Monica Ali

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Monica Ali auf der Frankfurter Buchmesse 2009

Monica Ali (* 20. Oktober 1967 in Dhaka, Bangladesch) ist eine britische Schriftstellerin.

Biografie[Bearbeiten]

Ali ist die Tochter eines bengalischen Vaters und einer englischen Mutter. Als Ali drei Jahre alt war, zog die Familie von Dhaka nach Bolton im Vereinigten Königreich um. Ali studierte Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaft am Wadham College in Oxford. Sie lebt in London. Mit ihrem Mann Simon, einem Unternehmensberater, hat sie zwei Kinder, Felix und Shumi. 2003 erschien Alis Debütroman Brick Lane, der für den Booker Prize - der höchsten britischen Literaturauszeichnung - nominiert wurde.

Brick Lane[Bearbeiten]

Der Roman trägt den Namen der Straße Brick Lane, die in London mitten im Viertel der bengalischen Einwanderer liegt. Erzählt wird die Geschichte von Nazneen, einer jungen Frau aus Bangladesch, die 1985 mit achtzehn Jahren nach London kommt und mit dem zwanzig Jahre älteren Chanu verheiratet wird. Nazneen ist es kaum möglich, die winzige Wohnung zu verlassen. Ihr wird keine Bildung zuteil, ebenso ist es ihr unmöglich, London und Großbritannien kennenzulernen. Zunächst fügt sie sich in ihre Rolle. Nur der Briefwechsel mit ihrer Schwester Hasina, die mit den islamischen Traditionen gebrochen hat, bringt Abwechslung in Nazneens Leben.

Nazneen begreift mit den Jahren, dass Chanus Träume von Wohlstand und sozialem Aufstieg immer Träume bleiben werden. Auch findet sie zehn Jahre nach ihrer Ankunft in England doch Möglichkeiten, sich winzige Freiräume zu erobern. Sie unterstützt ihre gegen den Vater aufbegehrenden Töchter, beginnt eine Liebesaffäre mit Karim, einem Bangladescher, der sein Leben lang in England gelebt hat, und entscheidet sich nach den Ereignissen des 11. September 2001 für ein Leben in England.

In einem Interview mit der Berliner Zeitung sagt Ali über den Roman: „Ich wollte das Klischee herausfordern. Wir sehen einen Sari oder ein Kopftuch - und haben schon eine Meinung über die Person darunter. Jetzt kommen die Leute zu mir und sagen, dass sie ihre indische oder bengalische Nachbarin mit ganz anderen Augen sehen.“ [1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marie A. Laufer: Literatures in English. Identitätsprozesse in der transkulturellen Gesellschaft; Maxine Hong Kingston - „The woman warrior“, Eva Hoffman - „Lost in translation“, Monica Ali - „Brick Lane“. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-639-04774-5.
  • Inga Mehlert: Ein Geschmack von Kultur. Zur Bedeutung von Esskultur in Monica Alis „Brick Lane“, Zadie Smiths „White Teeth“ und Meera Syals „Anita and me“. Universität Hamburg 2009.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung vom 18. März 2004
  2. a b c d Anette Gruber ist die Übersetzerin.