Morgan Finlay

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Morgan Finlay (* in North Vancouver, British Columbia) ist ein kanadischer Singer-Songwriter aus North Vancouver, der zeitweise auch in Toronto gelebt hat.[1] Er hat in Europa und Kanada bereits sechs Platten veröffentlicht, darunter die EPs Uppercut (2002) und Splice (2005)[2] und die Alben Everything Will Work Out Right (2005), Shifting Through The Breakers (2007) und Latitude (2012). Sein neustes Album Fault Lines wurde im Oktober 2013 veröffentlicht.[3]

Biografie[Bearbeiten]

Morgan Finlay stammt ursprünglich aus North Vancouver, British Columbia und tritt nach eigenen Angaben schon seit seinem fünften Lebensjahr auf.[2] Von 1984 bis 1987 nahm er am Kiwanis Music Festival in Vancouver teil. Im Jahr 1986 sang er in der Zauberflöte, aufgeführt von der Vancouver Opera, und in der kanadischen Erstaufführung von Requiem von Andrew Lloyd Webber. Im folgenden Jahr sang er erneut für die Vancouver Opera, dieses Mal im Stück Das Schlaue Füchslein. 1992 gewann seine A-Capella-Gruppe The End den Canadian Youth Talend Search, und repräsentierte Canada im internationalen Finale in Memphis, Tennessee, wo sie den siebten Platz erreichten. Mit ihm in der Band The End sang auch Trevor Guthrie, das zukünftige Mitglied von soulDecision. Der Wettbewerb ist dafür bekannt, dass sie im folgenden Jahr Michael Bublé zum Gewinner ernannten.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Der Großteil von Finlays Musik ist im Singer-Songwriter-Stil, mit vereinzelten Andeutungen von Indie, Alternative Rock, Grunge und Folk. Als musikalische Einflüsse nannte er Dave Matthews, Mark Knopfler von der Band Dire Straits, Faith No More, Pearl Jam, Soundgarden,[1] Bruce Cockburn, Coldplay, Daniel Lanois und Dean Drouillard.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge der Karriere[Bearbeiten]

Zu Beginn seiner professionellen Musikkarriere zog Finlay von Vancouver nach Montreal, in der Hoffnung, als Solokünstler Karriere zu machen. Er erkannte schon bald, dass „Toronto der Ort ist, an dem alles beginnt,“ und zog etwa 2002 erneut um. Während er in Toronto war, traf er den kanadischen Produzenten Matt DeMatteo, der sich daraufhin dazu entschloss, an Finlays Debüt-EP zu mitzuarbeiten. DeMatteo, der vorher mit Edwin, Big Wreck und Ashley MacIsaac zusammengearbeitet hatte, stellte ihm Peter Murray vor, der später sein Bassist wurde.[1]

Uppercut (2002)[Bearbeiten]

Finlay veröffentlichte seine erste Solo-EP Uppercut in 2002. Die EP mit sechs Stücken wurde auf seinem eigenen Plattenlabel, Brisco Bodai Productions, veröffentlicht und umfasste zahlreiche Musikstile, unter anderem Rock, Akustik und Funk.[4] Die Single der EP zensong wurde zwischen 2003 und 2004 auf der Canadian Broadcasting Corporation und an zahlreichen Uni- und Internet-Radiostationen gespielt und erreichte 2004 die #2 der Australischen Independent Radio Charts.[2][5] „zensong“ erreichte zudem #22 der CFBX Kelowna Top 30.[6]

Die EP stellte seinen Durchbruch in der lokalen Indieszene von Toronto dar,[1] und im Januar 2003 begann er verstärkt im Unicampusbezirk in Ontario zu touren. [7] Auf seinen ersten Touren spielte er an etwa zwanzig verschiedenen Campus in Toronto, Ottawa, London, Waterloo, Windsor und Montreal. Er spielte zudem vor Tom Cochrane und Sass Jordan am Windsor Freedom Festival am Canada Day am 1. Juli 2003.[1]

Splice (2004)[Bearbeiten]

Finlays zweite EP, Splice hatte mehr akustischen Guitarrensound als seine erste EP und wurde 2004 veröffentlicht.[2] Zu dem Zeitpunkt war Finlay in Toronto bereits in der Szene etabliert.[1] Er wurde im April 2004 mit in die Daryl Hurs' Gen Sub Kompilation aufgenommen.

Everything Will Work Out Right (2005)[Bearbeiten]

In 2005, während er sowohl in Toronto als auch in Aschaffenburg lebte, veröffentlichte Finlay seine erste Platte in voller Länge Everything Will Work Out Right.[8] Das Album wurde international sowohl auf dem Plattenlabel Brisco Bodai als auch auf Sound of Liberation veröffentlicht.[7][8][9]

Die Tour zum Album führte ihn dann durch Deutschland, Österreich, Großbritannien, Slowenien, Kroatien und Schottland. Unter deutschem Management und mit der Hilfe von Promotern quer durch Europa gelangen ihm drei verschiedene Europatourneen. Während seiner zweiten Deutschlandtour spielte er im Dezember 2005 in Heilbronn im Vorprogramm von Roger Hodgson. Songs aus dem Album wurden außerdem in Kanada, Australien und Deutschland im Radio gespielt und landeten bei einigen kanadischen Uni-Radiostationen in den Charts.[7][10]

Shifting Through the Breakers (2007)[Bearbeiten]

Sein zweites, 2007 veröffentlichtes Album, Shifting Through The Breakers brachte ihn dann vom akustischen Stil von Everything Will Work Out Right zurück zu einem zeitgenössischen Rock-Sound.[2] Es wurde im SmartArts Studio in Moosburg von Christopher Czarnetzki, Thomas Scharl, und Roman Liebl aufgenommen; Peter Murray produzierte das Album, und nahm erneut die Rolle des Bassisten ein. [11] Es beinhaltete die Fan-Lieblinge „(in)Security“ und „Blessing and Burning,“, sowie seine ersten fremdsprachigen Singles „Bei Dir Sein“ und „Mourir d'envie'.“[7][10] Am Ende seiner fünften Europa-Tour, im Januar 2009, hatte Finlay fast 400 Auftritte in Deutschland, Österreich, England, der Schweiz,[12][13] Slowenien, Kroatien und den Niederlanden absolviert. Für gewisse Zeit lebte und schrieb er auch in Berlin und Bern.[2]

Latitude (2012)[Bearbeiten]

Finlay kehrte 2009 nach Vancouver zurück um mit der Arbeit für Latitude zu beginnen. Nachdem die Songs geschrieben waren, hatten Fans die Möglichkeit abzustimmen, welche Songs auf dem Album erscheinen sollten, wobei auch die letztendliche Reihenfolge der Titel festgelegt wurde. Sowohl die Veröffentlichung des Albums als auch die darauf folgende Europa-Tournee wurde durch eine erfolgreiche Indiegogo-Kampagne finanziert.[14]

Fault Lines (2013)[Bearbeiten]

Nachdem er seine siebte Europa-Tour beendete, entschloss er sich kurzerhand nach Irland zu ziehen, um dort an seinem nächsten Album zu arbeiten. Nach einer weiteren erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne über IndieGoGo und der wiederholten Miteinbeziehung der Fans bei der Auswahl der Songs, wurde Fault Lines im Oktober 2013 veröffentlicht. Im Gegenzug zur Finanzierung bot Finlay unter anderem Merchandise, Gitarrenunterricht, Wohnzimmerkonzerte und Songs, welche exklusiv für die jeweiligen Fans geschrieben wurden.[15] Es folgte erneut eine Tour, die Finlay quer durch Europa brachte. Der Stil vom Fault Lines kann am besten als eine Mischung zwischen seinem typischen akustischen Folk-Stil und ein wenig Country beschrieben werden.[3]

Persönliches[Bearbeiten]

Finlay ist ein Befürworter der David Suzuki Foundation und der Vancouver Area Cycling Coalition.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

  • 2002: Uppercut
  • 2005: Splice

Alben[Bearbeiten]

  • 2005: Everything Will Work Out Right
  • 2007: Shifting Through the Breakers
  • 2012: Latitude
  • 2013: Fault Lines

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Sophie Nicholls: Morgan Finlay: The Zen Of Rock n' Roll. Soul Shine Magazine. Abgerufen am 9. November 2013.
  2. a b c d e f g h Morgan Finlay. CBC Music. Abgerufen am 9. November 2013.
  3. a b Morgan Finlay on Bandcamp. Bandcamp. Abgerufen am 9. November 2013.
  4. Tim Hartin: Morgan Finlay: Uppercut. TheNightOwl. Abgerufen am 9. November 2013.
  5. Morgan Finlay. Jpop. Abgerufen am 9. November 2013.
  6. CFBX 92.5FM - Kamloops Top 30. Earshot Online. Abgerufen am 9. November 2013.
  7. a b c d Shifting Through The Breakers CD. CD Universe. Abgerufen am 9. November 2013.
  8. a b Everything Will Work Out Right CD Album. CD Universe. Abgerufen am 9. November 2013.
  9. Morgan Finlay: Shifting Through The Breakers. No Mainstream Music. Abgerufen am 9. November 2013.
  10. a b Morgan Finlay (Canada). LRM. Abgerufen am 9. November 2013.
  11. Norbert Neugebauer: Morgan Finlay/Shifting Through The Breakers. Rock Times. Abgerufen am 9. November 2013.
  12. Morgan Finlay. Sound of Liberation Management. Abgerufen am 9. November 2013.
  13. Morgan Finlay Biography. CD Baby. Abgerufen am 9. November 2013.
  14. Gaining 'Latitude' - The Album and The Tour. IndieGoGo. Abgerufen am 9. November 2013.
  15. The Making and Touring of Fault Lines.IndieGoGo. Abgerufen am 9. November 2013.