Monterotondo Marittimo

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Monterotondo Marittimo
Wappen
Monterotondo Marittimo (Italien)
Monterotondo Marittimo
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Grosseto (GR)
Koordinaten: 43° 9′ N, 10° 51′ O43.14611111111110.855555555556539Koordinaten: 43° 8′ 46″ N, 10° 51′ 20″ O
Höhe: 539 m s.l.m.
Fläche: 102,51 km²
Einwohner: 1.397 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einw./km²
Postleitzahl: 58025
Vorwahl: 0564
ISTAT-Nummer: 053027
Volksbezeichnung: Monterotondini
Schutzpatron: San Lorenzo (10. August)
Website: Gemeinde Monterotondo Marittimo
Panorama von Monterotondo Marittimo
Panorama von Monterotondo Marittimo

Monterotondo Marittimo ist eine Gemeinde mit 1397 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Grosseto, Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Monterotondo Marittimo in der Provinz Grosseto

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 103 km². Sie liegt ca. 45 km nordwestlich von Grosseto und 80 km südwestlich von Florenz in den Colline Metallifere und im Corniatal (Val di Cornia). Monterotondo Marittimo befindet sich in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 270 GG[2]. Durch das Ortsgebiet fließt der Fluss Cornia (9 von 49 km im Gemeindegebiet) und der Torrente Milia (12 von 20 km im Gemeindegebiet). [3]

Zu den Ortsteilen zählen Frassine und Lago Boracifero. [4]

Die Nachbargemeinden sind Castelnuovo di Val di Cecina (PI), Massa Marittima, Monteverdi Marittimo (PI), Montieri, Pomarance (PI) und Suvereto (LI).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand im Mittelalter als Teil der Abtei von Monteverdi Marittimo, danach übernahm die Familie Alberti die Kontrolle über die Gegend. Vom 13. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unterstand der Ort der Gemeinde Massa Marittima, der ihn nach seiner Niederlage gegen die Republik Siena an dieselbige abgab. Nach der Niederlage der Seneser Republik 1555 gegen die Republik Florenz fiel der Ort dem Herzogtum Toskana zu.

Monterotondo Marittimo war am 19. August 1970 das Epizentrum eines Erdbeben der Stärke 5 auf der Richterskala (Grad 6 der Mercalliskala), welches die Colle Metallifere erschütterte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Palazzo delle Logge in Monterotondo Marittimo
Biancane und Fumarole im Parco naturalistico delle Biancane von Monterotondo Marittimo
  • Cassero, auch Castello oder Rocca genannt, Ruine einer Befestigungsanlage im Ortskern. Entstand 1399 unter der Herrschaft von Siena unter dem Architekten Barna di Turino wurde von Bartolomeo Neroni (Il Riccio) restauriert. [5]
  • Castello di Cugnano, Burgruine ca. 2 km südöstlich vom Hauptort, die ab dem 13. Jahrhundert als Besitz der Aldobrandeschi dokumentiert ist. [5]
  • Castiglion Bernardi, Burgruine, die bereits 770 erwähnt wurde. Wurde im 14. Jahrhundert von Pisa zerstört. [5]
  • Chiesa di San Lorenzo, Hauptkirche im Ortskern, enthält das Werk Madonna col Bambino des sogenannten Maestro di Monterotondo.
  • Lago Boracifero, geothermische Anlagen mit natürlichem Geysir.
  • Palazzo comunale, Rathaus aus dem frühen 17. Jahrhundert im Ortskern.
  • Palazzo delle Logge, historisches Gebäude im Ortskern.
  • Parco naturalistico delle Biancane, Naturpark mit Fumarolen.
  • Rocchetta dei Pannocchieschi, liegt ca. 3 km südöstlich vom Hauptort, Burgruine der seneser Familie Pannocchieschi aus dem 13. Jahrhundert. [5]
  • Santuario della Madonna del Frassine, Sanktuarium im Ortsteil Frassine

Literatur[Bearbeiten]

  • Giuseppe Guerrini/Amministrazione Provinciale di Grosseto: Torri e Castelli della provincia di Grosseto. Nuova Immagine Edizioni, Siena 1999, ISBN 88-7145-154-6
  • Emanuele Repetti: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana. Onlineausgabe der Universität Siena zu Monterotondo Marittimo
  • Touring Club Italiano: Toscana. Mailand 2003, ISBN 978-88-365-2767-0, S. 487

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Monterotondo Marittimo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 27. Juli 2013 (ital.) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Monterotondo Marittimo, abgerufen am 27. Juli 2013 (ital.)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Grosseto, abgerufen am 27. Juli 2013 (ital.)
  5. a b c d Giuseppe Guerrini