Moosbach (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Moosbach
Moosbach (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Moosbach hervorgehoben
49.59083333333312.409166666667499Koordinaten: 49° 35′ N, 12° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 64,32 km²
Einwohner: 2460 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92709
Vorwahl: 09656
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 137
Marktgliederung: 37 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Brunnenstraße 1
92709 Moosbach
Webpräsenz: www.moosbach.de
Bürgermeister: Hermann Ach (CSU)
Lage des Marktes Moosbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
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Moosbach (2013)

Moosbach ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Moosbach liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord im Oberpfälzer Wald und ist rund 12 km von der Grenze zu Tschechien entfernt. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der 771 m hohe Eisberg in der Nähe der Ortschaft Rückersrieth.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Moosbach hat 37 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Im Rathaus Moosbach nicht mehr als bewohnt aufgeführte Ortsteile: Mühlschleif, Tradlhof

Geschichte[Bearbeiten]

Der 1147 erstmals erwähnte Markt Moosbach gehörte lange zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Treswitz des Kurfürstentums Bayern. Moosbach besaß das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. 1809 wurde das zuständige Landgericht nach Vohenstrauß verlegt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Niederland eingegliedert. Am 1. Januar 1971 kam Gröbenstädt hinzu. Burgtreswitz folgte am 1. April 1971. Im Jahr 1972 vergrößerte sich das Gebiet der Gemeinde Moosbach noch um Tröbes und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Heumaden am 1. Januar sowie Etzgersrieth und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burkhardsrieth am 1. Juli.[3] Mit Wirkung zum 1. August 2013 wurden Moosbach einige Flurstücke des zuvor gemeindefreien Gebiets Michlbach zugeschlagen, die einen Flächenzuwachs von rund 35 Hektar bedeuten. Dieses zusätzliche Gebiet ist unbebaut und unbewohnt.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 2002 2005 2010
Einwohner 3147 3221 2624 3092 2607 2641 2639 2598 2553 2487

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

In der Legislaturperiode 2008 bis 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Partei/Liste CSU SPD UWG FWU Gesamt
Sitze 7 2 3 2 14

Bürgermeister ist Hermann Ach (CSU).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.031.000 Euro, davon waren 191.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt und oben gespalten; oben in Schwarz ein rot gekrönter, rot bewehrter goldener Löwe und die bayerischen Rauten; unten in Silber wachsend aus blauen Wellen ein Strauß grüner Blätter mit drei schwarzen Mooskolben.

Das Wappen ist seit 1543 bekannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wieskirche Moosbach
  • Schloss Burgtreswitz, heute im Besitz der Gemeinde
  • Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist die Nachfolgerin der 1848 durch einen Brand zerstörten, von 1734 bis 1738 erbauten Pfarrkirche. Sie wurde ab 1850 erbaut, der Rohbau war 1853 vollendet. Am 30. August 1859 weihte Bischof Ignatius von Senestrey die neue Kirche, die 1861 ihre Turmuhr erhielt. Die damalige Ausstattung wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt.
  • Am nördlichen Ortsrand von Moosbach steht die von 1747 bis 1769 erbaute Wallfahrtskirche Wies. Das Gnadenbild des gegeißelten Heilands hat die gleichnamige Statue aus der Wieskirche zum Vorbild.
Hauptartikel: Wieskirche (Grub)
  • Der Kurpark mit einer Fläche von acht Hektar
  • Wanderwege

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Moosbach (Oberpfalz)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 180 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 46 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 854. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 3405 ha, davon waren 1995 ha Ackerfläche und 1396 ha Wiesen und Weiden.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 (Schuljahr 2011/12) bestanden folgende Einrichtungen:

  • Ein Kindergarten mit 80 Kindergartenplätzen und 78 Kindern
  • Zwei Volksschulen mit insgesamt 13 Lehrern und 190 Schülern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111106/210448&attr=OBJ&val=979
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 587.
  4. Regierung der Oberpfalz: Gemeindefreies Gebiet "Michlbach" wird aufgelöst, Pressemitteilung Nr. 168 vom 5. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten]