Skrill

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Skrill Limited
Rechtsform Limited
Gründung 2001
Sitz London/UK
Leitung Siegfried Heimgärtner (President & CEO), Nikolai Riesenkampff (Executive Director) [1]
Produkte Internet-Bezahldienst, E-GeldVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website Skrill.com

Skrill (vormals Moneybookers) ist ein E-Geld-Institut mit Firmensitz in Großbritannien für das Bezahlen im Internet, z. B. bei Internet-Auktionen. Skrill ermöglicht, ähnlich wie PayPal, online zu bezahlen.

Firmenstruktur[Bearbeiten]

Die Muttergesellschaft von Skrill ist die Gatcombe Park Ventures Limited. Skrill wird durch die englische FSA-Regulierungsbehörde überwacht bzw. reguliert.

77 % der Kunden von Skrill kommen aus Europa, in Deutschland nutzen über 500.000 Personen den Service. Somit ist Skrill einer der am weitesten verbreiteten E-Payment-Dienstleister im Internet.

Skrill hat ein Transaktionsvolumen von über 15 Milliarden Euro pro Jahr. Das Unternehmen bietet lokale Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten in mehr als 200 Ländern und Gebieten und über 100 Bezahloptionen. Skrill hat über 35 Millionen Nutzerkonten weltweit und bietet den Dienst in 40 verschiedenen Währungen an. Im April 2013 benutzten mehr als 135.000 Händler die Dienste des Unternehmens.[2]

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2001 in London unter dem Namen Moneybookers gegründet und startete im April 2002 seinen Service. Im Februar 2003 erhielt Moneybookers die E-Bank-Lizenz und ist seitdem berechtigt, elektronisches Geld auszugeben. Im Mai 2005 wurde Dr. Nikolai Riesenkampff neuer Geschäftsführer von Moneybookers. Im März 2006 zählte das Unternehmen 1,6 Millionen Kunden.

Im März 2007 vollzog Investcorp Technology Partners den Buy-out von Moneybookers Ltd. für 105 Millionen Euro.

Im Sommer 2007 wurde der Vorstand von Moneybookers mit Martin Ott als Geschäftsführer erweitert. Ott ist seitdem für die Geschäftsbereiche E-Commerce, Marketing, Produktentwicklung und Service verantwortlich. Mit der Ernennung von Ralf Wenzel zum Chief Operating Officer (COO) im Dezember 2007 baute Moneybookers seine Vertriebsabteilung aus und setzt weiterhin verstärkt auf den Schwerpunkt E-Commerce.

Seit Juni 2012 ist Siegfried Heimgärtner der CEO von Skrill, zusammen mit dem bisherigen Co-CEO Nikolai Riesenkampff als Executive Director.[3][4]

Im Juli 2012 wurde die Übernahme der österreichischen Paysafecard Group angekündigt, die im Februar 2013 abgeschlossen wurde.[5][6]

Moneybookers schloss im Mai 2013 einen Rebranding-Prozess hin zur Marke Skrill ab.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Es handelt sich ursprünglich um ein Prepaid-System, was bedeutet, dass der Kunde erst Geld einzahlen musste, um Zahlungen vornehmen zu können. Auch Online-Zahlungen ohne vorheriges Aufladen des eigenen Skrill-Kontos sind möglich.

Der Empfänger einer derartigen Zahlung muss selbst zunächst nicht über ein Konto bei Skrill verfügen. Ein nicht angemeldeter Empfänger erhält eine Nachricht von Skrill über einen Zahlungseingang und wird in der Mail aufgefordert, sich über die Website von Skrill ein Konto anzulegen. Ist das Konto angelegt, kann der neue Kunde über das empfangene Geld verfügen. Der Service ist in 40 verschiedenen Währungen verfügbar. Der Kunde legt sich beim Anmelden auf eine Konto-Währung fest, die für dieses Konto nach getätigter Einzahlung nicht mehr geändert werden kann. Kunden mit Premium-Mitgliedschaft haben die Möglichkeit, mehrere Konten in verschiedenen Währungen zu führen.[7]

Zahlungsaufträge können nicht mehr storniert werden, sobald eine Transaktion durchgeführt wurde. Kunden können nach erfolgter Verifizierung standardmäßig maximal 10.000 Euro pro Transaktion versenden, dieses Limit aber auf Wunsch auch entfernen lassen. Die Bezahlung erfolgt unter Angabe des Betrages und der E-Mail-Adresse, mit der der Kunde sein Skrill-Konto führt, daher erfolgt beim Kauf von digitalen Gütern ohne Versandadresse die Bezahlung gegenüber dem Händler ohne Preisgabe weiterer personenbezogener Daten.

Skrill stellt für Händler eine HTML-Code-basierte HTTPS-Schnittstelle und API zur Verfügung, Installation spezieller Software ist nicht notwendig. Für Privatkunden gibt es diverse Bannertools. Skrill hat sich speziell auf dem alternativen Auktionsmarkt abseits von eBay und als Zahlsystem mit Escrow-Service im Netz etabliert.

Kunden haben die Möglichkeit eine Skrill PrePaid-MasterCard zu bestellen, die mit ihrem Konto verknüpft ist. Die Karte ist in den Währungen USD, EUR, PLN und GBP verfügbar und ermöglicht den Kunden den direkten Zugriff auf ihr Online-Guthaben.

Verifizierten Kunden wird ein Sicherheits Token angeboten. Nach Aktivierung des Tokens ist die Eingabe dieses individuell generierten PINs nötig, um auf das Skrill-Konto zuzugreifen. Konten mit aktiviertem Sicherheits Token wird im Falle des Missbrauchs ihres Kontos eine Rückerstattung des Guthabens versprochen.[8]

Zahlungssicherheit beim Verkauf für Händler[Bearbeiten]

Registrierte Händler haben die Möglichkeit, sich gegen Betrug durch eine kostenpflichtige Versicherung zu schützen.

Skrill für österreichische Kunden[Bearbeiten]

Das Befüllen des Skrill-Kontos ist durch eine Inlandsüberweisung eines Geldbetrages auch von einem österreichischen Bankkonto aus möglich.

Entgelte/Gebühren[Bearbeiten]

Die Anmeldung ist kostenlos. Bei „Inaktivität“ fällt für Verbraucher-Konten, die Guthaben aufweisen, eine Bereitstellungsgebühr von 1 EUR pro Monat an. Ein Benutzer gilt als inaktiv, wenn er sich während der letzten 12 Monate nicht in sein Skrill-Konto eingeloggt oder eine Transaktion vorgenommen hat. Hat man sein Skrill-Konto als Zahlungsempfangskonto (beispielsweise bei einem Internetauktionshaus) registriert, so wird es als Händlerkonto gewertet, das seit 2012 ebenfalls mit einer Bereitstellungsgebühr belastet wird. Der Empfang von Geld ist für private Nutzer gebührenfrei. Wird Geld an einen anderen Teilnehmer gesendet, so zahlt der Sender zusätzlich ein Entgelt in Höhe von 1%, maximal 10,00 EUR. Zusätzlich fallen Entgelte bei einem Währungswechsel, einer Auszahlung auf ein Bankkonto oder eine Kreditkarte oder bei Scheckausstellung an.[9]

Kunden mit hohem Transfervolumen wird eine kostenfreie Premium-Mitgliedschaft, "Skrill VIP", angeboten. Die Vergünstigungen sowie zusätzliche Angebote ähneln dabei denen des Konkurrenten Neteller.[10]

Für gewerbliche Nutzer fällt abhängig vom monatlichen Transfervolumen pro Empfangsvorgang ein prozentuales Entgelt an. Vom Händler ausgelöste Gutschriften oder Rückerstattungen sind ebenfalls kostenpflichtig.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://corporate.skrill.com/de/uber-uns/management-de/
  2. http://new.skrill.com/de/ueber-uns/unser-unternehmen/
  3. Skrill engagiert neuen CEO: Siegfried Heimgärtner übernimmt die Führung(Internetworld)
  4. http://corporate.skrill.com/de/uber-uns/management-de/
  5. Ankündigung der Übernahme von Paysafecard durch Skrill. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  6. Skrill completes acquisition of paysafecard.com Wertkarten AG. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  7. Skrill: Vorteile von "Skrill VIP". Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  8. Skrill: Sicherheits-Token mit "Geld-zurück-Garantie". Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  9. Skrill: Gebühren für Privatkonten. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  10. Vergleich von Skrill und Neteller. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  11. Skrill: Übersicht der Händler-Gebühren. Abgerufen am 14. Oktober 2013.