Montagu Island

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Montagu Island
Satellitenbild von Montagu Island
Satellitenbild von Montagu Island
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Südliche Sandwichinseln
Geographische Lage 58° 26′ S, 26° 20′ W-58.434722222222-26.3388888888891370Koordinaten: 58° 26′ S, 26° 20′ W
Lage von Montagu Island
Länge 12 km
Breite 10 km
Fläche 110 km²
Höchste Erhebung Mount Belinda
1370 m
Einwohner (unbewohnt)

Montagu Island (spanisch Isla Jorge) ist mit etwa 110 km² Fläche die größte der im subantarktischen Südatlantik gelegenen Südsandwichinseln. Die Insel zählt politisch zum Britischen ÜberseegebietSüdgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln“, wird aber auch von Argentinien beansprucht.

Geographie[Bearbeiten]

Die unbewohnte Vulkaninsel liegt zentral innerhalb des Inselbogens der Südsandwichinseln, etwa 50 km südlich von Saunders Island und 50 km nördlich von Bristol Island. Montagu Island hat eine Ausdehnung von ca. 12 × 10 km, wobei über 90 % ihrer Fläche permanent mit Eis bedeckt sind. Der Schildvulkan Mount Belinda ist mit seiner Höhe von 1370 m über dem Meer der bemerkenswerteste geographische Aspekt der vegetationslosen Insel.

Im November 2005 deckten Satellitenbilder auf, dass eine Eruption von Mount Belinda einen rund 90 m breiten Lavastrom erzeugt hatte, der sich bis an die Nordküste der Insel bewegte. Dieses Ereignis vergrößerte die Fläche der Insel um ca. 0,2 km², und lieferte eine der ersten wissenschaftlichen Beobachtungen einer vulkanischen Eruption unter einer Eisdecke.

Geschichte[Bearbeiten]

Entdeckt wurde Montagu Island am 1. Februar 1775 vom englischen Seefahrer James Cook, der sie nach John Montagu, damals Erster Lord der Admiralität, Cape Montagu benannte, da er annahm, es handele sich um die Spitze eines größeren Landes. Erst Fabian von Bellingshausen stellte im Januar 1820 den Inselcharakter fest. Die erste bekannte Landung auf Montagu Island erfolgte 1908 durch den norwegischen Walfänger Carl Anton Larsen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William James Mills: Exploring Polar Frontiers – A Historical Encyclopedia, Bd. 1, ABC-CLIO, 2003, ISBN 1-57607-422-6, S. 430 (englisch)