Monica (Sängerin)

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Monica, 2007

Monica Denise Arnold (* 24. Oktober 1980 in Oak Park, Georgia) ist eine US-amerikanische R&B-Sängerin und Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten]

Erste Gesangserfahrungen sammelte die in Atlanta aufgewachsene Tochter des Mechanikers M. C. Arnold und der ehemaligen Delta-Air-Lines-Kundenbetreuerin Marilyn Best im Alter von zwei Jahren im örtlichen Kirchenchor der Jones Chapel United Methodist Church. Nach der Trennung ihrer Eltern im Jahr 1984 lebte Arnold mit ihrem jüngeren Bruder Montez (* 1983) zunächst bei der Mutter; später wurde sie Mitglied von Charles Thompson and the Majestics, einem zwölfköpfigen Chor, mit dem sie noch zu Schulzeiten durch die Staaten tourte und diverse Talent- und Gesangswettbewerbe bestritt. 1992 wurde Produzent Dallas Austin im Rahmen eines kurzen Auftrittes auf Monica aufmerksam und man entschied sich im Einverständnis mit Arista Records dazu, das junge Gesangstalent unter Vertrag zu nehmen.

1990er[Bearbeiten]

Zwei Jahre später erschien Monicas erstes Album Miss Thang. Die Platte brachte mit „Don't Take It Personal (Just One of Dem Days)“, der Doppel-A-Single „Like This and Like That/Before You Walk out of My Life“ und „Why I Love You So Much“ drei aufeinander folgende Top-10-Singles hervor und wurde im Jahr darauf in den USA mehrfach mit Platin prämiert. Der lang erhoffte Durchbruch und erster internationaler Erfolg folgte jedoch erst mit dem Release der Single „For You I Will“, dem Soundtrack zu Michael Jordans Cartoon-Adaption Space Jam, der Monica 1997 Auszeichnungen wie den American Music Award, Soul Train und Billboard Award bescherte.

Übertroffen wurden diese Erfolge im Jahr 1998 mit der Veröffentlichung des zweiten Albums The Boy Is Mine, dessen erste gleichnamige Singleauskopplung im Duett mit Brandy weltweit vordere Chartplätze belegte und beide Sängerinnen nicht nur zu den bekanntesten Gesichtern ihres Genres machte, sondern auch einen Grammy einbrachte. Mit den Nachfolge-Singles „The First Night“ (im Feature mit Produzent Jermaine Dupri) und die Ballade „Angel of Mine“, ein Cover des britischen R&B-Trios Eternal, setzte sie die Erfolge fort: Beide Tracks erreichten Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts und waren auch in Europa und Japan erfolgreich.

Trotz oder gerade wegen des großen Interesses der Öffentlichkeit an ihrer Person entschied Monica sich Ende 1999, eine länge Auszeit vom Musikgeschäft zu nehmen und sich der Schauspielerei zu widmen. Es folgten Gastauftritte in Serien wie Living Single und Felicity, aber auch Rollen in Filmen wie Boys & Girls oder der MTV-Produktion Love Song.

2000er[Bearbeiten]

2002 machte Monica mit der Veröffentlichung von „Just Another Girl“, dem Titelsong zur Chris-Rock-Komödie Down to Earth, erstmals wieder musikalisch auf sich aufmerksam; der Erfolg der Single hielt sich jedoch in Grenzen. Noch im selben Jahr wurde „All Eyez on Me“, ein Teil-Cover des Michael-Jackson-Hits „P.Y.T.“ als Vorbote zum gleichnamigen Album ausgekoppelt, doch die Darkchild-Produktion erlangt kaum Zustimmung und floppte. Auch der zweite Versuch, „Too Hood“ (eine weitere Kollaboration mit Jermaine Dupri) konnte sich nicht in den Charts platzieren und so entschied man sich in Rücksprache mit Monicas neuer Plattenfirma J Records dazu, das Album lediglich in Japan zu veröffentlichen.

Ein Jahr später, 2003, kam schließlich After the Storm, eine überarbeitete und neu gestaltete Version von All Eyez on Me, auf den Markt. Das Album zeichnete sich vor allem durch Missy Elliotts Handschrift aus: Die Rapperin steuerte nicht nur die Hit-Single „So Gone“, sondern auch vier weitere Tracks zur Platte bei und zeigte sich maßgeblich für den Nummer-1-Erfolg des Albums verantwortlich. Im Zuge des Erfolges folgten drei weitere Auskopplungen, darunter die Doppel-A-Single „Knock Knock/Get It Off“ und die Ballade „U Should've Known Betta“.

Nach der Geburt ihres ersten Kindes Rodney Ramone Hill III, Sohn des Produzenten Rodney „Rock“ Hill Junior, im Mai 2005 begann Monica mit den Arbeiten an ihrem vierten Album The Makings of Me, welches im Oktober 2006 erschien. Das Album platzierte sich an der Spitze der amerikanischen R&B-Charts, verschwand jedoch recht schnell aus den oberen Charträngen und konnte lediglich rund 250.000 Kopien absetzen. Während die erste Singleauskopplung, „Everytime tha Beat Drop“, noch bis auf Platz 48 der U.S. Hot 100 klettern konnte, verfehlten alle Nachfolgesingles gänzlich den Einstieg in die Hitlisten.

Im Herbst 2007 wurde bekannt, dass die Sängerin im Januar 2008 ihr zweites Kind von Hill erwartet. Parallel dazu führte sie gemeinsam mit Missy Elliott, Bryan Michael Cox und Ne-Yo die Arbeiten an ihrem fünften Studioalbum fort.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1995 Miss Thang 36
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Juli 1995
1998 The Boy Is Mine 34
(13 Wo.)
19
(14 Wo.)
52
(10 Wo.)
8
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juli 1998
2002 All Eyez on Me 88
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2002
2003 After the Storm 1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2003
2006 The Makings of Me 8
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2006
2010 Still Standing 2
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. März 2010
2012 New Life 4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. April 2012

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1995 Don't Take It Personal (Just One of Dem Days)
Miss Thang
32
(3 Wo.)
2
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. April 1995
Before You Walk Out of My Life
Miss Thang
22
(3 Wo.)
7
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. August 1995
1996 Like This and Like That
Miss Thang
33
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Februar 1996
Why I Love You So Much / Ain't Nobody
Miss Thang
9
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Mai 1996
1997 For You I Will
The Boy Is Mine
80
(8 Wo.)
27
(2 Wo.)
4
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 1997
1998 The Boy Is Mine
The Boy Is Mine / Never Say Never
5
(23 Wo.)
6
(16 Wo.)
3
(23 Wo.)
2
(20 Wo.)
1
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 1998
(mit Brandy)
The First Night
The Boy Is Mine
63
(9 Wo.)
6
(6 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1998
Angel of Mine
The Boy Is Mine
55
(1 Wo.)
1
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 1998
2001 Just Another Girl
All Eyez on Me
64
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2001
2002 All Eyez on Me
All Eyez on Me
81
(2 Wo.)
69
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2002
2003 So Gone
After the Storm
10
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 2003
Knock Knock
After the Storm
75
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2003
2004 U Should've Known Better
After the Storm
19
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2004
2006 Everytime tha Beat Drop
The Makings of Me
48
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Juli 2006
(feat. Dem Franchize Boyz)
2010 Everything to Me
Still Standing
44
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2010
Love All Over Me
Still Standing
58
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2010

Als Gastmusikerin[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2000 I've Got To Have It
Big Mama’s Haus (O.S.T)
76
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2000
(Jermaine Dupri & Nas featuring Monica)
2009 Trust
A Different Me
70
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 2009
(Keyshia Cole featuring Monica)

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1996: Living Single (Fernsehserie, Folge 3x24)
  • 2000: Love Song (Fernsehfilm)
  • 2000: Boys, Girls & a Kiss
  • 2003: Felicity (Fernsehserie, Folge 4x04)
  • 2004: American Dreams (Fernsehserie, Folge 2x02)
  • 2006: ATL (Cameo)
  • 2009: Pastor Brown

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US