Moorenweis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moorenweis
Moorenweis
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moorenweis hervorgehoben
48.15527777777811.077777777778566Koordinaten: 48° 9′ N, 11° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Höhe: 566 m ü. NHN
Fläche: 46,45 km²
Einwohner: 3886 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82272
Vorwahl: 08146
Kfz-Kennzeichen: FFB
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 138
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Moorenweis
Ammerseestr. 8
82272 Moorenweis
Webpräsenz: www.moorenweis.de
Bürgermeister: Josef Schäffler (CSU)
Lage der Gemeinde Moorenweis im Landkreis Fürstenfeldbruck
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Starnberg Landkreis München Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Dachau München Adelshofen (Oberbayern) Alling Althegnenberg Egenhofen Eichenau Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck) Fürstenfeldbruck Germering Grafrath Gröbenzell Hattenhofen (Bayern) Jesenwang Kottgeisering Landsberied Maisach Mammendorf Mittelstetten (Oberbayern) Moorenweis Oberschweinbach Olching Puchheim Schöngeising TürkenfeldKarte
Über dieses Bild

Moorenweis ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Fürstenfeldbruck im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geographie[Bearbeiten]

Moorenweis liegt etwa 14 Kilometer west-südwestlich von Fürstenfeldbruck. Im Gemeindegebiet liegt die Quelle der Maisach.

Moorenweis besteht aus sechs Gemeindeteilen:

  • Moorenweis mit den Ortsteilen Albertshofen, Brandenberg, Hohenzell und Windach.
  • Dünzelbach mit den Ortsteilen Luidenhofen und Zell
  • Eismerszell
  • Grunertshofen
  • Purk mit den Ortsteilen Langwied und Römertshofen
  • Steinbach

Geschichte[Bearbeiten]

Moorenweis wurde um 753 erstmals in einer Urkunde des Klosters Wessobrunn erwähnt. Das Kloster war ab dem 13. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 die wichtigste Grundherrschaft am Ort. Die Gemeinde Moorenweis entstand im Jahr 1818.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Moorenweis

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindegebietsreformen in Bayern wurde Moorenweis am 1. Juli 1972 um die ehemaligen Gemeinden Dünzelbach, Eismerszell, Purk und Steinbach vergrößert.[2] Am 1. Mai 1978 kam Grunertshofen hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2002 Joseph Schäffler (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der ab 1. Mai 2014 amtierende Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

  • CSU 8 Sitze
  • Bürgervereinigung 6 Sitze
  • Gemeinschaft 2 Sitze

Wappenbeschreibung[Bearbeiten]

In Silber aus blauem Wellenschildfuß wachsend zwei schwarze Mooskolben mit grünen Stängeln und grünen Blättern; dazwischen schräg gekreuzt ein roter Kreuzstab und ein roter Schlüssel.

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Der Wellenschildfuß und die daraus wachsenden Mooskolben (Rohrkolben) verweisen auf die Lage der Gemeinde im Quellgebiet der Maisach und die in den Feuchtgebieten typische Flora. Sie ergeben zudem ein für den auf Moorwiesen anspielenden Gemeindenamen passendes Bild. Der rote Kreuzstab, Attribut des heiligen Sixtus, symbolisiert den Patron der Pfarrkirche Moorenweis und die historische Bedeutung der Pfarrkirche als Grundherrschaft. Der Schlüssel ist die Minderung des Klosterwappens von Wessobrunn (zwei gekreuzte Schlüssel) und erinnert an die schon im 13. Jahrhundert nachweisbaren Besitzungen des Klosters in Moorenweis und die bis zur Säkularisation 1803 wichtigste Grundherrschaft im Dorf. Die Farben Weiß und Rot beziehen sich auf die Zugehörigkeit der Pfarrei zum Bistum Augsburg.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist durch land- und forstwirtschaftliche sowie mittelständische Betriebe geprägt.

Verkehr[Bearbeiten]

Moorenweis wird von der Staatsstraße 2054 durchquert.

Mit den Buslinien 827, 847, 848 und 849 des Münchener Verkehrsverbundes ist Moorenweis an Werktagen an den ÖPNV angeschlossen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in den Nachbargemeinden Grafrath bzw. Türkenfeld. Von dort aus verkehrt die S-Bahn-Linie S4 Richtung München bzw. Geltendorf.

Moorenweis verfügt über keinerlei Radweg-Verbindungen, weder in angrenzende Ortsteile noch in Nachbargemeinden. Der Bau eines seit Jahrzehnten geplanten Radwegs entlang der Staatsstraße 2054 Richtung Jesenwang war im Jahr 2010 aufgrund finanzieller Unsicherheiten letztendlich abgesagt worden, obwohl das Projekt kurz vor einer positiven Entscheidung stand. Somit ist mit einer Realisierung in absehbarer Zeit wohl nicht mehr zu rechnen. Damit verbunden ist auch eine angedachte straßenbegleitende Radweg-Verbindung zum Bahnhof Grafrath weiter in die Ferne gerückt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 466.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 577.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moorenweis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien