisgraben und Haugstetter Bach, die ihrerseits jeweils einen weiteren bedeutenden Zufluss erfahren. Die Quellen aller dieser Bäche liegen in Höhen zwischen 515 und 540 m ü. NHN auf einem Südostbogen etwa zwischen – im Osten – dem Büchelberg bei Weil der Stadt-Münklingen und – im Süden – dem Wald zwischen Bad Liebenzell-Unterhaugstetten und Althengstett-Ottenbronn.

Nach dem Zusammenfluss auf etwa 492 m ü. NHN in noch wenig eingetiefter Mulde gräbt sich der Bach auf Nordwestlauf sein steiles, bewaldetes Kerbtal in die Hochebene. Rund einen Kilometer vor der Mündung kehrt es sich abrupt nach Südwesten. Der Bach mündet dann auf etwa 310 m ü. NHN von rechts bei der Bahnstation Neuhausen-Monbach von rechts in die untere Nagold, die hier zwischen Bad Liebenzell und Unterreichenbach nordwärts läuft.

Zuflüsse[Bearbeiten]

auch höherer Ordnung, jeweils von der Quelle zur Mündung. Daten wo erhältlich nach dem Geodatenviewer (siehe Weblinks), Höhen nach dem Höhenlinienbild dort.

Zusammenfluss des Monbachs aus zwei Quellästen auf etwa 492 m ü. NHN etwa 2 km südwestlich der Ortsmitte von Neuhausen im Enzkreis neben der Straße nach Bad Liebenzell-Unterhaugstett, eben schon im beginnenden Naturschutzgebiet.

  • Maisgraben, rechter Quellbach, 4,3 km lang mit 7,9 km² Einzugsgebiet. Entsteht auf etwa 535 m ü. NHN neben der L 179 vor dem südlichen Ortsende von Bad Liebenzell-Möttlingen.
    • Landgraben, von rechts auf etwa 500 m ü. NHN in den Schanzwiesen etwa 2 km südlich von Neuhausen, 1,9 km lang mit 2,1 km² Einzugsgebiet. Entsteht auf etwa 516 m ü. NHN an einer Feuchtwiese südlich der Straße von Neuhausen nach Weil der Stadt-Münklingen.
  • Haugstetter Bach, linker Quellbach, 4,1 km lang mit 6,9 km² Einzugsgebiet. Entsteht auf etwa 537 m ü. NHN im Waldgebiet Eisengrund in der Simmozheimer Gemeindeexklave.
    • Wiesenzulauf, von rechts auf etwa 523 m ü. NHN in der Flurschneise zwischen dem Hofgut Georgenau und Bad Liebenzell-Unterhaugstett, 1,2 km lang. Entsteht südlich des Hofgutes auf etwa 534 m ü. NHN.

Mündung des Monbachs auf etwa 310 m ü. NHN bei der Bahnstation Neuhausen-Monbach von rechts in die untere Nagold.

Grenzverlauf[Bearbeiten]

Bis 1945 stellte der Bach jahrhundertelang den natürlichen Grenzverlauf zwischen den Ländern Baden (Land) und Württemberg, dem heutigen Baden-Württemberg dar und markiert weitestgehend den Gemarkungsverlauf zwischen Bad Liebenzell und Neuhausen.

Wanderweg durchs Monbachtal

Natur[Bearbeiten]

Ab dem Zusammenfluss seiner Quellbäche durchfließt der Monbach das als Naturschutzgebiet Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle ausgewiesene Monbachtal.[4] Er durchläuft darin eine vor rund 350.000 Jahren entstandene[5], wildromantische Waldschlucht, in der er über Buntsandsteinstufen herabfällt.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Haug: Das Monbachtal: ein Juwel des Schwarzwaldes, Kurverwaltung Bad Liebenzell 1975.
  • Friedrich Böckle, Jürgen Höppner, Peter Weidenbach: Romantisches Monbachtal – Oase der Ruhe und Erholung, Schwarzwaldverein Bad Liebenzell, Leinfelden-Echterdingen 2002.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geodatenviewer, Höhenlinienbild.
  2. Geodatenviewer, Fließgewässer 1:10.000.
  3. Geodatenviewer, Einzugsgebiete, Summe der Teileinzugsgebiete.
  4. Naturschutzgebiet „Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle”
  5. Zur Entstehung der Monbachschlucht, schwarzwald-tourismus.info, abgerufen am 9. Februar 2014.
  6. Die Monbachtalschlucht, bad-liebenzell.de, abgerufen am 9. Februar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]