Montefiascone

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Montefiascone
Wappen
Montefiascone (Italien)
Montefiascone
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Viterbo (VT)
Koordinaten: 42° 32′ N, 12° 2′ O42.53777777777812.030277777778590Koordinaten: 42° 32′ 16″ N, 12° 1′ 49″ O
Höhe: 590 m s.l.m.
Fläche: 105 km²
Einwohner: 13.530 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einw./km²
Postleitzahl: 01027
Vorwahl: 0761
ISTAT-Nummer: 056036
Volksbezeichnung: Montefiasconesi oder Falisci
Schutzpatron: Santa Margherita d'Antiochia
Website: Montefiascone

Montefiascone ist eine Stadt mit 13.530 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Viterbo in der italienischen Region Latium. Sie ist ein römisch-katholisches Titularbistum.

Panorama von Montefiascone

Name[Bearbeiten]

Der Name Montefiascone leite sich vermutlich vom lateinischen Mons Faliscorum, Berg der Falisker her.

Geographie[Bearbeiten]

Montefiascone liegt 94 km nordwestlich von Rom, 127 km südöstlich von Siena und 17 km nördlich von Viterbo. Die Gemeinde liegt in den vulkanisch entstandenen Monti Volsini am Südostufer des Bolsenasee. Die Altstadt nimmt dabei eine der höchsten Erhebungen ein. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 220 bis 633 m s.l.m.

Zur Gemeinde gehören die Stadtteile Carpine, Cipollone, Commenda, Coste-Pelucche, Fiordini, Mosse, Poggetto, Poggio Frusta, Stefanoni und Zepponami.

Die Nachbargemeinden sind Bagnoregio, Bolsena, Capodimonte, Gradoli, Marta, San Lorenzo Nuovo und Viterbo.

Geologie[Bearbeiten]

Montefiascone auf der Caldera

Montefiascone liegt in einem ehemals vulkanisch aktiven Gebiet, dem sogenannten Apparato Vulsinio. Die Stadt selbst liegt auf der Caldera eines der vier Hauptvulkane. Der Bolsenasee selbst entstand durch den Einsturz unterirdischer Magmakammern. [2] An die vulkanische Vergangenheit erinnern noch zahlreiche Thermalquellen in der Umgebung.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 3 (wenig gefährdet).[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Montefiascone liegt an der strada stadale SS 2 Via Cassia, die von Rom über Siena nach Florenz führt. Die nächste Autobahnauffahrt auf die A1 Autostrada del Sole ist in 33 km Orvieto. Die Stadt hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Attigliano-Viterbo.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 7.389 9.371 10.336 11.277 11.563 11.819 12.656 12.653

Quelle: ISTAT

Religion[Bearbeiten]

Dom Santa Margherita
Montefiascone, In der Altstadt
Montefiascone, Ruine des Papstpalastes

Montefiascone wurde im 14. Jahrhundert zu einem Bistum, welches jedoch am 30. September 1986 aufgehoben wurde. Im Jahre 1980 zählte es noch 34.178 Katholiken in 20 Pfarreien, welche von 45 Diözesanpriestern und 9 Ordenspriestern betreut wurden. Das Diözesangebiet wurde mit drei weiteren Diözesen (unter anderem das Titularbistum Aquipendium) dem Bistum Viterbo einverleibt und Montefiascone 1992 in die Liste der Titularbistümer aufgenommen.

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Andrea Danti (PdL) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt. Seine Mitte-rechts-Liste stellt auch mit 13 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat. Er löste Nando Fumagalli ab, der nicht mehr kandidierte. Bisher war die Stadt vom Mitte-links-Bündnis regiert.[4]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Montefiascone ist bekannt für seinen Wein Est! Est! Est!.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Montefiascone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. www.lagodibolsena.org pdf
  3. Italienischer Zivilschutz
  4. La Repubblica 8. Juni 2009
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