Montenegriner

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Dieser Artikel behandelt die montengrinische Ethnie, für die Staatsbürger Montenegros, siehe dort
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Montenegriner (montenegrinisch Crnogorci/Црногорци) sind eine Ethnie, deren Angehörige zumeist den ijekavischen Dialekt des Serbokroatischen sprechen, der auch als montenegrinische Sprache bezeichnet wird. Montenegriner leben vor allem in Montenegro, aber auch in Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien sowie in der Diaspora.

Ethnogenese[Bearbeiten]

Laut Charleton. S. Coon sind die Montenegriner Nachfahren der illyrischen Dokleaten. Die Vorfahren der Montenegriner wurden zuerst hellenisiert dann romanisiert und zuletzt durch die Ankunft der Slawen slawisiert. Die Dokleaten waren wie ihre Nachfahren in Stämme und Bruderschaften eingeteilt. Die Dokleaten waren also möglicherweise die Proto-Montenegriner.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Montenegriner stammen womöglich von den illyrischen Dokleaten ab, die wahrscheinlich in der Antike hellenisiert und romanisiert und im 7./8. Jahrhundert slawisiert worden sind. Es handelt sich also bei den Montenegrinern um Illyrer, die in den Bergen Montenegros als kleine Population überlebten. In den darauffolgenden Jahrhunderten haben sich weitere kleine montenegrinische Reiche gebildet. Womöglich nahmen sie im 3./4. Jahrhundert den katholischen Glauben an und im 11./12. Jahrhundert den orthodox-christlichen Glauben. Nachdem der montenegrinische König Stanisa "Iwan II." Crnojević den Islam annahm, wurden immer mehr Montenegriner Muslime, die Mehrheit von ihnen blieben jedoch orthoxe Christen.

Eric Hobsbawm beschrieb Montenegro und die Montenegriner zum Zeitpunkt der Entstehung des Königreiches Jugoslawien nach dem Ersten Weltkrieg folgendermaßen: Zum neuerschaffenen Jugoslawien „gehörte auch das ehemals unabhängige, kleine Stammeskönigreich Montenegro, eine kahle, von Hirten und Banditen bevölkerte Berglandschaft, deren spontane Reaktion auf den erstmaligen Verlust ihrer Unabhängigkeit war, dass sie in Massen zum Kommunismus konvertierten (von dem sie annahmen, dass er ihren heroischen Geist willkommen heißen würde).“[1]

Religion und Kultur[Bearbeiten]

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Die meisten Montenegriner gehören der Serbisch-Orthodoxen Kirche an, andere der nicht kanonischen Montenegrinisch-Orthodoxen Kirche. Insbesondere viele Serben betrachten die Montenegriner wegen der gemeinsamen kulturellen Verbundenheit als Serben, weil viele serbische historische Persönlichkeiten aus dieser Gegend kommen. So stammen die Vorfahren beispielsweise des serbischen Kaisers Lazar Hrebeljanović und Karađorđes sowie der politischen Personen des 20. Jahrhunderts wie Petar II. Petrović-Njegoš, Nikola von Montenegro, Slobodan Milošević, Radovan Karadžić und Željko Ražnatović aus Montenegro. Eine kleine Minderheit der Montenegriner sind sunnitische Muslime die überwiegend im Nordosten und im Südosten Montenegros leben. Die Montenegriner sind in Stämme und Bruderschaften aufgeteilt. Die ältesten darunter können bis zu ihren dokleatischen Ahnen zurückverfolgt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hösch, Nehring, Sundhaussen (Hrsg.): Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. S. 460, ISBN 3-8252-8270-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hobsbawm, Eric (1994). Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. S. 51