Monogramm

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Monogramm in der Schrift. Zur Technik der Wortfragmente siehe N-Gramm.
Monogramm Heinrichs III.: Hier ist der waagerechte Strich der eigenhändige Vollziehungsstrich
Monogramm König Christian VIII. (ehemals an einer Brücke der Altona-Neustädter Chaussee angebracht)

Unter einem Monogramm verstand man ursprünglich einen Einzelbuchstaben. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zur Bezeichnung von kunstvoll gestalteten Buchstaben verwendet, die man zu einem Zeichen zusammenfügte.

Die am häufigsten gebrauchte Art eines Monogramms ist die miteinander verbundene Gestaltung der Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens als Namenszeichen. Ein Zeichen, das in der Art des Monogramms alle Buchstaben des Namens einbezieht, nennt man im Englischen kalogram.

Seit Karl dem Großen werden diese graphischen Symbole auf mittelalterlichen Urkunden verwendet; auf päpstlichen Urkunden wird seit Leo IX. die Grußformel Bene valete („Leb(e)t wohl“) als Monogramm dargestellt.

Ein besonderes Monogramm ist der studentische Zirkel.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Wäsche durch eingestickte Monogramme gekennzeichnet, um Verwechslungen beim Waschen und Heißmangeln zu vermeiden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Castagno: Old Masters. Signatures and Monograms, 1400-born 1800. Scarecrow, Lanham MD u. a. 1996, ISBN 0-8108-3082-5.
  • Otto C. Flämig: Monogramme auf Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen und Urkunden. 3. stark erweiterte und überarbeitete Auflage. Gietl, Regenstauf 2003, ISBN 3-924861-78-1.
  • Viktor Gardthausen: Das alte Monogramm. Hiersemann, Leipzig 1924, (Auch Nachdruck: Sändig, Wiesbaden 1966).
  • Peter Rück: Bildberichte vom König. Kanzlerzeichen, königliche Monogramme und das Signet der salischen Dynastie. Institut für Historische Hilfswissenschaften, Marburg 1996, ISBN 3-8185-0203-X, (Elementa diplomatica 4).
      • auch als Nachdruck ab 1991 erhältlich[1]
  • Joseph Heller: „Monogrammen-Lexikon, enthaltend die bekannten, zweifelhaften und unbekannten ZEICHEN, so wie die Abkürzungen der Namen der Zeichner, Maler, Formschneider, Kupferstecher, Lithographen u.s.w. mit kurzen Nachrichten über dieselben ...,
    • Zweiter Band, Bamberg bei J. S. Sickmüller, 1831“
      • Unveränderter Neudruck der Ausgabe: Niederwalluf bei Wiesbaden: M. Sändig, 1971, ISBN 3-500-23590-5
  • Franz Goldstein: Monogramm-Lexikon – Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850. Berlin 1964. (Ergänzung zu Nagler).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Monogram – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Monogramm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Das Monogramm – Quellen und Volltexte

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angaben der Deutschen Nationalbibliothek