Mondragon (Vaucluse)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mondragon
Wappen von Mondragon
Mondragon (Frankreich)
Mondragon
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Avignon
Kanton Bollène
Gemeindeverband Communauté de communes Rhône-Lez-Provence.
Koordinaten 44° 14′ N, 4° 43′ O44.2383333333334.712777777777850Koordinaten: 44° 14′ N, 4° 43′ O
Höhe 34–217 m
Fläche 40,65 km²
Einwohner 3.709 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 91 Einw./km²
Postleitzahl 84430
INSEE-Code

Stadttor

Mondragon ist eine französische Kleinstadt mit 3709 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Nordwesten des Départements Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Geografie[Bearbeiten]

Mondragon liegt im Tricastin in der Provence an der Autoroute A7 zwischen Bollène im Norden und Mornas im Süden, 97 Kilometer nordöstlich von Montpellier und 14 Kilometer nordwestlich von Orange. Die Rhône und der Lez, ein Nebenfluss der Rhône, fließen durch das Gemeindegebiet. Die Stadt liegt am Canal de Donzère-Mondragon, einem Schifffahrtskanal, der eine Flussschlinge der Rhône abkürzt und südlich der Stadt wieder in den Fluss einmündet. Zu Mondragon gehört der Weiler Derboux. Nachbargemeinden von Mondragon sind Lamotte-du-Rhône im Südwesten, Bollène im Nordwesten, Mornas im Südosten und Saint-Étienne-des-Sorts im Südwesten. Das Gemeindegebiet umfasst 4065 Hektar, die mittlere Höhe beträgt 126 Meter über dem Meeresspiegel, die Mairie steht auf einer Höhe von 50 Metern.

Mondragon ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ortsteil Saint-Jean, der zwischen der Eisenbahnlinie und dem Kanal liegt, wurde eine gallo-römische Villa entdeckt, in der unter anderem eine Statue gefunden wurde, die einen gallischen Krieger darstellt. Sie wird im Steinmuseum Musée Calvet von Avignon ausgestellt.[2]

Mondragon wurde im Jahre 1137 zum ersten Mal urkundlich als Mons Draconis (lateinisch für „Berg des Drachen“) erwähnt.

Politik[Bearbeiten]

Mondragon gehört zum Gemeindeverband Rhône-Lez-Provence[3] und unterhält eine Städtepartnerschaft mit Lenola in Italien.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Silber ein blauer Reichsapfel mit goldenen Reifen und aufgesetztem Kreuz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eingang zum Friedhof

Die romanische Friedhofskapelle Saint-Pierre-aux-Liens in Derboux wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Im Inneren befindet sich ein Fresko aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts, das die Jungfrau Maria darstellt. Die Kapelle wurde im 19. Jahrhundert umgebaut, sie befindet sich heute im Besitz der Gemeinde und wurde 1997 als Monument historique (‚historisches Denkmal‘) klassifiziert.

Das Hôtel de Suze stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es befindet sich im Privatbesitz und wurde 1949 in die Zusatzliste der Monuments historiques eingetragen.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Bild der Gemeinde wird von Weinbergen und Obstplantagen geprägt. Ein wichtiger Erwerbszweig der Mondragonnais genannten Einwohner ist der Weinbau. Es gibt eine Genossenschaft der Weinbauern vor Ort.[6]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Olivenöl (Huile d’olive de Provence), Weine aus den Weinbaugebieten Côtes du Rhône und Côtes du Rhône Villages sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Geflügel (Volailles de la Drôme), Honig (Miel de Provence) und Rot-, Weiß- und Roséwein der Bezeichnung Méditerranée und Vaucluse.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mondragon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b La ville de Mondragon. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 28. September 2012 (französisch).
  2. Guerrier de Mondragon im Webangebot der Fondation Calvet (französisch) Abgerufen am 24. November 2009
  3. Offizielle Webpräsenz der CC Rhône Lez Provence (französisch) Abgerufen am 23. November 2009
  4. Le Comité de jumelage fêtera ses 25 ans en 2011. In: mondragon-plus.com. 21. Oktober 2012, abgerufen am 28. September 2012 (französisch).
  5. Eintrag Nr. 84078 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=28268&req=84&style=fiche Mondragon auf quid.fr (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.