Moombahton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Moombahton ist ein aus House und Reggaeton entstandenes Fusionsgenre. Der erste, der Musik in diesem Bereich produzierte, war Dave Nada (mit Geburtsnamen David Villeagas) im März 2010 in Washington, D.C.[1][2][3]

Musikalisch gesehen ist Moombahton hauptsächlich Dutch House bzw. Electro House, der im üblichen Tempo des Reggaeton (etwa 108 bis 115 bpm) gespielt wird und dessen spezifischen Perkussionselemente miteinbezieht. Zu den weiteren Merkmalen gehören „fette Basslines, dramatische Build-ups, der Twostep und schnelle Trommel-Fills“.[4]

Aus Moombahton formten sich bis heute weitere Subgenres wie Moombahcore und Moombahsoul.

Herkunft[Bearbeiten]

Dave Nada sollte auf einer Party seines jüngeren Cousins im Herbst 2009 als DJ fungieren. Als er ankam, bemerkte er allerdings, dass die Leute dort zu Bachata und Reggaeton anstatt zu House und anderen Genres der elektronischen Tanzmusik tanzten.[5] Er hatte Musik in diesen Stilrichtungen eingeplant. Also versuchte er, etwas dazwischen herauszusuchen und entschied sich für Afrojacks Remix von Silvio Ecomos & Chuckies Moombah, bei dem er die Beats-per-minute-Zahl von 128 auf 108 senkte. So entstand aus dem Titel dieses Tracks und dem Stilbegriff Reggaeton das Kofferwort Moombahton. Zwischen Herbst 2009 und Frühling 2010 nahm Nada schließlich eine Extended Play auf. Bei der Promotion halfen ihm Tittsworth und DJ Ayres.[6]

Nennenswerte Beispiele[Bearbeiten]

Das australische Produzenten-Duo Knife Party schrieb mit Sleaze (feat. MistaJam), der auf ihrer EP Rage Valley enthalten ist, einen kommerziell erfolgreichen Moombahton-Track. Diplos EP Express Yourself (2012) besteht ausschließlich aus Moombahton-Produktionen. Dillon Francis konnte als erster Produzent mit einer Moombahton-EP Platz eins der Beatport-Charts erreichen. Something, Something Awesome stieg auf der Spitzenposition ein.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jonathan L. Fischer: Our Year in Moombahton: How a local DJ created a genre, and why D.C.'s ascendant dance scene couldn’t contain it. Washington City Paper. 24. Dezember 2010. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  2. Sami Yenigun: Moombahton: Born In D.C., Bred Worldwide. In: NPR, 18. März 2011. Abgerufen am 14. Oktober 2012. 
  3. Julianne Escobedo Shepherd: Dave Nada, Creator of Moombahton. The Fader. 5. März 2010. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  4. Jonathan L. Fischer: Our Year in Moombahton: How a local DJ created a genre, and why D.C.'s ascendant dance scene couldn’t contain it. Washington City Paper. 24. Dezember 2010. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  5. Puja Patel: Hot New Sound: Moombahton Goes Boom!. In: Spin. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  6. Dave Nada - Moombahton. T&A Records. Abgerufen am 14. Oktober 2012.
  7. DILLON FRANCIS – DER ERFINDER VON „MOOMBAHTON“. Abgerufen am 14. Oktober 2012.