Monica Bleibtreu
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Monica Bleibtreu (* 4. Mai 1944 in Wien; † 13. Mai 2009 in Hamburg) war eine österreichische Schauspielerin, Schauspieldozentin und Drehbuchautorin.
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[Bearbeiten] Leben
Monica Bleibtreu war die Tochter eines Theaterdirektors und die Großnichte von Hedwig Bleibtreu. Sie stand bereits in ihrer Kindheit auf der Bühne. Sie studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und spielte in ihren ersten Berufsjahren ausschließlich Theater. Ihre erste Fernseharbeit zeigte sie erst 1971. Für die Rolle einer Ausbrecherin aus einer Fürsorgeanstalt in der Fernesehserie Der Kommissar in der Folge 51, "Fluchtwege" wurde sie 1972 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Sie blieb aber dennoch hauptsächlich Theatern wie dem Berliner Schillertheater, der Freien Volksbühne in Berlin, den Münchner Kammerspielen oder dem Burgtheater in Wien verbunden.
Von 1993 bis 1998 war Monica Bleibtreu Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. In der Hansestadt hatte sie auch ihren Lebensmittelpunkt. 2002 erhielt sie diverse Preise, unter anderem den Grimme-Preis für die Darstellung von Katia Mann in Heinrich Breloers Film Die Manns – Ein Jahrhundertroman. Im Oktober 2005 gewann sie den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin Fernsehfilm“ für den Film Marias letzte Reise. Im Mai 2007 wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für ihre Rolle der Traude Krüger in 4 Minuten ausgezeichnet.
Aus ihrer Beziehung mit dem Schauspieler Hans Brenner ging ihr Sohn Moritz Bleibtreu hervor. Anfang der achtziger Jahre war sie einige Jahre mit dem Schauspieler Hans Peter Korff verheiratet.[1]
Zu ihrem 65. Geburtstag am 4. Mai 2009 wurde der Fernsehfilm Ein starker Abgang mit Bruno Ganz im ZDF ausgestrahlt.[2] Monica Bleibtreu starb nach Angaben ihrer Agentur in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai 2009 nach 2½-jähriger Lungenkrebs-Erkrankung in Hamburg.[3]/[4]
[Bearbeiten] Filmografie
- 1972: Der Kommissar – Folge 51 Fluchtwege – Regie: Wolfgang Becker (mit Erik Ode)
- 1974: Tatort – Der Mann aus Zimmer 22 – Regie: Heinz Schirk (mit Hansjörg Felmy, Willy Semmelrogge und Alexander Kerst)
- 1976/1977: Die Alpensaga – Regie: von Dieter Berner
- 1978–1996: Auf Achse – Regie (mit Manfred Krug und Rüdiger Kirschstein)
- 1979: Lemminge – Teil 2 – Regie: Michael Haneke (mit Wolfgang Gasser und Wolfgang Hübsch)
- 1979: Tatort – Alles umsonst – Regie: Hartmut Griesmayr (mit Diether Krebs)
- 1983: Der Zappler – Regie: Wolfram Deutschmann
- 1984: Der Beginn aller Schrecken ist die Liebe – Regie: Helke Sander (mit Hark Bohm und Uwe Bohm)
- 1986: Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland? – Regie: Michael Lähn (mit Armin Mueller-Stahl und Ursela Monn)
- 1986: Die Wilsheimer – Regie: Claus Peter Witt (mit Hansjörg Felmy und Gila von Weitershausen)
- 1987: Der Joker – Regie: Peter Patzak (mit Peter Maffay)
- 1988: Killing Blue – Regie: Peter Patzak (mit Armin Mueller-Stahl, Morgan Fairchild und Michael York)
- 1997: Es geschah am hellichten Tag – Regie: Nico Hofmann (mit Joachim Król, Barbara Rudnik und Axel Milberg)
- 1998: Lola rennt – Regie: Tom Tykwer (mit Moritz Bleibtreu und Franka Potente)
- 1999: No Sex – Regie: Josh Broecker
- 1999–2004: Der Pfundskerl (Serie, 10 Folgen; mit Ottfried Fischer und Carol Campbell)
- 2000: Abschied. Brechts letzter Sommer – Regie: Jan Schütte
- 2000: Marlene – Regie: Joseph Vilsmaier (mit Katja Flint, Herbert Knaup und Heino Ferch)
- 2000: Abschied – Brechts letzter Sommer – Regie: Jan Schütte (mit Josef Bierbichler als Bertolt Brecht und Monica Bleibtreu als Helene Weigel)
- 2000–2003: Alfred Komareks Inspektor Simon Polt-Reihe mit Erwin Steinhauer:
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- 2000: Polt muss weinen
- 2001: Blumen für Polt
- 2002: Himmel, Polt und Hölle
- 2003: Polterabend
- 2001: Verlorenes Land – Regie: Jo Baier (mit Martina Gedeck und Merab Ninidze)
- 2001: Die Manns – Ein Jahrhundertroman – Regie: Heinrich Breloer (mit Armin Mueller-Stahl, Jürgen Hentsch, Sebastian Koch, Sophie Rois und Veronica Ferres)
- 2002: Der Stellvertreter (2002)
- 2002: Tattoo – Regie: Robert Schwentke (mit August Diehl und Christian Redl)
- 2002: Bibi Blocksberg – Regie: Hermine Huntgeburth (Monica Bleibtreu als Walpurgia, mit Corinna Harfouch, Katja Riemann und Ulrich Noethen)
- 2003: Donna Leon - Feine Freunde
- 2004: Wilsberg – Tödliche Freundschaft
- 2004: Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen – Regie: Franziska Buch
- 2004: Der Wunschbaum – Regie: Dietmar Klein (Monica Bleibtreu als Tante Lenka, mit Michael Degen)
- 2005: Marias letzte Reise – Regie: Rainer Kaufmann (mit Nina Kunzendorf, Günther Maria Halmer und Michael Fitz)
- 2006: Eine Liebe in Saigon – Regie: Uwe Janson (Monica Bleibtreu als Pensionswirtin Christine Fogert, mit Désirée Nosbusch und Mehmet Kurtuluş)
- 2006: Vier Minuten – Regie: Chris Kraus (mit Hannah Herzsprung und Richy Müller)
- 2007: Max Minsky und ich – Regie: Anna Justice
- 2007: Muttis Liebling – Regie: Xaver Schwarzenberger (mit Gregor Bloéb und Friedrich von Thun)
- 2007: Das Herz ist ein dunkler Wald – Regie: Nicolette Krebitz (mit Nina Hoss und Devid Striesow)
- 2008: Ein starker Abgang – Regie: Rainer Kaufmann (mit Bruno Ganz)
- 2008: Die zweite Frau – Regie: Hans Steinbichler (mit Maria Popistaşu und Matthias Brandt)
- 2008: Was wenn der Tod uns scheidet – Regie: Ulrike Grote
- 2009: Hilde – Regie: Kai Wessel (Monica Bleibtreu als Else Bongers, mit Heike Makatsch)
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 1972: Goldene Kamera für die Rolle einer Jugendlichen in der Fernsehserie Der Kommissar
- 2002: Adolf-Grimme-Preis für die Rolle der Katja Mann im Fernsehfilm Die Manns – Ein Jahrhundertroman
- 2002: Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis der Hamburgischen Kulturstiftung
- 2005: Deutscher Fernsehpreis für die Rolle einer krebskranken Bäuerin im Fernsehfilm Marias letzte Reise
- 2005: Bayerischer Fernsehpreis; Sonderpreis für Marias letzte Reise (zusammen mit Nina Kunzendorf und Michael Fitz)
- 2006: Adolf-Grimme-Preis stellvertretend für das Schauspielerteam des Fernsehfilms Marias letzte Reise
- 2007: Bayerischer Filmpreis (Beste Hauptdarstellerin) für 4 Minuten
- 2007: Deutscher Hörbuchpreis als „Beste Interpretin“ für Tannöd
- 2007: Deutscher Filmpreis als „Beste Schauspielerin“
- 2007: Goldene Feder für „ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen“
- 2007: CORINE-Weltbild-Leserpreis zusammen mit Andrea Maria Schenkel für das Hörbuch Tannöd
- 2008: Hessischer Filmpreis (Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten)
- 2009: Romy als „Beliebteste Schauspielerin“
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „Mein Leben - Monica Bleibtreu": Porträtreihe, Deutschland, 2008, Film von Ulrike Bremer
- ↑ „Ein starker Abgang”: Zum 65. Geburtstag von Monica Bleibtreu. Pressemappe ZDF vom 30. April 2009
- ↑ Süddeutsche Zeitung: Schauspielerin Monica Bleibtreu gestorben vom 15. Mai 2009.
- ↑ Martina Kaden: Krebs-Drama – Monica Bleibtreu ist tot, B. Z. vom 15. Mai 2009 (Online-Fassung; abgerufen am 16. Mai 2009)
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Monica Bleibtreu im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Monica Bleibtreu in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Filmportal.de: Bio- und Filmographie
- Franz Josef Görtz: Porträt Monica Bleibtreu: Boulevard frei für eine komische Alte; in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Dezember 2006
- Monica Bleibtreu über Leben und Werk im Gespräch 2008 auf Bayern2Radio: Eins zu Eins – Der Talk.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bleibtreu, Monica |
| ALTERNATIVNAMEN | Bleibtreu, Monika |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1944 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 13. Mai 2009 |
| STERBEORT | Hamburg |

