Monitorkalibrierung

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Ein Monitor wird kalibiert

Die Monitorkalibrierung ist das exakte Einstellen der Farb- und Helligkeitsdarstellung eines Bildschirms insbesondere mit Hilfe des Farbmanagements.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zweck der Kalibrierung

Zweck der Kalibrierung ist die möglichst exakte Wiedergabe von Medien oder die Vorschau auf ein zu erwartendes Ausgabeergebnis (Druckvorschau). Teilweise wird bewusst von realitätsnahen Kalibrierungen abgewichen um bei der Bildschirmwiedergabe gewünschte Effekte zu erreichen ohne die Medien zu verändern.

Der Monitor steht bei der Produktion von Drucksachen am Anfang der gesamten Prozesskette. Wenn bereits hier Farben falsch dargestellt werden, dann wirkt sich dies auf alle folgenden Arbeitsschritte aus. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, den Monitor zu kalibrieren um Fehler zu vermeiden.

[Bearbeiten] Messmethoden

Subjektive Messung zur Grobeinstellung nutzt das individuelle Farbempfinden als Referenz. Mit einem Farbmessgerät wird die Farbdarstellung des Monitors gemessen.

Farbmessgeräte (Kolorimeter) mit Software sind je nach Auführung preiswert erhältlich. Manche Software dieser Geräte speichert Korrekturwerte für die Grafikkarte (Softwarekalibrierung) automatisch. Wenn maximale Farbtreue gefragt ist (z.B. in Druckereien), werden spezielle Monitore mit abgestimmten Farbmessgeräten verwendet, die die Korrekturdaten im Monitor speichern (Hardwarekalibrierung).

[Bearbeiten] Varianten der Monitorkalibrierung

Die einfachste Variante, einen Monitor zu kalibrieren, ist, die eigene Farbwahrnehmung als Referenz zu verwenden. Damit können zumindest die gröbsten Fehler bei der Monitoreinstellung korrigiert werden. Allerdings kann man nicht erwarten, damit wirklich exakte Ergebnisse zu erhalten. Das menschliche Auge kann zum Beispiel bei einer weißen Fläche nicht erkennen, ob es sich wirklich um reines Weiß handelt. Das Auge korrigiert hier automatisch nach und erkennt die hellste Stelle als „exakt weiß“.

Um diese Ungenauigkeit auszuschließen, sollte ein Kolorimeter (ein Hardware-Farbmessgerät) mit der entsprechenden Software eingesetzt werden. Im 20. Jahrhundert waren diese Kolorimeter ausschließlich Profis vorbehalten und teuer. Deshalb wurden in den Studioanlagen des Farbfernsehens je nach Fernsehstandard (Norm) so genannte C-Weiß-Leuchten (SECAM) bzw. D-Weiß-Leuchten (PAL) verwendet. Dabei handelt es sich um an einer Konstantstromquelle betriebene Glühlampen, deren mit Filtern korrigiertes Licht auf eine halbkreisförmige Vergleichsfläche geworfen wurde. Die andere Hälfte des Kreises war auf eine im speziellen Testbild vorhandene Weißfläche zu richten. Der Kreis wurde durch einen Lichtschacht vor störendem Licht geschützt, für den Vergleich wurde das menschliche Auge benutzt. Seit der Jahrhundertwende gibt es Hersteller, die für den nichtprofessionellen Bereich Geräte und Software anbieten.

Einstellungen können manuell oder per Software aktiviert werden. Der Benutzer oder entsprechende Software kann dann fehlerhafte Einstellungen korrigieren. Je nach verwendeter Technologie sind verschiedene Möglichkeiten der Korrektur möglich, die von einfachen Reglern am Monitor bis zur Speicherung unterschiedlicher Farbprofile in Rechner oder im Speicher intelligenter Monitore reichen.

[Bearbeiten] Kalibrierungsreihenfolge

Das prinzipielle Vorgehen bei der Monitorkalibrierung ist immer ähnlich:

  1. Die Software wird auf den Rechner installiert.
  2. Das Zielprofil wird festgelegt, darin enthalten ist die Farbtemperatur, die Luminanz und der Gammawert des Monitor. (z.B. eciRGB_v2.icc , 6.500 Kelvin, 120 cd/m2, Gamma 2.2)
  3. Das Farbmessgerät wird am Monitor auf der Anzeigefläche angebracht.
  4. Kontrast und Helligkeit werden mit Hilfe der Messwerte korrigiert.
  5. Die Software stellt eine Vielzahl unterschiedlicher Farben nacheinander auf dem Monitor dar, und das Kolorimeter misst dabei die vom Monitor tatsächlich angezeigten Farbwerte.
  6. Die Software berechnet für jeden gemessenen Farbwert (Ist-Wert) die Abweichung vom eigentlich darzustellenden Farbwert (Soll-Wert) und erstellt daraus ein Farbprofil für den Monitor.
  7. Das erstellte Farbprofil wird in den Einstellungen als Standardprofil für den Monitor definiert.

[Bearbeiten] Weblinks

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