Monika Maron

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Monika Maron (* 3. Juni 1941 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Marons Großvater Pawel Iglarz war ein konvertierter Jude, der 1942 ins polnische Ghetto Belchatow deportiert und dann ermordet wurde. Maron setzte ihm in Pawels Briefen ein literarisches Denkmal. Ihr Stiefvater Karl Maron war von 1955 bis 1963 Innenminister der DDR. Nach dem Abitur arbeitete Monika Maron ein Jahr lang als Fräserin in einem Industriebetrieb. Danach studierte sie Theaterwissenschaft und versuchte sich anschließend zwei Jahre lang als Regieassistentin und darauf als Reporterin für die Frauenzeitschrift Für dich und die Wochenpost. Ab 1976 arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Ostberlin.

Zwischen Oktober 1976 und Mai 1978 war sie für das Ministerium für Staatssicherheit konspirativ tätig gewesen[1]. 1988 verließ sie nach zunehmender Entfremdung die DDR und lebte bis 1992 in Hamburg, später wieder in Berlin. Essays und Artikel über ihre Heimatstadt veröffentlichte sie 2005 unter dem Titel Geburtsort Berlin. Ihr Sohn, Jonas Maron, steuerte dafür Fotografien aus der Berliner Wendezeit bei.

[Bearbeiten] Werk

Maron ist eine bedeutende deutsche Romanautorin. Ihr Debütroman Flugasche von 1981 thematisiert die Umweltverschmutzung in der DDR. Er ist die erste weithin bekannt gewordene literarische Veröffentlichung zu diesem Thema. Die Ich-Erzählerin Josefa Nadler berichtet, wie sie nach B. - das ist Bitterfeld - fährt, um eine Reportage zu schreiben. Sie kämpft mit ihren eigenen Ansprüchen: Soll sie die Wahrheit schreiben, nämlich dass B. schmutzig ist, oder soll sie so schreiben, dass es den Funktionären gefällt? Als alleinerziehende Mutter kann sie es sich nur schlecht leisten, eine oppositionelle Meinung zu vertreten.

[Bearbeiten] Werke

  • Flugasche. 1981.
  • Herr Aurich. 1982.
  • Das Mißverständnis. 1982.
  • Die Überläuferin. 1986.
  • Stille Zeile Sechs. 1991.
  • Nach Maßgabe meiner Begreifungskraft. 1993.
  • Animal triste. 1996.
  • Pawels Briefe. 1999.
  • quer über die Gleise - Essays, Artikel, Zwischenrufe. S.Fischer, Frankfurt M 2000. ISBN 3-10-048815-6
  • Endmoränen. 2002.
  • Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche. 2005.
  • Ach Glück. 2007.
  • Bitterfelder Bogen. S.Fischer, Frankfurt M 2009. ISBN 3-10-048828-8

Monika Marons Werke wurden u. a. in das Englische, Französische, Italienische, Japanische, Koreanische, Kroatische, Niederländische, Polnische, Russische und Spanische übersetzt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Berliner Zeitung

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks


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