Montluçon

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Montluçon
Wappen von Montluçon
Montluçon (Frankreich)
Montluçon
Region Auvergne
Département Allier
Arrondissement Montluçon
Kanton Hauptort von 4 Kantonen+teilweise in einem weiteren
Gemeindeverband Agglomération montluçonnaise.
Koordinaten 46° 20′ N, 2° 36′ O46.342.6025208Koordinaten: 46° 20′ N, 2° 36′ O
Höhe 194–364 m
Fläche 20,67 km²
Einwohner 38.166 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.846 Einw./km²
Postleitzahl 03100
INSEE-Code
Website www.mairie-montlucon.fr

Rathaus Montluçon

Montluçon ist eine französische Stadt in der Region Auvergne. Mit 38.166 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) ist sie die größte Stadt im Département Allier. Montluçon ist Sitz der Unterpräfektur (frz. Sous-préfecture) des Arrondissements Montluçon, Hauptort (frz.: chef-lieu) der Kantone Montluçon-Est, Montluçon-Nord-Est, Montluçon-Ouest und Montluçon-Sud sowie Sitz des Gemeindeverbandes Agglomération montluçonnaise.

Geografie[Bearbeiten]

Montluçon liegt im Zentrum Frankreichs an einer Flussbiegung des oberen Cher und ist Endpunkt des aufgelassenen Canal de Berry (Südabschnitt).

Nördlich von Montluçon liegt der 106 km² große Staatsforst Forêt de Tronçais.

Ortszentrum mit dem Bourbonen-Schloss
Fachwerkbau in der Altstadt

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 55.184 57.871 56.468 49.912 44.248 41.350 39.889

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Montluçon verfügt über mehr als 20 Bauten bzw. Objekte, die als Monument historique in der Base Mérimée, der Datenbank des französischen Kulturministeriums klassifiziert oder in deren Zusatzverzeichnis eingetragen sind.[1]

  • Altstadt
  • Kirche St-Pierre: 12./13. Jahrhundert, romanisch, einschiffig, von vier Rundsäulen getragener Vierungsturm; Taufbecken und Statue der Maria Magdalena aus dem 15. Jahrhundert, die Kirche liegt im Norden der Altstadt
  • Kirche Notre-Dame: romanisch-gotisch
  • Château des Ducs de Bourbon (Schloss der Bourbonen-Herzöge): auf dem Mont Luçon, einem Granithügel über der Stadt, ab Mitte des 13. Jahrhunderts im Fachwerkstil errichtet
  • Musée des Musiques Poulaires et de la Résistance (im Schloss) mit über 700 historischen und modernen Instrumenten und - ein Stockwerk höher - der Darstellung der Résistance allgemein und in der Region.
  • Musée/Château de la Louvière: ab 1926 im Stil des Ancien Régime, inmitten eines größeren Parks in italienisch-englischem Stil errichtet
  • Circuit des Mégalithes im Nordosten von Montluçon

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist die Wirtschaftsmetropole des Bourbonnais mit zahlreichen Industriebetrieben.

Der Aufschwung von einer mittelalterlich geprägten zu einer Stadt der Erzeugung von Industriegütern begann mit der Fertigstellung des Canal de/du Berry im Jahr 1841, mit dem die Eisenerzvorkommen des Berry mit den Kohlelagerstätten bei Commentry verbunden wurden.

Nach einer Krise zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die Vorkommen erschöpften, dominieren heute in der Stadt Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik und Möbelherstellung.

Der Flugplatz Aéroport de Montluçon - Guéret liegt ungefähr 30 km entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mai/Juni 1940 gewann die Wehrmacht den Westfeldzug; am 22. Juni 1940 unterzeichnete Frankreich den kapitulationsähnlichen Waffenstillstand von Compiègne. Es gab eine von Deutschland besetzte Nordzone und eine vom Vichy-Regime regierte Südzone. Montlucon (es liegt 75 km Luftlinie nordwestwestlich von Vichy) gehörte zur Südzone. Diese wurde am 10./11. November 1942 besetzt (als sich nach der Landung der Alliierten in Nordafrika im November 1942 Operation Torch ein Angriff auf Hitlers „Festung Europa“ abzeichnete, besetzten Deutsche und Italiener am 10. und 11. November 1942 auch die bis dahin unbesetzte Südzone Frankreichs).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Monuments historiques in der Base Mérimée

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Montluçon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien