Morbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Morbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Morbach
Morbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Morbach hervorgehoben
49.8105555555567.1197222222222440Koordinaten: 49° 49′ N, 7° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 122,2 km²
Einwohner: 10.481 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54497
Vorwahlen: 06533, 06536 (Wederath)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 502
Gemeindegliederung: 19 Ortsbezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 19
54497 Morbach
Webpräsenz: www.morbach.de
Bürgermeister: Andreas Hackethal (CDU)
Lage der Gemeinde Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Landkreis Vulkaneifel Trier Landkreis Trier-Saarburg Rhein-Hunsrück-Kreis Bernkastel-Kues Brauneberg Burgen (Hunsrück) Erden Gornhausen Graach an der Mosel Hochscheid Kesten Kleinich Kommen Lieser (Gemeinde) Lösnich Longkamp Maring-Noviand Minheim Monzelfeld Mülheim an der Mosel Neumagen-Dhron Piesport Ürzig Veldenz Wintrich Zeltingen-Rachtig Bausendorf Bengel (Mosel) Diefenbach (bei Wittlich) Flußbach Hontheim Kinderbeuern Kinheim Kröv Reil Willwerscheid Bettenfeld Dierfeld Eckfeld Eisenschmitt Gipperath Greimerath (Eifel) Großlittgen Hasborn (Eifel) Karl (Eifel) Laufeld Manderscheid Meerfeld Musweiler Niederöfflingen Niederscheidweiler Oberöfflingen Oberscheidweiler Pantenburg Schladt Schwarzenborn (Eifel) Wallscheid Berglicht Breit Büdlich Burtscheid (Hunsrück) Deuselbach Dhronecken Etgert Gielert Gräfendhron Heidenburg Hilscheid Horath Immert Lückenburg Malborn Merschbach Neunkirchen (Hunsrück) Rorodt Schönberg (bei Thalfang) Talling Thalfang Burg (Mosel) Enkirch Irmenach Lötzbeuren Starkenburg (Mosel) Traben-Trarbach Altrich Arenrath Bergweiler Binsfeld Bruch (Eifel) Dierscheid Dodenburg Dreis Esch (bei Wittlich) Gladbach (Eifel) Heckenmünster Heidweiler Hetzerath (Eifel) Hupperath Klausen (Eifel) Landscheid Minderlittgen Niersbach Osann-Monzel Platten (bei Wittlich) Plein Rivenich Salmtal Sehlem (Eifel) Morbach WittlichKarte
Über dieses Bild
Kirche
Energiepark Morbach

Morbach ist eine verbandsfreie Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Morbach liegt auf 430 bis 770 m Höhe in der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landkreis Birkenfeld.

Nächstgelegenes Mittelzentrum ist die Stadt Bernkastel-Kues.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Morbach gliedert sich in 19 Ortsbezirke, denen teilweise noch Wohnplätze oder Weiler als Gemeindeteile zugeordnet sind:[3]

Ortsbezirk zugehörende Wohnplätze und Weiler
Bischofsdhron Emmerichs-Mühle
Elzerath  
Gonzerath Gonzerather-Hinterbach, Longkamperhinterbach
Gutenthal Auf der Heide
Haag  
Heinzerath Brieschmühle, Mergenermühle
Hinzerath Forsthaus Hinzerath
Hoxel Forsthaus Hoxel
Hundheim Gipsmühle, Baldenauermühle
Hunolstein Hahnacker Hof, Hellenberger Hof, Hof auf Queckborn, Hunolsteinerhof, Schülersmühle
Merscheid Dörrwiese, Götzenfeld, Heinzerbach, Hölzbach, Reinhardsmühle
Morbach Am Mehlbaum, Am Sonnenberg, Hof Geiersley, Rasthaus Dhrontal, Schmausemühle
Morscheid-Riedenburg Cornelysmühle, Edenbruch, Huhl, Riedenburgermühle, Sankt Kuno
Odert Oderterhaus, Oderterhof
Rapperath Am Sonnenberg, Haus Martini, Mühle Zerwes, Siedlung Güldner
Wederath  
Weiperath  
Wenigerath Hegberger Hof
Wolzburg  

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zur kommunalen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 gehörte der Hunsrückort zum Landkreis Bernkastel mit seiner Kreisstadt Bernkastel-Kues. Die heutige Gemeinde entstand am 31. Dezember 1974 durch Neubildung aus der Gemeinde Morbach und 18 bis dahin selbstständigen Gemeinden.[4]

Auf dem Gebiet des Ortsteils Wenigerath lag bis 1995 das Munitionsdepot Wenigerath der US Air Force.

Am 25. Mai 2009 erhielt Morbach den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.[5]

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Morbach besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE FWM Gesamt
2014 4 12 2 1 1 8 28 Sitze
2009 5 12 2 2 1 6 28 Sitze
2004 4 15 1 1 7 28 Sitze
  • FWM = Freie Wählergruppe Morbach e.V.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Morbach sind zahlreiche mittelständische Unternehmen angesiedelt. Von überregionaler Bedeutung sind Papier-Mettler und die Schaeffler Friction Products GmbH.

Energiepark[Bearbeiten]

Die Gemeinde Morbach im Hunsrück ist Standort der Energielandschaft Morbach mit vierzehn Windkraftanlagen, einer großen Photovoltaikanlage, einer Biogasanlage und einem Holzpelletwerk. Die Pacht im Energiepark bringt der Gemeinde 280.000 Euro im Jahr ein.[7] Seit März 2011 ist in der Energielandschaft Morbach zusätzlich eine Anlage in Betrieb, in der unter realen Bedingungen erprobt werden soll, wie überschüssiger Strom als Windgas gespeichert werden kann.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Morbach liegt im Verkehrsverbund Region Trier. Die Buslinie 300 der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft verbindet den Ort im Zweistundentakt mit Wittlich Hbf an der Moselstrecke TrierKoblenz. Die Buslinie 343 des Omnibusverkehrs Rhein-Nahe stellt wochentags eine Verbindung mit dem Bahnhof Idar-Oberstein an der Nahetalbahn SaarbrückenMainz her.

Durch Morbach verlaufen die Bundesstraßen 269 und 327 sowie die Hunsrückquerbahn LangenlonsheimHermeskeil, die derzeit brach liegt, allerdings aufgrund der Anbindung zum Flughafen Frankfurt-Hahn wieder von Morbach bis Bingen reaktiviert werden soll.

Tourismus[Bearbeiten]

Morbach ist der Endpunkt einer Etappe des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig.[9] [10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besonders sehenswert ist das Hoxeler Viadukt, welches zu den höchsten eingeschossigen steinernen Eisenbahnbrücken in Deutschland gehört.

Weitere sehenswerte Ziele im Bereich der Gemeinde Morbach sind:

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Morbach

Personen und Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 54 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seiten 187 und 188
  5. orte-der-vielfalt: Morbach
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Hinter dem Engagement der Morbacher steht keine grüne Überzeugung (SZ online 17. August 2007)
  8. Methan als Ökostromspeicher - Pilotanlage Morbach
  9. Webpräsenz Saar-Hunsrück-Steig, abgerufen am 1. Februar 2014
  10. Webpräsenz der Gemeinde Morbach, abgerufen am 1. Februar 2014