Montreuil (Seine-Saint-Denis)

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Montreuil
Wappen von Montreuil
Montreuil (Frankreich)
Montreuil
Region Île-de-France
Département Seine-Saint-Denis
Arrondissement Bobigny
Kanton Hauptort von 3 Kantonen
Koordinaten 48° 52′ N, 2° 27′ O48.8602777777782.443055555555668Koordinaten: 48° 52′ N, 2° 27′ O
Höhe 52–117 m
Fläche 8,92 km²
Einwohner 103.068 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 11.555 Einw./km²
Postleitzahl 93100
INSEE-Code
Website http://montreuil.fr/

Panorama, vom Parc des Beaumonts aus gesehen

Montreuil ist eine französische Gemeinde mit 103.068 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Seine-Saint-Denis in der Region Île-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Bobigny und ist Hauptort von drei Kantonen. Nach Villeurbanne ist Montreuil die bevölkerungsreichste derjenigen Städte Frankreichs, die keine Präfektur eines Départements oder Unterpräfektur eines Arrondissements sind. Die Einwohner werden Montreuillois genannt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Osten der Agglomeration Paris acht Kilometer von Notre Dame entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt beherbergte unter den Königen Ludwig XIV. und Ludwig XV. die Murs à pêches. Später hatten die Brüder Lumière und Georges Méliès ihre Werkstätten in der Altstadt von Montreuil.

Heute ist Montreuil in fünf Stadtviertel (Quartiers) aufgeteilt:

  • Le bas Montreuil (die Altstadt (angrenzend an Saint-Mandé), der Flohmarkt (Marché aux puces, an Paris, Porte de Montreuil, angrenzend)),
  • Le Quartier de la Mairie (die Fußgängerzone, La Croix de Chavaux, das Bürgermeisteramt, die Kirche),
  • La Noue (Parc des Guilands, Cité de La Noue, Robespierre, an Bagnolet angrenzend),
  • Le Bel Air (Cité Jean Moulin, Parc des Beaumonts, Cité du Bel Air, Cité des Grands Pêchers),
  • La Boissière (der Norden von Montreuil, an Noisy-le-Sec, Rosny-sous-Bois und Fontenay-sous-Bois angrenzend).

Montreuil ist seit Ende des 19. Jahrhunderts eine Arbeiter- und Einwanderergemeinde. Die größte Gruppe stellen heute neben den Migranten aus dem Maghreb diejenigen aus Schwarzafrika, besonders aus Mali, weshalb der Ort den Beinamen Bamako-sur-Seine trägt. Die Bausubstanz besteht heute zu 80 Prozent aus Appartmenthäusern und zu 20 % aus kleineren Häusern, die meist noch aus früheren Jahrhunderten stammen, etwa ein Drittel sind Sozialwohnungen (HLMHabitation à loyer modéré) von Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre. Die HLM-Immobilien werden zur Zeit durch den Bau einiger Häuser mit einer menschlicheren und weniger systematischen Architektur wiederbelebt. 5 Prozent der Gemeindefläche sind Sportplätze und Parks, 5 Prozent aufgelassene Fabriken und Werkstätten, die mittlerweile vielfach in Lofts für die massiv in die Stadt strömende neue bohème-bourgeoisie verwandelt wurden, der Ort gilt daher als Paradebeispiel für Gentrifizierungsprozesse. In Montreuil befindet sich der Hauptsitz der größten französischen Gewerkschaft CGT sowie die Frankreich- und Europa-Zentrale der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Attac. Nach Fertigstellung des Neubaus wird auch das Deutsch-Französische Jugendwerk hier seinen französischen Sitz erhalten. Außerdem findet in Montreuil alljährlich die französische Jugendbuchmesse statt.

Verwaltung[Bearbeiten]

Rathaus

Von 1984 bis 2008 war Jean-Pierre Brard, parteilos nach seinem Austritt aus der Kommunistische Partei Frankreichs, der Bürgermeister von Montreuil. Seit 2008 ist Dominique Voynet, Mitglied der Grünen, die Bürgermeisterin.

Die Stadt ist in drei Kantone aufgeteilt:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Montreuil unterhält Städtepartnerschaften mit

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben oder noch wirken[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Montreuil, Seine-Saint-Denis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien