Montmin

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Montmin
Montmin (Frankreich)
Montmin
Region Rhône-Alpes
Département Haute-Savoie
Arrondissement Annecy
Kanton Faverges
Koordinaten 45° 48′ N, 6° 16′ O45.80256.26444444444441040Koordinaten: 45° 48′ N, 6° 16′ O
Höhe 635–2.338 m
Fläche 16,29 km²
Einwohner 326 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 20 Einw./km²
Postleitzahl 74210
INSEE-Code
Website http://www.sav.org/montmin

Montmin ist eine französische Gemeinde im Département Haute-Savoie in der Region Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten]

Montmin liegt auf 1045 m, nördlich von Faverges, etwa 15 km südöstlich der Stadt Annecy (Luftlinie). Das Bergdorf erstreckt sich in einem Hochtal, das sich nach Süden öffnet, östlich des Lac d'Annecy, am Fuß der zu den Bornes-Alpen gehörenden Tournette.

Die Fläche des 16.29 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Kalkmassivs der Tournette. Das Gebiet wird vom Hochtal von Montmin eingenommen, das durch den Nant de Montmin nach Süden zur Eau Morte (Zufluss des Lac d'Annecy) entwässert wird. Dem Bergbach strömen von den umgebenden Hängen verschiedene kurze Seitenbäche zu. Die Gemeindegrenze verläuft meist auf dem Grat der umliegenden Bergkämme. Im Westen sind dies die Pointe de Chenivier (1303 m), der Col de la Forclaz (1150 m) und der Rocher du Roux (1555 m), im Norden die Tournette (mit 2338 m wird hier die höchste Erhebung von Montmin erreicht), im Osten die Pointe de la Beccaz (2041 m), der Crêt des Mouches (2032 m) und die Pointe de Chauriande (1801 m).

Zu Montmin gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch verschiedene Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter:

  • Plan Montmin (1000 m) auf einem Geländevorsprung über dem Tal von Montmin
  • La Perrière (950 m) im Hochtal unterhalb von Montmin
  • Le Bois (1060 m) im Hochtal am Fuß der Tournette
  • Les Prés Ronds (1240 m) zuhinterst im Hochtal, am Fuß der Tournette

Nachbargemeinden von Montmin sind Talloires im Norden, Les Clefs, Serraval und Saint-Ferréol im Osten, Faverges im Süden sowie Doussard im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert kurz nach der Gründung des Klosters von Talloires. Abgeleitet wird der Ortsname Montmin von den lateinischen Wörtern monte medio (mittlerer Berg), wobei jedoch der in alten Landkarten verzeichnete Name Mont Mayri auf eine andere, möglicherweise vorrömische Herkunft hindeuten könnte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die für ein kleines Bergdorf sehr geräumige Dorfkirche Saint-Maurice wurde 1848 im Stil des Neoklassizismus an der Stelle eines Vorgängerbaus neu errichtet. Aus dem 17. Jahrhundert stammen das Monument und die Kapelle von Sept-Fontaines im Weiler Plan Montmin. Die Kapelle von Le Bois wurde 1716 erbaut.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 229
1968 203
1975 208
1982 180
1990 192
1999 189
2006 290

Mit 326 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Montmin zu den kleinsten Gemeinden des Département Haute-Savoie. Im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl aufgrund starker Abwanderung kontinuierlich ab (1861 wurden in Montmin noch 548 Einwohner gezählt). Aufgrund der Abgeschiedenheit war die Einwohnerzahl von Montmin im Gegensatz zu anderen Gemeinden der Umgebung auch in den letzten Jahrzehnten insgesamt rückläufig. Seit 2000 wird jedoch wieder ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Montmin war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen. In den letzten Jahren profitierte Montmin auch vom Tourismus. Das Dorf ist Ausgangspunkt für die Besteigung der Tournette.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Talloires über den Col de la Forclaz und Montmin nach Vesonne (bei Faverges) führt.

Weblinks[Bearbeiten]