Mondgottheit
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Als Mondgottheit gelten in den Mythologien der unterschiedlichsten Kulturen Götter, die eine Verkörperung des Erdmondes darstellen.
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Griechische Mythologie [Bearbeiten]
In der griechischen Mythologie waren zum Beispiel Artemis, Danaë oder Selene Mondgöttinnen, sowie Brizo und die thrakische Bendis. Letztere war außerdem noch Göttin der Jagd.
Der wichtigste rituelle Vogel der Mondgottheiten war der Wendehals, siehe auch Iynx.
Römische Mythologie [Bearbeiten]
In der römischen Mythologie waren Luna und Diana die Mondgöttinnen.
Weitere Mondgottheiten [Bearbeiten]
Europa [Bearbeiten]
- In der skandinavischen Mythologie gab es den Mondgott Mani.
Asien [Bearbeiten]
- Hubal (arabisch: هبل) war ein Mondgott in der arabischen Mythologie im vorislamischem Arabien. Hauptsächlich verehrt wurde dieser Mondgott an der Kaaba in Mekka.[1][2][3][4][5][6][7][8][9]
- Ta'lab: ein Mondgott, der im vorislamischen Südarabien verehrt wurde.
- Wadd, (arabisch: ود: „Liebe, Freundschaft“), war ein bedeutender Mondgott im vorislamischem Arabien. Auch bekannt als Illumguq, Amm, Sin und Il Mukah. Er wird auch im Koran (71:23) als eine falsche Gottheit erwähnt zu Lebzeiten des Propheten Noah.[10][11]
- Al-Lat: Auch „Illat“ oder „Alilat“, ursprünglich „Han-'Ilat“, war eine verehrte Mondgöttin der Araber im vorislamischem Arabien. Siehe auch: Altarabische Religion [12]
- Akkad: Suen
- Im Aramäischen: Ilteri
- Assyrien und Babylonien: Sin
- Babylonien: In der babylonischen Mythologie war Annit eine Mondgöttin.
- China: In der chinesischen Mythologie gibt es die Göttin Chang'e, die auf dem Mond lebt.
- Georgien: Der georgische Mondgott Giorgi, der als Weißer Georg (Tetri Giorgi) später mit dem Heiligen Georg verschmilzt und verehrt wird. Er kann als Namensgeber des Landes bezeichnet werden.
- Hethiter: Arma (zumindest heißt so das Zeichen seines Namens). In der Keilschrift wird er aufgrund des 30tägigen Mondmonats dem Zeichen für 30 wiedergegeben.
- Hurriter: Kušuh
- Indien: In Indien wird der hinduistische Mondgott Chandra verehrt, der alte vedische Mondgott hieß Soma
- Iran/Persien: In der Literatur, hierbei sowohl in alten avestischen als auch in persischen Texten, erscheint der Mond als die Gottheit Māh/Māonghah/Māvangh.
- Kusrā, die Mondgöttin des arabischen Stammes der Hawkum im Gebiet von Ḥarîb.
- Luwier: Arma
- Westsemitische Sprache: Šahar
- Shintoismus: Hier wird der Mondgott (Kami) Tsukiyomi verehrt.
- Sumer: sumerischer Mondgott Nanna (Gott)
- Ugarit: Yarach
- Urartu: Šelarde
Afrika [Bearbeiten]
- In der ägyptischen Mythologie wurde der Mondgott Jah sowie Thot und im Neuen Reich Chons verehrt.
- In der Kosmogonie der Ewe und Fon ist Mawu eine Mondgöttin
Mittelamerika [Bearbeiten]
- Coyolxauhqui war in der aztekischen Mythologie die Göttin des Mondes. Sie wurde von ihrem Halbbruder Huitzilopochtli erschlagen und zerstückelt.
Südamerika [Bearbeiten]
- In der Mythologie der Inka war Mutter Mond (Quechua: Mama Killa, Aymara: Phaxsi Mama) das weibliche Gegenstück zum Vater Sonne (Quechua: Tayta Inti, Aymara: Willka Tata).
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Karen Armstrong: Islam: A Short History. 200/2002, S. 11. ISBN 0-8129-6618-x.
- ↑ Hafiz Ghulam Sarwar: Muhammad The Holy Prophet. 1969.
- ↑ Maxime Rodinson: 1961
- ↑ Corpus Inscriptiones Semit., Band II: 198; Jaussen and Savignac, Mission Archéologique en Arabie, I (1907) S. 169f.
- ↑ Maxime Rodinson: Mohammed. 1961, translated by Anne Carter, 1971, S. 38-49
- ↑ Armstrong, S. 23
- ↑ Muhammad ibn Jarir al-Tabari: The History of the Prophets and Kings. Band 1, S. 157.
- ↑ Hitti: History of the Arabs. 1937, S. 96-101.
- ↑ Brother Andrew: Hubal, the moon god of the Kaba.. bible.ca. Abgerufen am 4. September 2007
- ↑ William Pickthall: Marmaduke (1967). Islamic culture, Volume 9. Islamic Culture Board. S. 191. ISBN 978-1142491741. Original is from the University of Virginia
- ↑ ibn al Kalbi: Hisham. 1952. The book of idols: being a translation from the Arabic of the Kitāb al-asnām. Princeton University Press, S. 48.
- ↑ The Book of Idols (Kitāb al-Asnām) by Hishām Ibn al-Kalbī