Monrupino

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Monrupino
Wappen
Monrupino (Italien)
Monrupino
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Triest (TS)
Koordinaten: 45° 43′ N, 13° 48′ O45.71666666666713.8418Koordinaten: 45° 43′ 0″ N, 13° 48′ 0″ O
Höhe: 418 m s.l.m.
Fläche: 12,7 km²
Einwohner: 880 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einw./km²
Postleitzahl: 34016
Vorwahl: 040
ISTAT-Nummer: 032002

Monrupino (deutsch veraltet: Reippen, slowenisch: Repentabor) ist eine italienische Gemeinde mit 880 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Triest.

Kirche von Monrupino

Monrupino ist die kleinste Gemeinde der Provinz Triest. Monrupino besteht aus den drei Ortschaften Fernetti (slow. Fernetiči), Col (ital. Zolla), Repen (ital. Rupingrande)[2] und grenzt unmittelbar an die Gemeinde Sežana (Slowenien). Die Bevölkerung gehört vorwiegend der slowenischsprachigen Minderheit an.

Bis zum Beitritt Sloweniens zur EU war der Grenzübergang Fernetti einer der wichtigsten Durchgangsorte für italienische Waren, die auf den Balkan exportiert wurden. Die unmittelbare Anbindung an den internationalen Straßenverkehr hat sich auf die Wirtschaft des Ortes positiv ausgewirkt.

Monrupino ist dennoch nach wie vor sehr traditionsbewusst. Davon zeugen viele gut erhaltene Häuser im typischen Baustil des Karstes (ital. casa carsica, slow. kraška hiša), in denen Touristen Einblick erhalten in die Bräuche der Gegend und landwirtschaftliche Geräte und Möbel aus dem vorigen Jahrhundert kennenlernen können. Eine besondere Attraktion ist die Karst-Hochzeit (ital. nozze carsiche, slow. kraška ohcet) im Sommer, bei der Brautpaare in der überlieferten Karst-Tradition getraut werden.

Auf einem Hügel der Gemeinde liegt die kleine befestigte Wallfahrtskirche Monrupino aus dem 16. Jahrhundert. Die Anlage bietet einen weiten Rundblick auf das umliegende Gebiet in Italien und Slowenien.

Die bis 1918 zum kaiserlichen Österreich gehörige Gemeinde wurde 1906 durch die Karst-Bahn, die Verlängerung der Wocheiner Bahn, erschlossen, mit der eine direkte Bahnverbindung von Triest nach Villach und Salzburg geschaffen wurde. Sie wird im Bereich von Monrupino im Personenverkehr schon seit Jahrzehnten nicht mehr befahren, im grenzüberschreitenden Güterverkehr selten.

Ehemaliges Pfarrhaus mit der Stiege, auf der es einen Fußabdruck des Teufels geben soll

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Seit 2003 gelten auf Grund eines Gemeindebeschlusses offiziell für Zolla und Rupingrande nur noch die slowenischen Ortsnamen Col und Repen. Statuto di Monrupino (zweisprachig ital. und slow.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Monrupino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien