Monogramm
Unter einem Monogramm verstand man ursprünglich einen Einzelbuchstaben. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zur Bezeichnung von kunstvoll gestalteten Buchstaben verwendet, die man zu einem Zeichen zusammenfügte.
Die am häufigsten gebrauchte Art eines Monogramms ist die miteinander verbundene Gestaltung der Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens als Namenszeichen. Ein Zeichen, das in der Art des Monogramms alle Buchstaben des Namens einbezieht, nennt man im Englischen kalogram.
Seit Karl dem Großen werden diese graphischen Symbole auf mittelalterlichen Urkunden verwendet; auf päpstlichen Urkunden wird seit Leo IX. die Grußformel Bene valete („Leb(e)t wohl“) als Monogramm dargestellt.
Ein besonderes Monogramm ist der studentische Zirkel.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Wäsche durch eingestickte Monogramme gekennzeichnet, um Verwechslungen beim Waschen und Heißmangeln zu vermeiden.
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Literatur [Bearbeiten]
- Johann Christoph Gatterer: Abriß der Diplomatik. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1798, Zweyter Abschnitt: Zeichenkunde – Fünftes Hauptstück: Monogrammen-Lehre (Monogrammatica), S. 115 ff. (§95 ff.).
- John Castagno: Old Masters. Signatures and Monograms, 1400-born 1800. Scarecrow, Lanham MD u. a. 1996, ISBN 0-8108-3082-5.
- Otto C. Flämig: Monogramme auf Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen und Urkunden. 3. stark erweiterte und überarbeitete Auflage. Gietl, Regenstauf 2003, ISBN 3-924861-78-1.
- Viktor Gardthausen: Das alte Monogramm. Hiersemann, Leipzig 1924, (Auch Nachdruck: Sändig, Wiesbaden 1966).
- Peter Rück: Bildberichte vom König. Kanzlerzeichen, königliche Monogramme und das Signet der salischen Dynastie. Institut für Historische Hilfswissenschaften, Marburg 1996, ISBN 3-8185-0203-X, (Elementa diplomatica 4).
- Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben &c. bedient haben. Mit Berücksichtigung von Buchdruckerzeichen, der Stempel von Kunstsammlern, der Stempel der alten Gold- und Silberschmiede, der Majolicafabriken, Porcellan-Manufacturen u.s.w. Nachrichten über Maler, Zeichner, Bildhauer, Architekten, Kupferstecher, Formschneider, Briefmaler, Lithographen, Stempelschneider, Emailleure, Goldschmiede, Niello-, Metall- und Elfenbein-Arbeiter, Graveure, Waffenschmiede u.s.w. Mit den rasonirenden Verzeichnissen der Werke anonymer Meister, deren Zeichen gegeben sind, und der Hinweisung auf die mit Monogrammen oder Initialen bezeichneten Produkte bekannter Künstler ... auch Ergänzung ... des Neuen allgemeinen Künstler-Lexicons, und Supplement zu den bekannten Werken von A. Bartsch, Robert-Dumesnil, C. le Blanc, F. Brulliot, J. Heller u.s.w., 5 Bände, München 1879 (umfangreiches Verzeichnis von vor 1879 tätigen Künstlern mit Abbildungen ihrer Zeichen)
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- Erster Band, München: Georg Franz, 1858
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- auch als Nachdruck ab 1991 erhältlich[1]
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- Joseph Heller: „Monogrammen-Lexikon, enthaltend die bekannten, zweifelhaften und unbekannten ZEICHEN, so wie die Abkürzungen der Namen der Zeichner, Maler, Formschneider, Kupferstecher, Lithographen u.s.w. mit kurzen Nachrichten über dieselben ...,
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- Zweiter Band, Bamberg bei J. S. Sickmüller, 1831“
- Unveränderter Neudruck der Ausgabe: Niederwalluf bei Wiesbaden: M. Sändig, 1971, ISBN 3-500-23590-5
- Zweiter Band, Bamberg bei J. S. Sickmüller, 1831“
- Franz Goldstein: Monogramm-Lexikon - Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850. Berlin 1964. (Ergänzung zu Nagler).