Montecristo (Zigarre)

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Logo der Marke Montecristo

Montecristo ist der Name einer Zigarrenmarke aus Kuba. Sie gehört zu den beliebtesten Habanos-Marken weltweit.

Geschichte[Bearbeiten]

Montecristo-Zigarre

Die Zigarrenmarke wurde im Jahr 1935 von den Familien Menéndez und García gegründet, die jedoch nach der kubanische Revolution und Fidel Castros Machtübernahme auf die Kanarischen Inseln auswanderten. Zu ihrer Bezeichnung soll die Marke gekommen sein, weil die Torcedores der Manufaktur H. Upmann, in welcher die Marke Montecristo um 1935 entstand, eine Vorliebe für den berühmten Roman Der Graf von Monte Christo des französischen Autors Alexandre Dumas hegten.

Ursprünglich gab es nur fünf Formate und auch diese nur in beschränkten Mengen. Als Dunhill die Montecristos als neue Marke in New York importierte, wuchs ihr Ruhm und sie wurde bei Geschäftsleuten und Politikern beliebt. Aufgrund der großen Vorräte in New York war sie auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges noch erhältlich, was weiter zu ihrem Erfolg beitrug.

In den 1980er-Jahren waren die Hälfte der verkauften Havanna-Zigarren Montecristos. Nach Ansicht einiger Experten scheint durch diese Überproduktion die Qualität etwas abgefallen zu sein, mit Ausnahme einiger größerer Formate.

Die Marke befindet sich heute in kubanischem Staatsbesitz. Seit 1994 gibt es von Consolidated Cigar eine gleichnamige Zigarre aus der Dominikanischen Republik.[1]

Herstellung[Bearbeiten]

Montecristo Nummer 4

Der Tabak besteht aus erlesenen Blättern aus der Region Vuelta Abajo im Südwesten Kubas, die als eines der qualitativ besten Anbaugebiete für Tabak weltweit gilt.

Die Beliebtheit der Montecristo liegt sicherlich auch an ihrer Tabakmischung. Der besondere Geschmack kommt daher, dass die Ligero-Blätter in einer besonderen Art von Zedernholz aufbewahrt werden. Daneben wird eine einzigartige Methode verwendet, um die Einlage zu formen, die der Zigarrenmacher José Manuel Gonzales entwickelte, der für seine Kunstfertigkeit den Spitznamen „Mansinguilla“ (dt. Masseur) erhielt.

Die Zigarren werden in den Fabriken José Marti (früher H. Upmann), Laguita und Partagas hergestellt.

Die Montecristos haben ein typisches dunkles, leicht öliges Deckblatt. Mit ihrem aromareichen Geschmack sind sie etwas milder als Cohibas.[1]

Alle Montecristo-Formate sind „totalmente a mano, tripa larga“, das heisst vollständig von Hand gefertigte Longfiller.[2]

Formate (Auswahl)[Bearbeiten]

Handelsname - Format - Maße

  • Montecristo A - Gran Corona - 235 x 18,5 mm
  • Edmundo - Robusto - 135 x 20,5 mm
  • No. 1 - Lonsdale - 165 x 16,5 mm
  • No. 2 - Torpedo - 156 x 20 mm
  • No. 3 - Corona - 142 x 17 mm
  • No. 4 - Petit Corona - 129 x 17 mm
  • No. 5 - Petit Corona - 102 x 16 mm

Literatur[Bearbeiten]

  • Anwer Bati: Zigarren. Der Guide für Kenner und Geniesser. 2. Auflage, London, 1994, S. 150-153.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bati: Zigarren. S. 150-151.
  2. The Cigar Wiki: Montecristo.