Mor-Mattai-Kloster

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Sankt-Matthäus-Kloster
Baujahr: 363
Lage: 36° 29′ 24″ N, 43° 26′ 34″ O36.4943.442778Koordinaten: 36° 29′ 24″ N, 43° 26′ 34″ O
Standort: Bartella
Ninawa, Irak
Zweck: syrisch-orthodoxes Kloster
Mor-Mattai-Kloster

Das Mar-Matti-Kloster (aramäisch ܕܝܪܐ ܕܡܪܝ ܡܬܝ, arabisch ‏دير مار متى‎) befindet sich über dem Berg Maqlub im Nordirak. Etwa 20 Kilometer von Mosul entfernt, wurde Mor Mattai im Jahre 363 nach Christus von einem syrischen Christen namens Matti (Syrisch für Matthäus), der vor der Verfolgung aus Amed (heute Diyarbakır) in das nahegelegene Ninive in Assuristan (Assyrien) floh.[1] Matti trat eine zumeist nestorianischen Bevölkerung bei, die eine kleine syrische Gemeinde direkt über dem Berg Maqlub hatte. Unter seiner Führerschaft entwickelte die Gemeinde einen echten klösterlichen Ethos. Es ist heutzutage als eine der ältesten existierenden christlichen Klöster anerkannt. Zudem ist es dafür bekannt, dass es eine beträchtliche Sammlung von syrisch-christlichen Manuskripten besitzt.[2]

Das Kloster wird derzeit von der syrisch-orthodoxen Kirche aufrechterhalten. Jedes Jahr am 14. September versammeln sich Christen verschiedener kirchlicher Denominationen in dem Kloster, um den Tag des Todes von Sankt Matti zu gedenken.

Aufgrund seiner Bedeutung bildet das Kloster derzeit zusammen mit einigen umliegenden Dörfern eine der drei Erzeparchien der Syrisch-orthodoxen Kirche im Irak. Es war Sitz des Maphrians.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christine Chaillot: The Syrian Orthodox Church of Antioch and All the East, A Brief Introduction to its Life and Spirituality, Genf 1998
  • Ignatius Jacob III: dafaqaat al-tiib fii taariikh maar matta al-`ajiib, Damascus 1961
  • H. Southgate: Narrative of a Visit to the Syrian [Jacobite] Church of Mesopotamia; with Statements and Reflections upon the present state of Christianity in Turkey and the Character and Prospects of the Eastern Churches, Dana and Company (381 Broadway), New York 1856
  • Oswald Parry: Six months in a Syrian Monastery, Being a Record of the Visit to the Head Quarters of the Syrian Church in Mesopotamia, with Some Account of the Yazidis or Devil Worshippers of Mosul and el Jilwah, Their Sacred Book, Kapitel 19, London 1895
  • S P Brock: The Hidden Pearl (2001), Very Rev Kurian Corepiscopa Kaniamparambil, Suryani Sabha, 1982

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Texts and Traditions: A Source Reader for the Study of Second Temple" von Lawrence H. Schiffman
  2. Michael Goldfarb: Ahmad's War, Ahmad's Peace (New York: Carroll & Graf, 2005).