The Monkees

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The Monkees
Monkees-logo.svg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Rock
Gründung 1965
Auflösung 1971
Website www.monkees.net
Letzte Besetzung
Michael Nesmith
Gesang, Perkussion
Davy Jones († 2012)
Gesang, Schlagzeug
Micky Dolenz
Gesang, E-Bass, Keyboard
Peter Tork
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Last Train to Clarksville
  US 1 1966 (16 Wo.)
  UK 23 1967 ( 7 Wo.)
  DE 29 1966 ( 4 Wo.)
I’m a Believer
  US 1 1966 (17 Wo.)
  UK 1 1967 (17 Wo.)
  DE 1 1967 (20 Wo.)
  AT 1 1967 (16 Wo.)
The Girl I Knew Somewhere
  US 39 1967 (x Wo.)
  DE 17 1967 ( 2 Wo.)
Words
  US 11 1967 ( x Wo.)
A Little Bit Me, a Little Bit You
  US 1 1967 (11 Wo.)
  UK 3 1967 (12 Wo.)
  DE 7 1967 ( 8 Wo.)
  AT 4 1967 (8 Wo.)
(I´m Not Your) Steppin' Stone
  US 20 1967 ( x Wo.)
Mary, Mary
  AT 13 1967 ( 4 Wo.)
Alternate Title
  UK 2 1967 (12 Wo.)
  DE 11 1967 (13 Wo.)
  AT 14 1967 (4 Wo.)
Pleasant Valley Sunday
  US 2 1967 (11 Wo.)
  UK 11 1967 ( 8 Wo.)
  DE 18 1967 ( 2 Wo.)
Words
  US 11 1967 ( x Wo.)
Daydream Believer
  US 1 1967 (13 Wo.)
  UK 5 1967 (17 Wo.)
  DE 4 1967 (17 Wo.)
  AT 7 1968 (8 Wo.)
  CH 10 1968 (1 Wo.)
Valleri
  US 1 1968 (10 Wo.)
  UK 12 1968 ( 8 Wo.)
  DE 11 1968 ( 8 Wo.)
  AT 20 1968 (4 Wo.)
Tapioca Tundra
  US 34 1968 ( x Wo.)
D. W. Washburn
  US 12 1968 ( 7 Wo.)
  UK 17 1968 ( 6 Wo.)
The Porpoise Song / As We Go Along
  US 62 1968 ( 7 Wo.)
It´s Nice To Be With You
  US 51 1968 ( x Wo.)
Tear Drop City
  US 33 1969 ( 8 Wo.)
  UK 44 1969 ( 1 Wo.)
Someday Man
  US 81 1969 ( 2 Wo.)
  UK 47 1969 ( 1 Wo.)
Listen to the Band
  US 63 1969 ( 8 Wo.)
Good Clean Fune
  US 82 1969 ( 5 Wo.)
Oh My My
  US 98 1970 ( x Wo.)
The Monkees EP[1]
  UK 33 1980 ( 9 Wo.)
That Was Then, This Is Now
  US 20 1986 (14 Wo.)
  UK 68 1986 (1 Wo.)
Daydream Believer (Re-Release)
  US 79 1986 (4 Wo.)
Heart And Soul
  US 87 1987 (4 Wo.)
The Monkees EP[1]
  UK 62 1989 ( 2 Wo.)

The Monkees waren eine US-amerikanische Pop-Band, die in den 1960er Jahren Mittelpunkt der gleichnamigen Fernsehserie war und außerdem zahlreiche Hitparadenerfolge erzielen konnte. Die Fernsehserie lief vom 12. September 1966 bis zum 9. September 1968 beim Sender NBC.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 8. September 1965 erschien im Prominenten-Magazin Variety und anderen Zeitschriften eine Anzeige, in der „vier verrückte Jungs zwischen 17 und 21 Jahren“ für eine Fernsehshow gesucht wurden. Diese als Serie geplante Show sollte die Abenteuer einer unbekannten, jungen, langhaarigen und modern gekleideten Beat-Gruppe mit ihren Träumen von Ruhm und Erfolg schildern. Diese Träume sollten Wirklichkeit werden. Aus den 437 Bewerbern wurden Micky Dolenz (Schlagzeug, Gesang), Peter Tork (E-Bass, Gesang), Michael Nesmith (Gitarre, Gesang) und David Jones (Gitarre, Gesang) ausgesucht. Nur zwei der Bandmitglieder waren schon als Schauspieler im Fernsehen aufgetreten: Micky Dolenz, der als Kinderstar in der Jugendserie Corky und der Zirkus (Circus Boy, 1956) einen Zirkusjungen spielte, und Davy Jones, der unter anderem in der britischen Serie Coronation Street und einer Broadway-Aufführung des Musicals Oliver! mitgewirkt hatte.[2]

Der US-amerikanische Musikverleger, -produzent und -promoter Don Kirshner setzte die Band für zwei Monate in Tonstudios, um ihnen die grundlegenden Fertigkeiten beizubringen.[3] Bereits im Oktober 1965 erhielten sie bei dessen neu gegründeten Plattenlabel Colgems einen Plattenvertrag. Aber nicht, weil sie die Plattenmanager von ihren stimmlichen oder instrumentalen Fähigkeiten überzeugt hatten, sondern weil sie als Gruppe für die TV-Serie gebraucht wurden, die ab 12. September 1966 bei NBC starten sollte. Die Sitcom-Serie sollte laut Drehbuch den Titel The Monkees tragen, und so lag es nahe, auch die künstlich zusammengestellte Truppe so zu benennen. Für die Serie schrieb das Komponistenteam Tommy Boyce und Bobby Hart einige Songs. Die Monkees beschränkten sich zunächst auf den Gesang, während die Studio-Band The Candy Store Prophets die Musik einspielte.

Am 12. September 1966 lief die erste von 58 Serienfolgen. Kurz zuvor war am 16. August 1966 mit gutem Timing und einer aufwendigen Werbekampagne die erste Single der Monkees, Last Train to Clarksville, erschienen. Sie kam am 10. September 1966 in die Pop-Charts, begann auf Rang 67 und erreichte am 5. November den ersten Platz, begünstigt durch die parallel laufende TV-Serie. Es folgte I’m a Believer, geschrieben von Neil Diamond, das sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Deutschland Platz 1 der Hitparade belegte.[4][5][6]

Es folgten weitere Hits, unter anderem Daydream Believer aus der Feder von John Stewart.[7] Für die einzelnen Folgen erhielten die Monkees in der ersten Staffel je 450 US-Dollar. Ab der zweiten Staffel stieg ihr Gehalt auf 750 Dollar pro Folge. Trotz des Erfolgs auf dem Musikmarkt hatten die Bandmitglieder jedoch große Probleme mit ihren weiteren Darstellungen in der Fernsehserie, wo sie als alberne Schwachköpfe agieren mussten. Außerdem strebten sie – insbesondere Michael Nesmith und Peter Tork – danach, selbstkomponierte Stücke präsentieren zu dürfen und sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker einen Namen zu machen. Letzteres war schwierig, weil schnell bekannt wurde, dass bei den Plattenaufnahmen andere Musiker mitgewirkt hatten.

Die Gruppe erhielt 1968 in Deutschland hinter den Bee Gees und den Beatles den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo. Im Herbst 1968 wurde die Fernsehserie eingestellt und im Dezember verließ Tork die Band. Am 30. November 1969 gab die Gruppe ihr Abschiedskonzert.

Am 29. Februar 2012 verstarb Davy Jones im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt.

Remakes und Nachruhm[Bearbeiten]

1987 versuchte Columbia Pictures unter dem Titel New Monkees an den Erfolg der alten Serie anzuknüpfen. Die Serie wurde allerdings bereits nach dreizehn Folgen abgesetzt.

Michael Nesmith war später einer der Gründer von MTV. 1997 drehte er einen Revival-Film unter dem Titel Hey, Hey, It’s The Monkees, der die originären Bandmitglieder in ihren Fernsehrollen nach dreißig Jahren immer noch auf der Suche nach Erfolg zeigt. Dieser einstündige Film ist die fiktive Episode 781 der ursprünglichen Serie und den Autoren gehen „langsam“ die Ideen für neue Plots aus. Es wurden drei Musikvideos aus dem Album Justus von 1996 gezeigt sowie ein Medley aller bekannten Monkees-Stücke gespielt.

Im Jahr 2000 verfilmte der Regisseur Neill Fearnley unter dem Titel Vergänglicher Ruhm – Die Monkees-Story (Daydream Believers: The Monkees Story) die Entstehungsgeschichte der Band als Spielfilm. In einer Szene wird gezeigt, wie eine Person Noten mit einer Flüssigkeit, die in den USA Liquid Paper genannt wird (in Deutschland vergleichbar mit Tipp-Ex), übermalt. Die Flüssigkeit wurde von Michael Nesmiths Mutter erfunden.

Die Monkees bekamen bei der Adresse 6679 Hollywood Blvd. einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Diskografie[Bearbeiten]

In Klammern Platzierungen in der amerikanischen Hitparade

Studioalben[Bearbeiten]

  • The Monkees (1966, #1)
  • More of The Monkees (1967, #1)
  • Headquarters (1967, #1)
  • Pisces, Aquarius, Capricorn, & Jones, Ltd. (1967, #1)
  • The Birds, The Bees & the Monkees (1968, #3)
  • Head (Motion Picture Soundtrack) (1968, #45)
  • Instant Replay (1969, #32)
  • The Monkees Present (1969, #100)
  • Changes (1970, 1986, #152)
  • Pool It! (1987, #72)
  • Justus (1996, #200)

Live-Alben und Kompilationen[Bearbeiten]

  • A Barrel Full of Monkees (1971)
  • Re-Focus (1972)
  • The Monkees Greatest Hits (1976)
  • More Greatest Hits of the Monkees (1982)
  • Monkee Business (1983, picture disc)
  • Monkee Flips (1984)
  • Hit Factory (1985)
  • Then and Now… the Best of The Monkees (1986)
  • Live! (20th Anniversary Tour 1986, nur Konzertverkauf)
  • Live 1967 (1987)
  • Missing Links (1987)
  • Missing Links, Volume II (1990)
  • Listen to the Band (25th Anniversary boxed set, 1991)
  • Greatest Hits (1995)
  • A Barrelful of Monkees (1996, Zusammenstellung für Kinder)
  • Missing Links, Volume III (1996)
  • I’m a Believer – Best (1996) [1966–1986, Zounds, alle Titel digital remastert]
  • I’m a Believer (and other hits) – Flashback Vol. 49 (1997)
  • Talk Downunder (1968) (1997)
  • The Very Best of the Monkees (2 CDs, 1997)
  • Here They Come – The Greatest Hits of the Monkees (1998)
  • Daydream Believer and Other Hits (1998)
  • Anthology (1998)
  • 20 Greatest Hits (2000)
  • The Monkees – Headquarters Sessions (3er CD-Box, wird nur im Internet verkauft, 2000)
  • Music Box (35th Anniversary-Box, 2001)
  • Summer 1967 – The Complete U.S. Concert Recordings (Box Set, 2001)
  • The Definitive Monkees (auch als limitierte Doppel-CD, 2001)
  • Live Summer Tour (Live 2001) (2002)
  • The Essentials (2002)
  • The Best of The Monkees (2003)
  • Extended Versions (Live 2001) (2003)
  • The Platinum Collection (2005)
  • The Platinum Collection Vol. 2 (2006)
  • Warner Platinum Doubles – The Platinum Collection Volume 1 & 2 (2006)
  • The Best of The Monkees (Disky-Version von der Live Summer Tour, 2001, 2006)
  • The Monkees (Doppel-CD, Deluxe Limited Edition des 1966er Albums, 2006)
  • More Of The Monkees (Doppel-CD, Deluxe Limited Edition des 1967er Albums, 2006)
  • Pisces, Aquarius, Capricorn & Jones Ltd. (Doppel-CD, Deluxe Edition des 1967er Albums, 2007)
  • Headquarters (Doppel-CD, Deluxe Edition des 1967er Albums, 2007)
  • The Monkees – The Works (3er CD-Kompilation, Rhino-Records, 2007)
  • Original Album Series, The Monkees, More of The Monkees, Headquarters, Pices Aquarius Capricorn & Jones LTD, The Birds The Bees & The Monkees, jeweils mit Bonus Tracks (2009)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Monkees – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Die beiden The Monkees-EPs enthalten unterschiedliche Titel. The Monkees 1980 enthielt I’m a Believer, Daydream Believer, Last Train to Clarksville und A Little Bit Me, a Little Bit You. Die EP von 1989 enthielt Daydream Believer, Monkees Theme und Last Train to Clarksville. David Roberts (Hrsg.): Guinness World Records – British Hit Singles and Albums. 19. Auflage. 2006, ISBN 1-904994-10-5, S. 375
  2. Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe, 1991, ISBN 3-404-60288-9, S. 427.
  3. Joseph Murrells: Million Selling Records. 1985, S. 226
  4. Joel Whitburn: The Billboard Book of Top 40 Hits, ISBN 0-8230-7690-3
  5. Suchmaske, „Monkees“ everyhit.com
  6. Hit-Bilanz, Deutsche Chart Singles 1956–1980. Taurus-Press, ISBN 3-922542-24-7
  7. Text und Musik von John Stewart; Produzent: Chip Taylor; US-Katalognummer: Colgems 1012; nähere Informationen zu dem Titel siehe: Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. Billboard Publications, New York City 1992, S. 233